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Investment - Allgemein 8-9/2010

Diese Seite beschreibt allgemeine Themen zum richtigen Investieren.

Seite ab: 2010-08-01
Seite bis:
2010-09-30
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Neu 2010-09-30:

[14:15] Noch Glück gehabt: Offener Immofonds wird erstmals für immer dicht gemacht

Kanam tritt die Flucht nach vorn an. Kurz bevor die Gesellschaft einen ihrer beiden Publikumsfonds wieder hätte öffnen müssen, liquidiert sie das Portfolio und zahlt Anleger aus. Ein Vorgehen, das es in Deutschland noch nie gegeben hat.

Hier bekommen die Anleger zumindest einen Teil zurück. Bei den verschiedenen anderen geschlossenen Fonds wird der Crash den Inhalt zerstören.
 

[10:30] Leserzuschrift-DE - Wertpapier-Depots im Ausland:

Die Autoren der Leserzuschriften sind vielleicht nur im Besitz von einem Depotkonto...
Es gibt auch bei weniger als 100.000 Euro Vermögen die Möglichkeit, das Vermögen auf mehrere Staaten zu verteilen.
Unabhängig von der Höhe des Betrages sollten ein Drittel im Inland und zwei Drittel in zwei anderen Staaten plaziert werden. Bei höheren Vermögen ist eine Vermögensplazierung auf weitere Staaten nicht wirklich unklug!

Es schadet sicher nicht, geografisch etwas zu streuen - gegen Beschlagnahme durch den Staat. Derzeit ist die Depotübertragung noch problemlos möglich.

[12.45] Leserzuschrift-DE - Ich wuerde kein Wertdepot im Ausland haben.

Im Fall einer Krise muss damit gerechnet werden, dass man lange nicht
an sein Geld kommt. Zu Kapitalverkehrskontrollen koennte auch die Bewegungsfreiheit stark eingeschraenkt werden ...
Zum anderen koennte auch das Ausland schnell auf die Idee kommen auslaendisches Vermoegen zu konfiszieren.
Welchen Inlaender wuerde das stoeren, wenn z. B. in Polen, Russland oder sonstwo Kapital deutscher Staatsbuerger
konfisziert werden wuerde.

Ganz im Gegenteil: wenn man ein Risiko (staatliche Beschlagnahme) nicht kontrollieren kann, dann ist es besser zu diversifizieren.
 

[7:00] Leserzuschrift-DE - Kündigung fondsgebundene Lebensversicherung:

Probleme gibt es auch mit der Auflösung dieser Policen. Ich hatte 2 Policen bei unterschiedlichen Gesellschaften, die ich nun aufgelöst habe.

Man muß diese Gesellschaften richtig nerven, immer wieder nachhaken, damit die Kündigung und die Auszahlung dann auch mehr oder wenig vertragsnah vorgenommen wird.

Eine Versicherungsgesellschaft hatte wohl den Vertrag nicht genau gelesen und wollte mir die Versicherungssumme erst 1 Woche später auszahlen, eine kurze, aber bestimmte Mail reichte, um den vertraglichen Termin zu erreichen.

Die andere Gesellschaft hat sich eine Woche länger Zeit genommen, als Sie lt. Vertrag durfte, ich bin aber der Überzeugung, dass es noch viel länger gedauert hätte, wenn ich denen nicht so auf die Pelle gerückt wäre.

Manche Gesellschaften fahren die Taktik, auf Schreiben einfach nicht mehr zu reagieren. Auch hier reicht oft eine bestimmte und kurze Mail, um den "Kontakt" wieder herzustellen. Man muß den Gesellschaften in jedem Falle immer auf die Füße treten.

Für alle, die jetzt denken, das die Fondsanteile insolvenzgeschütztes Sondervermögen wären und diese Fondsanteile dann auf den Versicherungsnehmer übertragen würden, sei gesagt: Eine fondsgebunde Lebensversicherung - im Prinzip ja nur Fondsanteile, der Versicherungsschutz ist ja eher zu vernachlässigen - gehört regelmäßig zum Depot der Versicherungsgesellschaft, d.h. sie ist nur Sondervermögen der Gesellschaft, nicht jedoch des Versicherungsnehmer.

Im Gegensatz zum eigenen Depot fällt damit das Depot im Insolvenzfall der Versicherung nicht unmittelbar dem Depotinhaber bzw. Versicherungsnehmer, sondern der Versicherungsgesellschaft zu. Der Versicherungsnehmer hat nur einen schuldrechtlichen Anspruch ggü. der Gesellschaft, wenn sie denn dann noch zahlungsfähig ist.

Nach Crash/Währungsreform ist das Geld in soetwas weg. Daher vorher herausholen - mit allen Mitteln. Das ist wieder so ein typisches "Investment-Produkt" für die Mittelschicht, aus dem hohe Spesen generiert werden. Die möchte man weiterkassieren, daher erschwert man den Ausstieg.


Neu 2010-09-29:

[13:45] Leserzuschrift-AT - Aktienverkauf über Finanzdienstleister:

Ich konnte meinen Vater überreden, all seine Aktien und Fonds zu verkaufen, und wenigstens einen Teil vom Erlös in Edelmetalle anzulegen.

Der Verkauf gestaltet sich aber extrem schwierig, das gefaxte Formular wurde vom Depotverwalter nicht angenommen, da es angeblich neue Formulare gibt! Mein Vater wurde aber nicht zurück gerufen, oder sonst irgendwie darüber benachrichtigt. Ein absolut mieses Service!
Die Zeit verstreicht – es ist schon eine Woche vergangen, und wir können diese Finanzprodukte nicht abstoßen.
Gestern haben wir einen eingeschriebenen Brief abgeschickt, wir hoffen, dass die Order jetzt durchgeführt wird.

Ich werde den Eindruck nicht los, als ob man solche Verkäufe extra erschwert und verzögert.
Ich bevorzuge nur Online-Depots, da kann man selbst schnell handeln und selbst entscheiden ob man kauft oder verkauft.

Was, das Depot liegt nicht bei der Hausbank? - dort wäre es einfach zu verkaufen. Sehr gefährlich - Betrugsgefahr.

Wenn es sein muss einen Rechtsanwalt einschalten. Vorher anrufen, dass man das machen wird, das werden die vermutlich schon spuren. Warum wird verzögert? Weil der Verkäufer dieser Fonds eine Provision aus der jährlichen Management-Fee bekommt.

[18:00] Leserzuschrift-AT - Depotübertragung:

Vorschlag: mit der Hausbank abklären, welche Spesen anfallen und wie lange es dauert, wenn diese das komplette Depot vom Dritten übertragen läßt, und selbiges Depot dann sofort komplett auflöst.
Sollte schneller funktionieren als auf eine Antwort/Reaktion auf einen eingeschriebenen Brief zu warten und die anlaufenden Spesen sind überschaubar. Fragen kostet nichts.
Oder sofort den Anwalt einschalten, denn es eilt wirklich ! Aber auch hier vorher die Kosten erfragen.

Bei der Hausbank ein Depot einrichten und dann dort einen Auftrag zur Übertragung der Wertpapiere geben. Der derzeitige Depot-Dienstleister muss diesem Auftrag folgen.


Neu 2010-09-28:

[10:00] Leserzuschrift-AT - "Mitarbeiterbeteiligung":

Ich arbeite in einem großen Konzern und kann ihnen in diesem Zusammenahng von einer weiteren Facette von finanziellem Schafsverhalten berichten.

In unserer Firma gibt es eine Mitarbeiterbeteiligung. Das heißt, ein Teil des Gehalts aller Arbeitnehmer wird automatisch einbehalten und für den Kauf von Aktien unserer Firma bereitgestellt. Organisiert ist das ganze in einer Stiftung, der Mitarbeiter hat kein Stimmrecht und ist so auch von der Hauptversammlung ausgeschlossen. Gekauft wird, wenn das Management der Stiftung glaubt es ist ein günstiger Zeitraum.
Aussuchen kann man sich lediglich, ob man die ausgeschüttete Dividende ausbezahlt haben möchte, oder ob man mit der Dividende gleich wieder Aktien über die Mitarbeiterstiftung erwerben will. Die meisten wählen natürlich die zweite Variante, einfach deshalb weil es bequem ist und sie nicht nachdenken müssen, was sie mit dem Geld sonst tun könnten. (Obwohl natürlich manche eine Hypotheke nebenher laufen haben)

In den letzten beiden Jahren wurden von unserer Firma zwei Anleihen emittiert. Wiederum gab es eine Mitarbeiteraktion. Das heißt, Mitarbeiter konnten zum Vorzugspreis diese Anleihe kaufen (Ersparnis nicht einmal 1%). Und natürlich wurde wieder mächtig zugegriffen, obwohl die wenigsten wußten was vor- oder nachrangig ist, oder wodurch der Preis einer Anleihe bewegt wird.

Es ist schon verblüffend, irgndeiner der Elite (hier im Kornzern) hebt den Taktstock und die Schafe beginnen zu laufen. Und keiner fragt sich, ob das Sinn macht, denn die anderen laufen ja auch.

In Wirklichkeit wird hier natürlich systematische Risiko akkumuliert und die Abhängigkeit vom Arbeitgeber vergrößert bzw. die eigenen Handlungsmöglichkeiten minimiert:
Erstens verkauft man die eigene Arbeitsleistung ausschließlich dieser Firma.
Zweitens ist man Aktionär dieser Firma ohne Stimmrecht.
und Drittens wird man auch noch zum Gläubiger dieser Firma.

Wenn also mit dieser Firma etwas schiefgehen sollte, werden sehr viele sehr viel verlieren.

Wenn man diese Leute allerdings fragen würde, was sie von Investieren halten, würden sie sagen "Ne, zocken ist nichts für mich, ich geh immer auf Nummer sicher."

Die entscheidende Frage ist: kann man die Aktien jederzeit zum aktuellen Preis verkaufen oder nicht? Falls nicht, dann absolut die Finger weg davon. In guten Zeite läuft es gut, in schlechten Zeiten wie jetzt verliert man eben.

PS: das Stimmrecht haben sich sicher die Gewerkschaftsbosse unter den Nagel gerissen die in dieser Mitarbeiterstiftung sitzen - für die zählt nur Macht. Der Kleinaktionär kann aber ohnehin wenig bewegen.

[13:00] Leserzuschrift-AT - Nachtrag:

Bei meinem Beitrag bzgl. Mitarbeiterbeteiligung habe ich vergessen zu erwähnen, daß man die Aktien natürlich nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt selbst verkaufen kann. Die Verfügegewalt über die Aktien bekommt man erst nach Auscheiden aus der Firma, also wenn man in Pension geht, kündigt oder gekündigt wird. Bis dahin verbleiben die Aktien in der Stiftung.

Finger weg ist halt gar nicht so einfach. Ein (kleiner) Teil des Gehaltes und ein (gar nicht so kleiner) Teil der Prämien geht automatisch in die Mitarbeiterbeteiligung. Man kann sich nur die Dividenden auszahlen lassen und nicht privat auch noch Geld in die Mitarbeiterbeteiligung einzahlen. (Es wird beispielseise beworben, daß man Aktien, die man privat hält, der Mitarbeiterbeteiligung überträgt, damit man sich die Depotgebühr spart?!) Sogar dieses nicht gerade verlockende Angebot fand während des Börsenaufschwungs regen Zuspruch, mit dem Ergebnis, daß man beim Abschwung gefangen war und nicht aussteigen konnte.

Das Stimmrecht hat sich tatsächlich der Betriebsrat unter den Nagel gerissen.

Es stimmt schon, daß man als Kleinaktionär pratkisch nichts bewegen kann. Allerdings ist die Mitarbeiterstiftung, der mit Abstand größte Einzelaktionär.

Die Anleihen kann man natürlich schon jederzeit wieder verkaufen.

Gute Nacht: das Schlimmste, was einem Investor passieren kann - nicht aussteigen zu können, wenn es notwendig ist. Dieses Geld ist verloren.

Zumindest sollte man einmal weitere Einzahlungen stoppen und sich dann juristisch beraten lassen, wie man doch raus kann.
 

[9:45] Leserzuschrift GmbH vs LTD:

Grundsätzlich ist es völlig unwichtig, ob eine GmbH (also eingeschränkte nationale LTD) mit 25.000 Euro oder in AT mit 35.000 Euros gegründet wird oder eine internationale LTD.
Eine dusselige AT oder DE GmbH wird in anderen Ländern nicht wirklich akzeptiert, weil nicht bekannt, daher ist eine LTD mit einem Betrag von 1 Pfund als Haftungskapital doch wesentlich risikofreundlicher.
Bayer Leverkusen soll über 1000 LTDs kreiert haben, um etwaige Risiken bei der Erforschung neuer Medikamente zu begrenzen.
Die Autokonzerne halten zumeist drei oder vierstellige LTDs um Testversuche mit geringstem, geschäftlichem Risiko durchführen zu können.
Auch die Kosten einer LTD sind gegenüber einer GmbH nahezulächerlich: etwa 300 Euro Gründungskosten plus jährliche Bearbeitungs(Secretary)beträge von 300 Euro sind überschaubar, im Gründungsjahr also ca. 600 Euro.
Daher ist eine LTD ist nicht wirklich geeignet um Kredite bei der Bank zu erhalten!
Sofern eine Company namens LTD keine Kreditgelder benötigt, ist diese Gesellschaftsform als absolut günstig zu bezeichnen!

Die Buchführungspflichten sind bei einer Ltd die selben wie bei einer GmbH. Der Ltd sieht man gleich schon an, dass sie kein Kapital besitzt.

[10:30] Leserzuschrift-DE zu GmbH vs LTD:

es gibt einen weiteren Parameter contra LTD: Wo will ich damit als Geschäftspartner auftreten? Es stellt sich die Frage, ob es Vertrauen erweckend ist, wenn sich eine Person aus Deutschland bei mir meldet, die eine LTD als Gesellschaft hat? Wohl nicht. Unabhängig vom mangelnden Stammkapital (was ja schon nachdenklich stimmt) denke man nur an den Fall eines potenzeillen Rechtsstreits. Das wird alles recht kompliziert und teuer, da international. Also ich wäre da sehr vorsichtig.

In DE und AT fährt man mit einer GmbH viel besser, da die Ltd als Firma ohne Kapital angesehen wird. In CH sollte man gleich mit der AG beginnen - aus dem gleichen Grund.

[10:45] Leserzuschrift-DE - DE-Mini GmbH:

Seit einigen Jahren gibt es in DE die Mini-GmbH oder korrekter Unternemergesellschaft mit beschränkter Haftung.
Startkapital 1 Euro
Verpflichtung jedes Jahr 25% des Gewinns zur Kapitalaufstockung zu verwenden, bis die in DE vorgeschriebenen 25.000 Euro erreicht sind.
Diese UG mit beschränkter Haftung hat der Ltd. anscheinend ziemlich den Rang abgelaufen, da die doppelstaatlichen (Rechts- u. Steuer-) Probleme wegfallen.
Für Kreditbewilligungen an eine GmbH wird man von den Banken oftmals trotzdem in die persönliche Haftung gezwungen/gedrängt...

Die UG ist auch so eine Hungerleider-Firma. Warum nicht gleich eine Einzelfirma aufmachen, wenn man kein Kapital hat. Oder es besser gleich bleiben lassen.

[11:30] Leserzuschrift-DE - GmbH/ UG vs. Einzelunternehmen in DE:

"Die UG ist auch so eine Hungerleider-Firma. Warum nicht gleich eine Einzelfirma aufmachen, wenn man kein Kapital hat. Oder es besser gleich bleiben lassen."

Weil bei einem Wechsel von Einzelunternehmen nach GmbH das Finanzamt das als Verkauf des Einzelunternehmens an die GmbH wertet. Der Verkaufspreis ist meistens ein Phantasiegebilde des Finanzamts, Steuern auf den nicht real generierten Verkaufsgewinn müssen sofort bezahlt werden. Dem Unternehmen gehen beim Verkauf gerne mal Steuergelder in Höhe der Jahreseinnahmen flöten. Die GmbH muss den Kaufpreis dagegen über viele Jahre absetzen und gewinnt damit nicht wirklich etwas. Von UG nach GmbH geht es fast automatisch, wenn das Stammkapital vorhanden ist.

Ja, immer die Steuer beachten!
 

[9:30] NEUES AUS DEM NARRENHAUS: Wie Anleger mit edlen Weinen reich werden können

Wenn solche Meldungen kommen, ist der Höhepunkt einer Bubble erreicht, nichts wie raus.


Neu 2010-09-26:

[20:30] Sie wollen lieber abhängige Lohnsklaven sein: Angst vor dem Scheitern

Junge Deutsche meiden den Schritt in die berufliche Selbständigkeit. Das liegt nicht an manglenden Ideen, sondern an der Skepsis der Gesellschaft.

Die Angst geht um, wenn es ums Gründen geht. Seit Jahren schon liegt der Anteil der Selbständigen an den Erwerbstätigen in Deutschland zwischen zehn und elf Prozent. Früher, in den fünfziger Jahren, waren es mal stolze 30 Prozent, so das Institut für Mittelstandsforschung in Bonn. Doch das ist lange vorbei. Der Gründerschwung von einst ist verpufft und einer tief sitzenden Furcht vor dem Scheitern gewichen.

Die Angst vor dem Scheitern ist es wahrscheinlich nicht primär, was Leute von der Selbständigkeit abhält. Wahrscheinlich spielt eine grössere Rolle, dass es immer weniger Unternehmer-Vorbilder im Umkreis gibt. Und natürlich die Schulen erziehen zum genauen Gegenteil - zu Lohnsklaven. Dieses Institut für Mittelstandsforschung besteht auch aus abhängigen Angestellten, die jeden Monatsersten ihr Gehalt am Konto erwarten.

PS: auf der gestrigen Anti-Euro-Konferenz in Berlin hat der Vertreter eines deutschen Mittelstandsinstituts davon gesprochen, dass der mittelständische Unternehmer im Gegensatz zu Kapitalgesellschaften von der Steuer ausgebeutet wird. Das stimmt nicht ganz: er selbst als Angestellter wird ausgebeutet, die meisten "mittelständischen" Firmen werden schon als GmbH oder gar als AG geführt, auch Kleinstfirmen.
 

[12:30] Leserkommentar-DE zu AUS DER WELT GENETISCH BEDINGTER DEBILITÄT:

Letztens bekam ich Besuch von einem Vermögensberater.
Nach kurzem Gespräch empfahl er mir in Schiffsfonds zu investieren. Auf meine Frage ob er schon einmal vom Baltic Dry Index gehört hat kam nur ein Schulterzucken.
Von Edelmetallen hielt er nix, hab mich freundlich für das nutzlose Gespräch bedankt und ihn mit einem lauten "määäh" rausgejagt, sein Blick dabei war schon fast Gold wert.
Soll er seine Schafe woanders suchen !
Hab vor ein paar Jahren genug Lehrgeld bezahlt, weil ich ihren Informationen hier, ein großes Danke dafür, noch zu sehr mißtraute.

Ja, immer schön misstrauisch sein. Man muss verstehen wie das Spiel läuft: der "Vermögensberater" bekommt seine Provision (15..20% bei Schiffsfonds) bei Vertragsabschluss, um seinen Leasing-BMW zu finanzieren. Das Schaf zahlt dann Lehrgeld.

[16:30] Leserzuschrift-AT - "Vermoegensberater":

"Wenn ein Mann mit Geld auf einen Mann mit Erfahrung trifft, dann hat anschliessend oftmals der mit dem Geld die Erfahrung und der mit der Erfahrung das Geld."


Neu 2010-09-25:

[6:30] AUS DER WELT GENETISCH BEDINGTER DEBILITÄT: Wie lege ich 50.000 Euro auf einen Schlag an?

Wer jetzt investieren möchte, hat es nicht leicht. Zu unterschiedlich sind die Signale. WELT ONLINE hat Vermögensverwalter befragt.

Der Leser dürfte mit seiner Feststellung der "genetisch bedingten Debilität" bei diesen "Vermögensverwaltern" recht haben, denn sie kennen nur Papier, das gerade untergeht. Also sind sie real Verlustverwalter.


Neu 2010-09-22:

[16:45] Nur ja das nicht machen: Mitarbeiterkredit kann Unternehmen retten

Der Firma aus der Krise helfen und gleichzeitig den eigenen Arbeitsplatz sichern - was nach einer reinen Win-win-Situation aussah, wurde für Georg Schmidt zum Albtraum. Der Abteilungsleiter einer GmbH aus der Baubranche wollte seinen gebeutelten Betrieb unterstützen und ging eine Bürgschaft für den Arbeitgeber ein, die fast das Vierfache seines Jahresgehalts umfasste: rund 150.000 Euro.

Nur mit der zusätzlichen Sicherheit konnte das taumelnde Unternehmen noch einen Notkredit von der Hausbank erhalten. Der Deal war, dass Schmidt zu einem späteren Zeitpunkt selbst mit einem Anteil von 25 Prozent Gesellschafter der GmbH werden sollte. Doch dazu kam es nicht mehr. Bevor der Gang zum Handelsregister stattfand, ging die Baugesellschaft pleite.

Genau das passiert in der Regel. Denn wenn es sonst nirgends mehr Geld gibt, dann pumpen die Chefs die eigenen Angestellten an. Solche Kredite an den eigenen Arbeitgeber (die oft mit einem eigenen Kredit aufgebracht werden müssen) in dieser Situation sind total unsicher.

Immer schön die Funktionen trennen: man arbeitet für ein Gehalt, ist aber nicht für die Finanzierung der Firma zuständig. In Büchern über Unternehmensübernahme wird diese Art der Finanzierung über die Mitarbeiter ausdrücklich als Geldquelle erwähnt. Manchmal geht es gut, aber oft schief.

[20:30] Leserzuschrift-DE - Ein paar Anmerkungen nur zu der Thematik „Mitarbeiterkredit“:

Viele Mitarbeiter akzeptieren es stillschweigend oder nach Aufforderung, wenn ihr Gehalt verspätet überwiesen wird, um eine Finanzierungslücke des Unternehmens zu schließen. Was die Mitarbeiter aber nicht wissen, ist, dass sie dadurch zu Gläubigern des Unternehmens werden. Falls das Unternehmen weiter besteht, ist dies erst einmal irrelevant. Wenn das Unternehmen pleite geht, haben natürlich Gläubiger kaum eine Chance, ihr Geld zu bekommen – mit anderen Worten: Die gestundeten Gehälter sind weg.

Inklusive Boni, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld kann da eine beträchtliche Summe zusammen kommen.

Das Gehalt hat pünktlich jeden 1. des Monats am Konto zu sein. Falls nicht: juristisch beraten lassen und dann raus.

[20:30] Leserzuschrit-DE - Mitarbeiterkredit:

Das klingt im ersten Augenblick wunderbar, und genau damit kalkuliert der Pleitechef. Mit der GIER eines UNTERTAN der schon immer etwas weiter kommen wollte. Wie Sie schon immer gesagt haben, MAN KANN IHNEN NICHT HELFEN!!!!!

Da gibt es 2 Seiten: einmal diesen Abteilungsleiter, der mit dieser Bürgschaft (die ihn sicher ruiniert) in die "Unternehmer-Etage" aufrücken möchte. Dann gibt es in alten Betrieben nahe der Pleite einfach den unbedingten Wunsch den eigenen Arbeitsplatz zu erhalten, auch wenn man ihn dazu mit eigenem Geld kaufen muss. Manche Sanierungsmanager die einen solchen Betrieb übernehmen, spekulieren damit.


Neu 2010-09-21:

[19:15] Soll man die Anleger-Schafe vor sich selbst schützen? „Es wäre wohl besser, Anleger daran zu hindern, Aktien zu kaufen"

Rund 10.000 Wertpapierkunden kämpfen beim Handelsgericht Wien gegen Anlegerberater, Banken und auch die Wertpapieraufsicht FMA um diese zur Verantwortung zu ziehen. Sind Aktien noch die richtige Wahl?

Diese ganzen Schutzgesetze und Gerichtsurteile bringen eigentlich gar nichts, denn der Schaden ist schon passiert. Es ist nun einmal eine Tatsache, dass der "Otto Normalsparer" nicht an die Börse gehört. Aber man kann es nicht verhindern. Genausowenig wie man verhindern kann, dass er sein Geld im Spielsalon oder Lotto verspielt. Der Unterschied zwischen reinem Glücksspiel und solchen aufgedrückten "Finanzanlagen" ist bei der Masse nicht sehr gross.
 

[11:45] Besser gleich raus, im Crash geht es nicht mehr: Verunsicherte Versicherer Das Modell Lebensversicherung steht infrage


Neu 2010-09-18:

[21:15] Wahl der Firmen-Rechtsform (Deutschland): Tipps für Kleinunternehmer

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist durchaus verlockend. Doch welche Rechtsformen gibt es? Bis zu welchem Gewinn muss man Buchführung betreiben, und welche Steuern werden fällig? Einige Dinge, die es zu beachten gilt.

Die hier empfohlene UG mit 1€ "Stammkapital" kann man in der Regel vergessen. Selbst die €25000 Eigenkapital (DE) für eine GmbH sind in den meisten Fällen heute für eine "reale Firma" zu wenig. Wenn man mit Kredit arbeitet, dann ist ohnehin eine persönliche Haftung für die Kredite erforderlich, was den Wert einer GmbH oder UG wieder relativiert.

Besonders wenn man als Einzelfirma der Bilanzierungspflicht unterliegt (e.K. in DE schon ab €50'000 Gewinn) gibt es keinen Unterschied im adminstrativen Aufwand zur GmbH/UG, auch darunter ist er gering. Man sucht sich am besten die Rechtsform, die nach steuerlichen Gesichtspunkten (auch in Zukunft) am Besten ist. Man kann auch verschiedene Rechtsformen über mehrere Firmen kombinieren. Die Einzelfirma muss ihre Bilanz nicht im Handelsregister veröffentlichen (ist wirklich privat)

PS: solche Kenntnisse gehören auch zum "Sophisticated Investor", denn manche Investments betreibt man über Firmen. Man muss solche Firmen einmal gegründet und betrieben haben, um es wirklich zu verstehen.

PPS: die Unterschiede zwischen den Saldenlisten aus der Buchhaltung meiner beiden Firmen (Einzelfirma mit Einnahmen/Ausgabenrechnung und GmbH mit Bilanzierung) sind gering, der Buchungsvorgang ist der Selbe (doppelte Buchung), die Konten inklusive Kontonummern sind fast identisch. Es gibt geringe Unterschiede, etwa wann Ein-Ausgänge von Geld gebucht werden. Umsatzsteuer-Voranmeldung, etc. sind identisch.WE.


Neu 2010-09-17:

[15:00] Leserfrage-DE - wie sicher sind Garantiefonds?

Sind Garantiefonds sicher als Geldanlage, da sie das Kapital zu 100 % garantieren oder ist das alles verlogen ?
( z B. Sparda Bank Garantiefonds Volksanlage Nr. 17 )
und sie sind genauso sicher wie Lehman - Brother mit AAA - Rating.

Ja, sie sind genauso "sicher" wie die Lehman-Zertifikate, die bekanntlich wertlos wurden. Wer garantiert: nur die Bank, wenn diese pleite ist, niemand. Auch die Einlagensicherung garantiert dafür nicht.

Mit dem Haircut bei der Währungsreform werden diese Fond sicher gleichermassen gestutzt wie alle anderen Anlagen oder werden komplett wertlos.

PS: wer soetwas heute "Volksanlage" nennt, kommt dann vielleicht vor ein "Volksgericht", auch bekannt als Standgericht.
 

[7:00] In manchen Teilen Europas tobt noch immer der Immo-Wahn: Fünf Quadratmeter, kaum Licht, 30.000 Euro

Der fünf Quadratmeter große Raum in der Pariser Avenue Saint Mandé liegt in einem Altbau auf der sechsten Etage. Kein Wasseranschluss, kaum Licht - eine Abstellkammer in Toilettengröße. Dennoch war die Verkaufsanzeige nach wenigen Tagen mit dem Schild "Vendu" überklebt - verkauft! Die Maklerin wundert sich über die Frage, ob denn der geforderte Kaufpreis von 30.000 Euro erzielt worden sei, ein Quadratmeterpreis von 6000 Euro also. "Selbstverständlich", gibt sie zur Antwort. Das sei doch ein gutes Angebot gewesen.

Diese Bubbles kommen auch noch herunter - wenn der Euro untergeht.


Neu 2010-09-16:

[7:00] Wo Hedge-Fonds jetzt hineingehen: Burry, Predictor of Mortgage Collapse, Bets on Farmland, Gold


Neu 2010-09-15:

[9:15] Ganz schön viel Luftvermögen, das eigentlich nicht mehr da ist: Deutsche Sparer sind Gewinner der Finanzkrise

Laut einer Studie ist das globale Geldvermögen durch die Krise deutlich gesunken. Eine der wenigen Ausnahmen ist Deutschland.

Das Vertrauen in das Sparbuch und in die Lebensversicherung ist wohl noch grenzenlos - bis zur bösen Überraschung.

So kommt heute schon über die Hälfte der Vermögensmittelschicht (Menschen mit einem Vermögen von 5300 bis 31.600 Euro) nicht mehr aus den westlichen Industriestaaten. Bei der Vermögensoberschicht, die aus knapp einer halben Milliarde Menschen besteht, sind die reichen Länder des Nordens jedoch immer noch weitgehend unter sich. Doch wenn die Entwicklung des vergangenen Jahrzehnts sich fortsetzt, könnte sich auch dies bald ändern.

Soso, die globale "Vermögensmittelschicht" ist also im Bereich von 5300 bis 31600 Euro. Darüber beginnt wohl die "Vermögensoberschicht". Was sind dann die "High Net Worth Individuals"?

Mehr dazu: Globales Geldvermögen 82 Billionen

Hier der ganze Bericht: Allianz Global Wealth Report 2010

Gefällt dem Spiegel-Journalisten nicht: Schweizer dreimal so reich wie Deutsche

[10:00] Leserkommentar-DE - "Vermögensmittelschicht":

Heute schreibt Springers Welt: Die "Vermögensmittelschicht" besteht zwischen 5.300 und 31.600 €. Brüll und Lach!
Gestern die Zuschrift eines Bankmitarbeiters: 80% seiner 6 Mio Girokonten sind bereits zur Monatsmitte im Dispo.
Das geht über jede Realsatire weit hinaus, mir verschlägt es den Atem!

Mein Mitleid mit jenen dummdreisten Realitätsverweigerern, die künftig bei ihren Papiergeldanlagen bis auf die blutende Haut geschoren werden, bewegt sich inzwischen gegen NULL.

Das mit der "Vermögensmittelschicht" in der oben angegebenen Höhe dürfte auch bei unserer "Mittelschicht" stimmen. Warum sind sie mit dem Dispo gleichzeitig im Minus? Weil dieses "Vermögen" meist aus LVs oder ähnlichen Anlagen besteht, das ihnen "Berater" aufgeschwatzt haben. Anstatt damit ihren Dispokredit auszugleichen fehlt ihnen die Imagination. Ausserdem wäre das Konto gleich wieder im Minus, denn es würde mehr Geld ausgegeben. Die Masse denkt eben nur an den Konsum.

[12:00] Leserkommentar-DE - "Vermögensmittelschicht":

Es macht auf alle Fälle Sinn, Einkommensmittelschicht und Vermögensmittelschicht zu unterscheiden.
Viele Angehörige der Einkommensmittelschicht gehören zur Vermögensunterschicht, weil Sie ihr hohes
Einkommen oft nur in ertragsfreie Konsumgüter mit hohem Wertverlust gesteckt haben.
Bestes Beispiel: Ein mir Bekannter Anwalt mit “Counsel-Status” in einer US-Großkanzlei. Counsel heisst,
Er wird nie Partner, muss auf ewig buckeln wie ein Irrer, verdient dafür 40-50 K mehr als ein normaler angestellter
Anwalt. Also insgesamt 150 K im Jahr bei 70 Wochenstunden und jederzeitiger Kündbarkeit.
Er fährt einen Boxster, einen BMW X3 und hat sich jetzt für 500 K ein Haus “gekauft” in einer Gegend, in der
Ausser ihm niemand wohnt, der soviel verdient. (Höchstens ein paar Leute mit genügend cash, um ihm
Die Hütte für ein Butterbrot abzukaufen, wenn ihm das Wasser bis zum Hals steht.)
Seine Begründung: “Für irgendwas muss man das alles ja machen”
Bei soviel geistiger und kreativer Leere würde ich mir lieber eine Kugel in die Birne jagen.
Erinnert mich alles an einen song der US-Band “Rage against the machine”: “Just victims of the inhouse drive-by, they say
“Jump” you say “how high”?”

Ein anderer war schlauer: Er hat aus seiner Zeit in einer US-Galeere fast sein ganzes Gehalt gespart, weil er weiterhin gelebt hat
Wie ein Student, die gleiche angenehme Sorte von Freundin wie zu Studentenzeiten. Nach einem privaten Gespräch mit
Einem Goldman Sachs Investmentbanker hat er alles in Au und Ar gesteckt und sich selbständig gemacht.

Und wenn man denen sagt, sie sollen aus dem Fenster springen, tun sie es - wegen ihrer Verschuldung.


Neu 2010-09-14:

[12:15] Leserzuschrift-DE - Direktversicherung in Gold:

Ich habe eine fondsgebundene Direktversicherung. Nun ja, ich weis wie hardgeld.com dazu steht. Jedoch hat diese Direktversicherung auch den ZKB Gold ETF im Angebot. Ich habe 100% in diesen investiert. Auch wenn ich das Gold nie sehen werde, ein Anpruch besteht doch und zu einem gewissen Zeitpunkt, wenn Gold 10x höher ist als heute und Aktien 10x tiefer als heute, kann ich doch in einen guten Aktienfonds wechseln (ein Wechsel ist innerhalb einer Woche möglich), von dem ich dann 100x soviel bekomme als heute. Ist sicher besser als jeder andere Versicherungsschrott!

Ob das etwas bringt, man wird es sehen. Die Frage dabei ist, ob wirklich Gold in diesem ETF ist.
 

[7:00] Das Risiko bei Investitionen in ausländisches Farmland: The backlash begins against the world landgrab

The neo-colonial rush for global farmland has gone exponential since the food scare of 2007-2008.

Agrarland ist überall so ähnlich wie "heilig", muss in den Händen der eigenen Staatsbürger bleiben. Jetzt werden die Fonds, die in der 3. Welt in dieses Land investiert haben zurückgedrängt. Einteignungen eingeschlossen.


Neu 2010-09-12:

[20:30] Die Presse auf Rettungsboot-Trip: Let's make money: Gold, Silber und Landwirtschaft

Es ist an der Zeit, sich Positionierungen in Megatrends zu überlegen, die über die derzeitige Krise hinaus bestehen werden. Da gibt es derzeit zwei besonders markante: Edelmetalle und Landwirtschaft.

Leider wird nicht echtes Farmland in eigenem Besitz empfohlen, sondern Papier auf solches. Da könnte man enteignet oder betrogen werden.
 

[12:15] Der Beweis, dass die meisten Ferien-Immos auf Kredit gekauft werden: Ferienimmobilie als Geldanlage

Davon träumen viele Deutsche: ein eigenes Ferienhaus, wenn möglich im Ausland. Tatsächlich gibt es zurzeit günstige Angebote - dank niedriger Schnäppchenzinsen. Doch eine nicht dauerhaft bewohnte Immobilie macht viel Arbeit, und oft stellen sich die Banken quer.

Eine "Geldanlage" ist es nicht, reiner Luxus-Konsum. Derzeit werden die "Werte" dieser Immos gerade in den PIGS-Staaten vernichtet. Der Artikel beschäftigt sich hautpsächlich mit der Finanzierung auf Kredit. Für Kredit-Schafe der 2. Potenz.
 

[11:30] Ein echt abschreckendes Beispiel: Wie Madeleine Schickedanz ihre Milliarden verlor

Madeleine Schickedanz ist zwar durchaus ein Opfer von Arcandors Absturz, aber sie trägt auch viel Verantwortung für das, was in ihrem Unternehmen passiert ist. Sie sah mit an, wie die Fusion mit Karstadt mangelhaft umgesetzt wurde, wie sich immer neue Manager mit ihren Ideen, die die Bezeichnung Konzept oft nicht verdient hatten, austobten. Wie die Topangestellten das Unternehmen als Selbstbedienungsladen missbrauchten, aber die Zukunft verschliefen. Wie Marken mit exzellentem Bekanntheitsgrad verstaubten. Wie sicher geglaubte Arbeitsplätze von Mitarbeitern mit einem hohen Identifizierungsgrad wackelig wurden und schließlich zu Tausenden verschwanden.

Sie konnte nie mit Geld umgehen und war in Investment- und Unternehmensdingen völlig ahnungslos. Dann hat sie noch ihr letztes Geld in dieses Fass ohne Boden geworfen. Das war das Ende.

Das sollte eine Warnung an alle Unternehmer sein. Wenn die Lage der eigenen Firma hoffnungslos ist, nicht das letzte Privatvermögen auch noch hineinwerfen, sondern einen Schlusstrich ziehen. Nicht aus Prestige-Gründen versuchen, wie die Schickedanz den schönen Schein aufrechtzuerhalten.


Neu 2010-09-11:

[15:45] Wie AWD & co arbeiten: Die Machenschaften des Finanzdienstleisters AWD

Tausende Geschädigte und eine Flut an Klagen: In Wien beginnt nächste Woche ein Gerichtsverfahren gegen AWD. Ein Opfer und ein Berater der Swiss-Life-Tochter erzählen, wie der Finanzdienstleister operierte.

Nicht nur AWD arbeitet so, die gesamte Branche drückt den Konsumenten irgendwelche Anlageprodukte für die eigene Provision drauf. Egal ob Lebensversicherungen, Aktienfonds, Schiffsfonds, Kredite, PV-Anlagen, etc. Der eigene Leasing-BMW muss schliesslich finanziert werden - monatlich.

In Österreich hat es AWD mit der Immofinanz-Aktie zu toll getrieben. Dort ist das Land für diese Firma jetzt verbrannt.
 

[13:00] Leserzuschrift-AT - Biogasanlagen, Verschuldete Landwirte:

Werden Biogasanlagen als Genossenschaften oder auch anderen Wirtschaftsverbänden geführt, wenn mehrere Landwirte das betreiben ? - Wenn diese als Genossenschaften geführt werden, so sind bei einem Zusammenbruch nicht nur die Schulden der Anlage sondern auch die Genossenschaftsanteile in mehrfacher Summe, je nach Genossenschaftsvertrag fällig. Da diese Anlagen sowieso nur Verluste einbringen, kann man davon ausgehen, dass sehr viele Landwirte auch durch üblicherweise hohen Eigenbetriebs- und Privatschulden (Bauwut) pleite gehen werden.
Kann man somit als Investor davon ausgehen, dass für ein gewisses Zeitfenster Ackerland günstig zu erwerben ist ?

Vermutlich gibt es neben der Nachschusspflicht der Genossenschaft auch noch persönliche Kredithaftungen der Genossenschafter. Wird ein echtes Debakel für diese - Bauernfängerei. Die Erzeuger und Verkäufer der Anlagen haben schon kassiert und das Risiko den Schafen überlassen.

Sobald das Kreditsystem kippt, kommen auch unzählige Bauern dran. Aber Agrarland wird sich in Geld besser halten als andere Immobilien. Gegenüber Gold wird auch Agrarland signifikant im Preis sinken. Dann kann man zuschlagen.


Neu 2010-09-10:

[20:30] Kann man Millionäre einfach so "kaufen"? DZ Bank kauft Luxemburger Millionäre

Die genossenschaftliche DZ Bank übernimmt 10.000 reiche Privatkunden der Unicredit in Luxemburg. Die entsprechenden Berater wechselten ebenfalls zum Spitzeninstitut der meisten Volks- und Raiffeisenbanken, teilte die DZ Bank am Freitag mit. Finanzkreisen zufolge geht es um verwaltetes Vermögen in Höhe von rund 2,5 Mrd. Euro. Das Frankfurter Geldhaus lege dafür einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag auf den Tisch. Damit stärkt die DZ Bank wie geplant auch mit Zukäufen ihr noch kleines Geschäft mit vermögenden Kunden.

Offenbar schon. Denn auch die meisten Millionäre sind bei Investitionen Schafe, zahlen hohe Provisionen für Finanzprodukte mit wenig oder gar keinem Ertrag. Nur etwas vornehmer behandeln muss man sie, als das Normalschaf.

Was in diesem Fall passieren wird: die übernommenen Banker werden neue Marschbefehle bekommen: Austausch der Portfolios gegen die hauseigenen Produkte - auch genannt "Fund-Thrashing".


Neu 2010-09-08:

[15:15] Die Schafe gehen wieder in die gefährlichen Banken: Die Gier der Kunden ist zurück

Viele Bankkunden lassen sich von Lockangeboten für Tages- und Festgeld ködern. Besonders ausländische Institute fallen dabei mit Traumkonditionen auf. Doch erkauft werden diese oft auf Kosten der Einlagensicherung. Mahnende Beispiele wie Kaupthing oder die Noa Bank scheinen schon wieder vergessen.

Man kann ihnen nicht helfen. Warum bietet eine Bank höhere Zinsen? weil sie sonst kein Geld bekommt. Wobei von "hohen Zinsen" unterhalb von 5% gar nicht gesprochen werden kann. Mit Gold und Silber sind wir eine ganz andere Performance gewohnt. Aber das kennen die Schafe noch nicht.
 

[7:15] Von der Illiquidtät der Immobilien: Offener Immobilienfonds im Überlebenskampf

Offene Immobilienfonds sollen anders als geschlossene börsentäglich verfügbar sein. Während geschlossene Fonds eine unternehmerische Beteiligung an einem Objekt bieten, werben offene Immobilienfonds damit, dass Anleger Zugang zu einem breiten Portfolio erhalten. Im Zuge der Finanzkrise im Herbst 2008 kam es jedoch zu hohen Mittelabflüssen, so dass viele offene Immobilienfonds die Rücknahme von Anteilen verweigerten. Insgesamt sind derzeit rund 25 Milliarden Euro in offenen Immobilienfonds eingefroren.

Man wollte über diese Fonds die Immos "liquide" machen, sobald zu viel Geld abgezogen wird, müssen die Fonds schliessen. Also doch nicht liquide.

[11:30] Leserkommentar-DE dazu:

Was soll das alles mit Liquidität... Immos sind mit die illiquidesten Dinge die man in Zukunft haben kann. Es gibt nur noch eins: Gold und Silber physisch am Mann haben, und oder wer mit Rohstoffen arbeitet, diese Rohstoffe je nach Nutzung selektiert auf Halde haben. Der überwiegende Rest ist absehbarer Selbstmord.

Weil Immos egal welcher Art fast immer auf Kredit gekauft werden. Wenn es dann keinen Kredit mehr gibt...

[11:30] Leserkommentar - zu offenen Immobilienfonds:

Auch wenn nur 1 Tag Zeit bleibt, raus, raus, raus...
Als ich aus dem SEB Immoinvest raus wollte bekam ich Anrufe von meiner SEB Kundenberaterin. Warum ich raus wolle, das Produkt wäre super. Ich habe trotzdem verkauft und 3 Wochen später war SEB Immoinvest illiquide und wurde für Mittelabflüsse eingefroren.
Dennoch gab es "Investoren" die für Mittelzuflüsse gesorgt haben, einzahlen konnte man noch...


Neu 2010-09-07:

[18:00] AUS DEM RIESENREICH DER IDIOTEN: Sinnlich investieren

Nobeluhren, Wein und Diamanten sind eine schöne Geldanlage. Sie bringen sogar Rendite. Und schützen die Sammler vor Inflation.

Solche Sachen empfehlen Privatbanken ihren reichen Kunden - nachdem das Plansoll an hauseigenen Fonds erfüllt ist.

Diese Sachen sind total illiquid und stürzen in einer Depression total ab.
 

[14:00] Leserzuschrift-DE - wenn der Vermieter pleite geht:

Sehr richtig: Die Nebenkosten sind die Miete, nicht die Hauptkosten, aber:
Hier gilt nicht nur 'Hausbesitzer aufgemerkt', sondern auch 'Mieter aufgemerkt'. Nur wer SELBST die Vertraege ueber moeglichst viele der Nebenkosten abgeschlossen hat, bekommt im Falle der Insolvenz des Vermieters noch Strom, Wasser, Gas. Es gibt schon viele Faelle in Deutschland (auch bei Wohnungsgenossenschaften), wo die Mieter fuer die Nichtweiterleitung von Nebenkosten durch den Vermieter am Ende den Schwarzen Peter gezogen haben.

In dieser Zeit gilt: Auch 'Mieten' will als Investition wohl ueberlegt und gut geplant sein, wenn man nicht am Ende viel Geld und Lebensqualitaet verlieren will. Es geht nicht nur um die realistische Einschaetzung der Wohnungsgroesse und des Umfeldes (inklusive dessen zukuenftiger Entwicklung), sondern gerade auch um die Versorgungssicherheit bei 'Ausfall' des Eigentuemers. Nur einige der warnenden Fragen:
Wer will schon in noch so guter Lage und mit wunderschoenem Blick im siebten Stock wohnen, wenn der Aufzug wegen abgestellten Allgemein-Stroms nicht funktioniert?
Wer will schon keine neue Wohnung mehr finden, weil der alte Vermieter/das alte Umfeld zwischenzeitlich einen so schlechten Ruf erworben hat, dass kein neuer Vermieter einem mehr aufnehmen will?
Wer will schon nach dem Auszug noch fuer irgendwelche vom Vermieter unterschlagenen Nebenkosten geradestehen muessen, die angeblich dort nie eingegangen sind?

Wenn solche Sachen passieren, dann sollte wohl der Mietvertrag hinfällig sein. Also raus.

Neu 2010-09-05:

[16:30] Richtig, "Wer Anleihen kauft, setzt auf den falschen Teufel": Angstsparen wird riskant

Die Furcht vor einer neuen Rezession hat die Kurse von Anleihen in die Höhe und Bundrenditen auf ein Rekordtief getrieben. Kursverluste drohen mittelfristig eher am Anleihen- als am Aktienmarkt, meinen Analysten. Angstsparen wird riskant, da Notenbanken weiter Geld drucken und Rohstoffpreise anziehen.

Sobald die Bonds crashen, crashen auch die Aktien und die Währungen. Man muss aus allem Papier raus.
 

[12:15] Am richtigen Weg: Wenn nur noch Bares zählt

Reich an Geld, aber auch reich an Sorgen: Jürgen Naß hat seine Konten leergeräumt, sämtliche Fonds verkauft, jedwede Lebensversicherung gekündigt. Er ließ sich alles bar auszahlen. Mit dem Geld will er Wald kaufen, vielleicht ein Grundstück. Und Gold. Warum? Der Unternehmer fürchtet die Inflation - wie so viele Reiche.

Der 1. Schritt ist getan: Auflösung der Papieranlagen. Der 2. Schritt: Umsetzung in Realwerte sollte erfolgen, bevor die Währugnsreform kommt.
 

[8:00] Aufpassen, ihr bekommt noch den Haircut: Zahl deutscher Millionäre auf Rekordniveau

Die deutsche Wirtschaft boomt - und auch das Geldvermögen der Bundesbürger wächst rasant. Die Verluste aus der Finanzkrise sind laut einer DIW-Studie inzwischen komplett ausgeglichen. Davon profitieren besonders die Reichen: Noch nie gab es hierzulande so viele Vermögensmillionäre.

Wie viele dieser "Millionäre" wird es in einem Jahr nach der Währungsreform noch geben?

PS: das Bild im Artikel ist das, wie sich der kleine, verschuldete Journalisten-Maxi das "Reichsein" vorstellt. Kaum ein echter Millionär zündet sich eine Zigarre mit einem Dollarschein an. Die meisten Millionäre essen ganz gewöhnliche Sachen und kaufen die meisten Dinge im Ausverkauf - weil siie dort billiger sind.
 

[18:30] Leserzusendung - Investment-Empfehlung des Cartoonisten: Politiker-Put:

SO MACHT MAN GEWINNE IN DER KRISE!

Vielen Dank. Natürlich nur, falls ein Emmittent es wagt, solche Optionen auszugeben - ein sicheres Verlustgeschäft.


Neu 2010-09-04:

[14:00] Schon gemacht? der Haircut kommt bestimmt: Holen Sie ihr Geld von der Bank

[11:45] Leserzuschrift-DE - wo der Mieter ein gefragtes Gut ist:

Ich wohne als Mieter bei einer Wohnungsgesellschaft in Mecklenburg.
Durch den hohen Leerstand hier in der Gegend ist der Mieter ein gefragtes Gut. Die Wohnung wird nach Wunsch hergerichtet, Einmischungen in private Angelegenheiten sind undenkbar (14 Tage Voranmeldung lt. Vertrag). Weiters bekam ich einen Flecken Land für Laube mit Terasse zum Feiern und Grillen (60 m²). Ich bot eine Pauschale von 10 - 20 EUS pro Monat für den "Hügel". Wurde aber nicht angenommen. Deren Motto: Ein Mieter der es sich schön einrichtet, rennt nicht morgen wieder weg. Auch die anderen Mieter richten/richteten es sich auf diesem ländlichen Anwesen gut ein. Einige Mietverträge sind nun schon über 40 Jahre alt und beide Seiten zufrieden.

Aufpassen, "Hausherren": das was hier geschildet wird, wird überall kommen. Besonders bei grossen Wohnungen, wenn sich diese kaum mehr jemand leisten kann.


Neu 2010-09-03:

[9:45] Leserzuschrift - Mieterauswahl:

um sich vor Mietnomaden und Messies zu schützen, gibt es eine relativ einfache Vorgehensweise:
1. Selbstauskunft (inkl. Name und Adresse des derzeitigen Vermieters) einholen und Gegenchecken!
2. Keine Diskussion bzgl. der Kaution.
3. Einfach einen Mietvertragsentwurf unangemeldet persönlich beim potentiellen Mieter an der angegebenen Adresse vorbeibringen.

Der Aufschrei im befreundeten Vermieterkreis war zunächst groß, als ich diese Taktik (insbesondere Punkt drei) vorstellte, aber inzwischen sind etliche Vermieter auf diesen Zug aufgesprungen...
Klar ist da etwas mehr Aufwand von Nöten, aber bevor ich eine hochwertige Immobilie im Gegenwert eines Italienischen Sportwagens einfach so herausrücke, nehme ich mir die Zeit dafür.
Sie können sich nicht vorstellen, was für vermüllte, verwanzte und verdreckte Wohnungen ich bei diesen Hausbesuchen erlebe - ganz im Gegensatz zu dem äußeren Erscheinungsbild der potentiellen Mieter beim Besichtigungstermin. Auch ein kurzes Gespräch mit Nachbarn im Treppenhaus ist teils extrem aufklärend.

Der potentielle Mieter, dem diese Vorgehensweise nicht passt, mich beim Hausbesuch beschimpft oder der mich erst garnicht in seine Wohnung lässt, fällt durch's Raster - so einfach geht Das..! Einschränkend muss ich natürlich zugeben, dass diese Vorgehensweise nur dann wirklich funktioniert, wenn man selbst hochwertige Immobilien im Bestand hat und ein gewisser Nachfrageüberhang existiert. Für eine Bruchbude, die sowieso kaum zu vermieten ist, lohnt dieser Aufwand in der Regel nicht.

Sehr gut, immer schön Due Diligence machen, auch bei potentiellen Mietern.

[11:30] Leserzuschrift-AT zu Mieterauswahl:

zu diesem Satz und zu dieser Zuschrift möchte ich meinen Senf dazugeben, ich spreche hier aus etlichen Jahren Maklererfahrung:

Einschränkend muss ich natürlich zugeben, dass obige Vorgehensweise nur dann wirklich funktioniert, wenn man selbst hochwertige Immobilien im Bestand hat und ein gewisser Nachfrageüberhang existiert.

Grundsätzlich meint JEDER Vermieter, er habe eine hochwertige Immobilie und es bestehe ein Überhang in der Nachfrage ... JEDER Vermieter meint, er besässe den Goldschatz schlechthin und die doofen Mieter haben sich gefälligst darum anzustellen ... am liebsten wäre den Vermietern ein Bankdirektor oder zumindest ein Generaldirektor ...

Nachdem auch sie in ihrem Kommentar dazu raten, eine Due Diligence beim Mieter durchzuführen, kann ich jedem angehenden Mieter nur raten, selbiges bei den Vermietern zu machen ...

Ich habe selten vernünftige Vermieter kennen gelernt, die übergrosse Mehrzahl meint, wie schon gesagt, sie besässen das Prunkstück schlechthin und der Mieter habe gefälligst dafür zu bezahlen, allerdings wäre es den meisten Vermietern nur recht, wenn sein Wohngegenstand selten bis gar nie benutzt werden würde ...

Insofern kann ich Leute verstehen, die, wenn auch auf Kredit, ein Eigenheim erwerben, nur um lästigen und oftmals aufsässigen Vermietern zu entgehen ...

Gesagtes gilt natürlich nur für private Vermieter - hier drängt sich zwangsläufig ihr oft genanntes Phänomen des Hausherrnspielens auf (oder wenn der Bettelmann aufs Ross kommt) - Genossenschaftliche Vermieter lassen in der Regel den Mietern mehr Freiraum ...

Gesagtes liegt mir schon länger auf der Zunge, zumal sie ja immer wieder raten, eine Immobilie zu veräußern und in Miete zu gehen.

Aha, das "Hausherren-Denken" verdreht den Kopf.

[20:00] Leserkaommentar-DE - Gutsherren-Mentalität:

der Leserzuschrift 11.30 über die Mieterauswahl möchte ich absolut zustimmen. Vor dem Erwerb meiner selbstgenutzen Wohnung hatte ich zahlreiche Mietwohnungen angeschaut. Also so manche Vermieter hatten schon fast Gutsherren ähnliche Starallüren ihren eventuellen künftigen Mietern gegenüber raushängen lassen.
Dies war für mich neben dem Thema Eigenbedarfskündigung einer der Hauptgründe warum ich meine eigenen vier Wände einer Mietwohnung vorzog.
Nebenbei, hätte mich eine Mietwohnung in vergleichbarer Wohnlage und Ausstattung etwa doppelt so viel im Monat gekostet.

[21:00] Leserkommentar-DE - Gutsherrenmentalität beim Vermieten einmal andersrum:

Wie Sie wissen, bin ich auch Vermieter. Nein, ich bin Dienstleister am Bürger, der meine Wohndienstleistung kauft. Für mich sind Mieter KUNDEN!!!!!!
Ich bin lediglich DIENSTherr und so höflich verhalte ich mich auch. Die Mieten liegen ca. 10 % unter Niveau bei höherem Komfort. Das gelingt natürlich nur, wenn man die Immo sehr günstig erworben hat. Mietermodernisierungsvereinbarungen zudem versetzten die Mieter in die Lage, das Mietobjekt nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, was diese dadurch emotionaler an jenes bindet. Der Kontakt ist eher freundschaftlich-kollegial, was dazu führt, daß jene Tätigkeiten freiwillig übernehmen, die ich sonst über Fremdleistungen den Mietern in Rechnung stellen müsste. Somit sind auch die Betriebskosten konkurrenzlos günstig.
Als vor zwei Jahren ein Mieter ausziehen musste, man mir gutachterlich daraufhin prognostizierte, daß es hier im Nordosten sehr schwer ist neue Mieter zu finden, wiederlegte ich das promt und trotzig, indem nach nur 12 Tagen die Wohnung wieder bezogen wurde.
Der Fisch fängt eben am Kopfe an zu stinken. Alles nur eine Einstellungsfrage- ist an sich recht einfach.
Nur nebenbei-meine Mietrendite liegt trotzdem bei 12 % p.a.und damit doppelt so hoch wie üblich. Somit genehmige ich mir jetzt auch eine Luxusfassade im Gutsherrenstil - natürlich Cash bezahlt und das gilt für mich als Konsum ( määh), nicht als Investition, denn Träume soll man auch mit verdientem Geld mal verwirklichen.

Es gibt aber diese Gutsherren-Mentalität bei vielen Vermietern. Das muss noch irgendwie aus der Gründerzeit herrühren, wo der Hausherr schalten und walten konnte, wie er wollte.

[21:00] Leserkommentar-DE - Vermieten nach Gutsherrenart:

das mag schon sein, dass einige sich selbst völlig überschätzende Vermieter Mietinteressenten wie späte „Duodez-Fürsten“ behandeln.

Diese überheblichen Allüren vergehen den Herrschaften aber endgültig, wenn sie sich mit ihren Mietern vor Gericht treffen, Anlässe dazu gibt es immer genügend: ca. 70 – 80 % aller Mietprozess in der BRD gehen zu Gunsten der Mieter aus. Die deutsche Mietrechtssprechung ist extrem schieflastig vergleichbar der untergehenden Titanic.

Ihr wiederholter Rat, von der Vermieter- auf die Mieterseite zu wechseln, ist auch hier: goldrichtig.

Aber dieses alte Prestige des Vermieters hat offenbar alle Gesetzesänderungen zu Gunsten der Mieter überdauert.

Zur Gründerzeit (um 1900) war zumindest in Wien die Hoffnung der Mieter: "auch Hausherren sind schon gestorben". Das wirkt nach - bei den potentiellen Vermietern und dem Gesetzgeber.


Neu 2010-09-02:

[18:00] Steuerspar-Gier frisst Hirn komplett: Angepumpt und abgezockt

Sie wollten Steuern sparen und wurden in den Ruin gestürzt: Die Bank DKB hat reihenweise Schrottimmobilien für Kleinverdiener finanziert.

Was ist das? Kleinverdiener zahlen ohnehin keine oder kaum Lohnsteuer. Für sie rentiert sich soetwas gar nicht. Es ging nur um die Provisionen der Verkäufer. Jetzt werden auf diese Art auch die "Kleinschafe" geschoren.
 

[17:15] Leserzuschrift-DE - aus einem Newsletter - das kann dem Vermieter auch (noch) passieren:

anwalt.de-Tipp: Vermieter haftet bei „kalter“ Wohnungsräumung

Mietnomaden und verschollene Mieter sind für den Vermieter ein Ärgernis. Um die Wohnung schnell weitervermieten zu können, möchten viele Vermieter sie schnell räumen. Doch hier ist Vorsicht geboten. Denn der Vermieter darf die verlassene Wohnung nicht einfach eigenmächtig räumen. Das bestätigte kürzlich der BGH. Ein Mieter war für mehrere Monate verschwunden und als vermisst gemeldet. Nachdem zwei Monate keine Miete bezahlt wurde, kündigte der Vermieter fristlos. Im Folgemonat entsorgte er einen Teil der Wohnungseinrichtung. Einige Sachen, die er in der Wohnung vorgefunden hatte, lagerte er bei sich ein. Als der Mieter wieder auftauchte, forderte er Schadensersatz wegen der Gegenstände, die bei der Räumung abhandengekommen, verschmutzt oder beschädigt worden waren. Ein vom Mieter beauftragter Sachverständiger schätzte den Schaden auf rund 62.000 Euro. Der VIII. Senat gab jetzt dem Mieter Recht. Räumt der Vermieter eine Wohnung ohne gerichtlichen Titel, stellt dies eine unerlaubte Selbsthilfe gemäß § 229 BGB dar. Das gilt auch, wenn der Aufenthaltsort des Mieters unbekannt ist und er eigentlich wegen der Kündigung kein vertragliches Besitzrecht mehr an der Mietwohnung hat. Räumt der Vermieter die Wohnung aus, haftet er für den daraus entstehenden Schaden gemäß § 231 BGB - und zwar unabhängig davon, ob ihn daran ein Verschulden trifft oder nicht.

(BGH, Urteil v. 14.07.2010, Az.: VIII ZR 45/09)

Aber das macht ja alles nichts, es ist ja so prestigeträchtig, "Hausherr" zu sein.

In einem anderen Fall, so berichtet ein Leser, bekam er bei einem ähnlichen Vorfall nichts, hängt wohl vom Richter ab.

[18:00] Zuserzuschrift-DE - wers bei Immobilien nicht lassen kann:

den Mieter IMMER über einen Makler holen. Hohe Eitnrittshürde über Kaution udn Mietvorauszahlugn, immer schön in Bar. Mietnomaden und chronisch Säumige werden zu 99% ausgeschlossen, da wiederholungstäter in Inkassodatenbanken stehen auf die der Makler Zugriff hat.
Verwertbares ist bei solchen Mietern nicht da, da ist nichts zu verkaufen, die Wohnugnen sind in de Regel vermüllt und die Einrichtung kaputt.

Aha, vorsortieren lassen.
 

[12:15] Auf dem Holzweg: Anleger stürzen sich auf Immobilien

In Krisenzeiten steigt das Interesse an Wohnimmobilien steil an. Seit der Lehman-Pleite ist die Nachfrage nach Kaufobjekten um das Vierfache gestiegen, das zeigt eine exklusive Untersuchung. Niedrige Zinsen und der Schutz vor Wertverlust treiben die Käufer an. In einigen Regionen übersteigt die Nachfrage bereits deutlich das Angebot. Preise und Mieten steigen.

Die Gründe dafür sind primär niedrige Kreditzinsen und sekundär Euro-Flüchtlinge.

Abe passt auf, was passiert, wenn die Kreditzinsen einmal jenseits von 50% sind.


Neu 2010-08-31:

[15:15] NEWS FROM THE MADHOUSE: Mit Oldtimern sind hohe Renditen möglich

Von 800.000 auf vier Millionen Dollar in zehn Jahren – mit alten Autos können Anleger höhere Gewinne machen als mit Aktien.

Diesen Artikel hat die Welt von den Bloomberg-Lohnschreibern übernommen. Selbstverständlich erscheint soetwas am Höhepunkt einer Bubble. Wenn es wirklich gekracht hat, dann werden diese "Kostbarkeiten" zum Niedrigstpreis verramscht, da sie real niemand braucht - ausser zum Angeben (auf Kredit).

Merke: Sammlerobjekte sind besonders konjunkturabhänig und wenig liquid. Sie steigen daher hoch, wenn es leicht Kredit gibt und fallen dann tief.
 

[8:45] Welt: Vermieten von Wohnungen lohnt sich nicht mehr

Der Eigentümerverband Haus & Grund ist unzufrieden mit der Ausgestaltung des Mietrechts. Auch die Grundsteuer sollte vereinfacht werden.

Da kommt man erst jetzt dahinter? Vermieten "lohnt" sich schon, auf jeden Fall ideell und prestigemässig. Man darf sich "Hausherr" nennen.


Neu 2010-08-30:

[16:15] Das Ende des Bargeldes? The Death Of Cash? All Over The World Governments Are Banning Large Cash Transactions

Die Regierungen möchten es natürlich, damit niemand ihren Steuern entkommt. Aber das Bargeld wird wieder auferstehen, als Gold und Silber - nach dem Ende des elektronsichen Geldes.
 

[15:00] Leserzuschrift-DE - Versicherung-Blutegel: Wenn die Honorarvereinbarung zum Bumerang wird

Bei dem Vertrag handelte es sich um eine sogenannte Nettopolice, deren Beitrag ohne eine Provision für die Vermittlung des Vertrages kalkuliert wurde. Damit der Vermittler nicht umsonst arbeiten musste, unterzeichnete der Beklagte nicht nur den Versicherungsantrag, sondern auch eine „Vermittlungsgebühren-Vereinbarung“, in welcher er sich zur Zahlung einer Vermittlerprovision in Höhe von etwas mehr als 6.000 Euro, zu zahlen in 60 Monatsraten, verpflichtete.

das muss man sich geben, so wird man von Versicherungsvermittlern abgezockt!
Ich bin ja einiges gewöhnt, aber das es so etwas gibt, hätte ich nicht gedacht!
Da wird man über den Tisch gezogen ohne Ende und zahlt, wenn alles gut geht, ohne Ende,
ohne das man es merkt! Und dann zieht der Vermittler vor Gericht bei einem Kunden, der
sich fürs Alter absichern will, aber eh nichts mehr in den Taschen hat.

6000 Euro Provision nur für den Verkauf einer Lebensversicherung. Das ist richtiger Wucher. Muss ein ganz schon dicker Leasing-BMW sein, der so finanziert wird.


Neu 2010-08-28:

[13:15] Wie man die Schafe auch abzockt: Wo die Milliarden versickern

Sie versprechen sich hohe Renditen, eine sichere Rente oder den Schutz vor Inflation. Doch auf dem Grauen Kapitalmarkt verlieren Anleger jedes Jahr Milliarden an Ersparnissen - weil sie die Angebote nicht verstehen oder schlicht übers Ohr gehauen werden. Warum immer wieder Kunden auf die unseriösen Anbieter reinfallen.

Besonders die Ärzte sollten aufpassen. Denn die verdienen viel, haben aber meist wenig Ahnung von Investments. Daher sind diese Haie besonders hinter ihnen her. Jeder mit einem Dr. ist Freiwild für diese Haie.
 

[12:30] Wie man in Krisen Geld verdient - Beispiel Chile: Hyperinflation, Part II: What It Will Look Like

So he took those $3,000, went down to the stock exchange, and spent all of it on Chilean blue-chip companies: Mining companies, chemical companies, paper companies, and so on. The stock were selling for nothing—less than penny stock—because of the disastrous policies of the Allende government. His stock broker at the time told him not to buy stocks, as Allende’s government, it was thought, would soon nationalize these companies as well.

Alfredo ignored his broker, and went ahead with the stock purchases: He spent all of his $3,000 on buckets of near-worthless equities.

On September 11, 1973, the commanders in chief of the four branches of the Chilean military staged a coup d’état. Within a year, Alfredo’s stock had rebounded about ten-fold. Since then, they’ve multiplied several thousand-fold—yes: Several thousand-fold. Don Alfredo has lived off of that $3,000 investment ever since—it’s what made him a multi-millionare today.

What do these two true stories tell us? Simple: Buy when there’s blood on the streets.

Aus $3000 sind inzwischen viele Millionen geworden. $3000 investiert in Aktien zu einer Zeit, wo die Lage "aussichtslos" erschien.

Derzeit brauchen wir nur abwarten und in "sicherem" Geld - Gold/Silber zu bleiben, bis die Lage aussichtslos erscheint. Dann investieren. Dazu brauchen wir gar nicht traden, wie der Platin-Investor und andere. Nur warten.

PS: dieses reale Beispiel zeigt, dass auch in Hyperinflationen die Assetpreise in das Bodenlose sinken.

PPS: Wenn man richtig positioniert ist gilt: man verdient mehr, wenn man schläft.


Neu 2010-08-26:

[19:00] Warum nicht gleich Gold/Silber? Wohin mit dem Geld?


Neu 2010-08-24:

[21:00] Zum Klima Artikel: Das Problem der mittelschichtstypischen Vermögensfallen und die Möglichkeit einer relativen Schnell-Auflösung dieser Vermögens-VERNICHTUNGS-Anlagen must read!

Exzellenter Artikel, er zeigt wie die (obere) Mittelschicht praktisch ausschliesslich in Kredit- und Papierwerten ist. Die Mehrheit wird daher praktisch alles verlieren. Weil sie nicht rechtzeitig aussteigen wird, oder gar nicht kann.

Ein Punkt fehlt grossteils: Werte vor und nach dem Crash/Währungsreform: es ist heute schon so, dass man aus manchen Assetklassen nur schwer oder gar nicht rauskann. Oft dauert es sehr lange und gelingt auch nur mit grossen Abschlägen, wie den Ost-Immos. Das ist heute VOR dem grossen Haircut. Danach wird es gar nicht mehr möglich sein, bzw. nur mit grössten Abschlägen. Bei Immos mit einer Verkaufsdauer vom 1 Jahr oder so, wird man vermutlich alles verlieren, da das System crashen wird, bevor man sein Geld hat.

Die Geschichte aller Finanzkrisen zeigt, dass die Masse die Anzeichen dafür nicht sehen will und daher wartet. Danach hat sie keine Chance mehr, etwas zu retten. Es ist genau diese Falle, die die Mittelschicht ohne reale Investment-Erfahrung trifft. Daher RAUS; RAUS; RAUS


Neu 2010-08-23:

[13:45] Verhandlungstipps für Lohnsklaven: So steigen Ihre Chancen auf Gehaltserhöhung

[12:45] „Fonds werden nicht gekauft, sondern verkauft“: Ein Hoch auf die Direktanlage

Fondsmanager haben es viel schwerer als private Anleger, Geld richtig zu investieren. Dafür sprechen gleich mehrere Gründe.

Haben es alle verstanden? Zusätzlich zu den Vertriebsprovisionen verhindern noch einige andere Faktoren eine gute Performance der Fonds. Diese kann man daher leicht schlagen.

Neu 2010-08-22:

[21:15] Leserfrage: Arbeitsvertragsklausel " Hyperinflation":

als jahrelanger Stammleser habe ich nun eine Frage an Sie bzw. an Leser Ihres Internetportals hartgeld.com. Meine Frage könnte ebenfalls auch viele Leser interessieren, daher dürfen Sie diese auch gerne veröffentlichen (bitte Anonym):

Ich plane ich naher Zukunft einen Jobwechsel und bin mir über die Ausarbeitung des Arbeitsvertrages noch unsicher. Gerne würde ich meine mögliche Gehaltserhöhung gem. Entwicklung der Inflationsrate (HVPI Index oder equivalent) anpassen - habe jedoch keine Erfahrung wie man dies in der Praxis im Arbeitsvertrag umsetzen könnte. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie oder einige Ihrer Leser (z.B. Juristen) hierzu Stellung nehmen und mir Tipps mit auf den Weg geben könnten.

Ich bedanke mich recht herzlich auch für Ihr unermüdliches, jahrelanges Engagement. Machen Sie weiter so!

Eine sehr berechtigte Frage. Arbeitnehmer gehören meist zu den Verlierern einer Hyperinflation. Ob sich ein Arbeitgeber aber auf entsprechende Klauseln einlässt, ist eine andere Sache.

Bei Freiberuflern ist es in Hyperinflationen und danach üblich (Russland, Israel), das Honorar in "harter Währung" festzulegen, also in diesen Beispielen in US-Dollars. Hier wird nur Gold in Frage kommen. Das machen alle Anbieter "wertvoller" Güter und Dienstleistungen in einer Hyperinflation. Bringt man anschliessend kaum mehr weg.


Neu 2010-08-21:

[15:30] Leserzuschrift-DE - Rat an deutschsprachige Bauwillige die verstehen wollen:

Legt eure Euros schnell in Gold und Silber an! Jetzt im Crack up Boom nicht mehr bauen! Wer so blöd ist und trotzdem noch vorm Währungscrash baut, weil die Zinsen grad so niedrig sind, dem ist nicht zu helfen, da es bald nur noch variable Zinsen gibt, und die sind dann demnächst nicht mehr bezahlbar!!!
Wir wissen was kommt. Hartgeld.com offensichtlich auch. Wir Handwerker kommen nach dem Crash nur für Gold und Silber als Tagelöhner! Tagespreis heute: ca. 20 Unzen Silber, Gold natürlich bei umfangreichen Arbeiten besonders herzlich willkommen. Wird bald viel weniger EM sein! Ein Glaserl Wein, ein saftiges Steak und eine Havanna werden zum Mittag u.a. besonders willkommen sein.

Liebe Leute bitte seid gescheit, in Eurem Interesse!

Die Häuser der heutigen Schuldsklaven werden massenhaft auf den Markt fliegen, wenn es keine Kredite mehr gibt.


Neu 2010-08-20:

[13:00] Leserzuschrift-DE - Luxus wird in der Krise nicht bezahlt:

um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Immobilien in Gold wert sind und wie sie sich in einer Depression entwickeln, ein Beispiel aus unserer Gegend aus den 20er Jahren:

1925 wurde nach einem Brand bei einem großen Vierseithof von den verschwenderischen Besitzern eine Art Architektenvilla errichtet, Kostenpunkt 125.000 RM. Dies entspricht in etwa bei einem kurs von 1g Gold für 2,7 RM sage und schreibe ca. 45 kg Gold, nach heutiger Rechnung wären dies ca. 1,4 Millionen Euro! Würde man heute einen Architekten beauftragen, und ein derartiges Haus hinstellen, wäre man wohl auch nicht weit von der Million weg.

4 Jahre später hatte die Verschwendungssucht die Besitzer so weit gebracht, dass der Hof versteigert werden musste. Der Hof wurde, im Zuge der Weltwirtschaftskrise Ende 1929 incl. allem Inventar, aller Gebäude (alle neu errichtet) sowie 50 Ha. Grundbesitz für den gleichen Betrag verkauft, den 4 Jahre zuvor nur das Haus verschlungen hatte. Da die Grundstücke im Preis noch recht stabil waren zu der Zeit, war bei der Immobilie ein faktischer Wertverlust von 100% zu verzeichnen. Luxus wird in der Krise nicht bezahlt, solvente Käufer sind Mangelware, und wohlgemerkt: 1929 war erst der Beginn der Krise!

Aber das ist den Luxus-Verrückten egal - bis sie ihren "Luxus" verschenken müssen.
 

[10:30] Leserzuschrift-DE (Norddeutschland) - Haeuserpreise in Gold:

vor ca. drei Wochen wurde hier im Ort ein Haus aus dem Jahre 1910 abgerissen.
Im Grundstein des Hauses befand sich ein Brief der Erbauer, worauf auch die Hausbaukosten angegeben waren.
Fuer den Hausbau wurden seinerzeit 18.500Mark (ca.6,5Kg Gold) aufgewendet.
Dies entspricht heute ca. 200.000 Euro
Allerdings bekommt man fuer 200.000Euro heute vielleicht noch ein Einfamilienhaus und nicht wie im abgerissenen Fall ein Vierfamilienhaus mit zwei Geschaeften drin in durchaus begehrter Lage.
Hierfuer sind dann doch schon 1 Mio.+ aufzuwenden.
 

[10:00] Leserzuschrift-DE - Häuser zum Niedrigstpreis unter dem Hammer:

Für alle Immobiliengläubigen: http://www.sga-ag.de/red_tools/dl_document.php?PHPSESSID=0302ad07a3fd0fd7dbe8ef868b562600&d_id=37

Hier kann man sehen, zu welchen Geringstpreisen heute top-sanierte Immobilien in der ostdeutschen Peripherie verhökert werden.
Sind zwar nur Mindestgebote, jedoch zeigen die Ergebnisse der vergangenen Auktionen, dass die Verkaufspreise nicht weit darüber gelegen haben

Es gibt im Osten sehr wenige Lagen, wo Immobilien noch werthaltig sind. In Dresden etwa, wo es noch Zuzug gibt.
Selbst in Dresden gibt es angeblich 20-30% Leerstand. Wenn man in die kleinen Städte fährt sieht es teilweise wirklich verheerend aus.

Ganze Straßenzüge sind leer.

Und das in noch "guten Zeiten". Wenn es einmal keine Kredite mehr gibt, kann man vermutlich für eine Unze Gold einiges kaufen.

PS: irgendjemand hat bei diesen Immos finanziell "gelitten". Vermutlich "Investoren" aus dem Westen, denen man diese Immos wie Schafen angedreht hat und natürlich die Banken.
 

[7:15] Leserzuschrift-DE - Witz in Sachen Investment:

Ein Anleger kommt zur Bank und moechte fuer Euro 1.000.- Schatzbriefe und fragt, "was passiert, wenn die Bank pleite ist ?"

"Dann ist immer noch die Bundesbank da."

"Und wenn die Bundesbank pleite macht?"

"Dann ist immer noch die Regierung da."

"Und wenn die Regierung pleite macht?"

"Das muesste Ihnen doch einen Tausender wert sein."

Dann gibt es eine Währungsreform.


Neu 2010-08-19:

[20:45] Video zu Lebensversicherungen - für diejenigen, die es noch nicht begriffen haben: Crash der Lebensversicherungen

[14:30] Leserzuschrift-AT - Häuserpreise in Goldunzen:

Ihre Einschätzung für Österreich von 5 oz Au für ein Haus nach der „Bereinigung“ ist hinlänglich bekannt.

Wieviel oz wird es Ihrer geschätzten Meinung nach im Verhältnis dazu kosten, zu diesem Zeitpunkt ein neues Haus bauen zu lassen?

Nachdem das Haus dann neu ist, vermutlich etwas mehr. 10 Unzen?

Arbeit wird sehr billig werden, da es genügend Arbeitlose gibt und sich niemand mehr um die Steuern schert. Vieles wird wieder selbst gebaut werden. In Österreich war es bis etwa vor 25 Jahren üblich, selbst zu bauen und damit eigene Arbeitsleistung einzubringen. Heute wird wegen leicht verfügbaren Kredite meist fertig gekauft.

[20:45] Leserkommentar-AT - Häuserpreise/eigene Arbeitsleistung:

Nicht nur leicht verfügbare Kredite sind der Grund, daß nur mehr wenig Eigenleistung erbracht wird. Es mangelt ganz einfach auch an dem dafür notwenigen Wissen (Handwerk!). Heute läßt man die Kinder/Jugendlichen ja was "G´scheites" lernen und das ist sicher kein Handwerk , sondern man schickt sie in Schulen (HAK, HTL ...), später vielleicht zum Studieren. Diese Tendenz gibt es sicher schon die letzten drei Jahrzehnte; bis heute findet keinerlei Umdenken bei den Jugendlichen, besser gesagt bei deren Eltern (!!!), statt. Man hofft halt, mehr oder weniger, auf einen Bürojob plus die dazugehörigen Klischees (keine schwere körperliche Arbeit, Chefgehabe, Prestige, super Gehalt, weil schließlich hat man ja was g´lernt…). Handwerkliche, technische Kenntnisse sind oft nicht einmal mehr rudimentär vorhanden.

Interessant ist auch, zu beobachten, daß zahlreiche Jugendliche, die doch ein Handwerk (fertig-)gelernt haben, danach nicht in der Branche bleiben…. können/wollen, obwohl ja immer wieder der Fachkräftemangel verkündet wird. Man findet diese Leute dann massenweise bei Paketdiensten, Security-Firmen, in Lagerhäusern als Staplerfahrer u. dgl. Woran das liegen mag? Jedenfalls eine Fehlentwicklung. Die Lehrkenntnisse verblassen mit der Zeit und wiederum sind keinerlei Eigenleistungen beim Hausbau, in der Wohnung etc. möglich.

Nur nicht schmutzig machen.
 

[8:30] Wie Schrott-immobilien verkauft werden: Endlich! Geheimsprache der Makler entschlüsselt


Neu 2010-08-18:

[16:30] Leserzuschrift-AT - FORMAT-Coverstory - DER Kontraindikator:

Gestern bin ich über die neue FORMAT Ausgabe gestoßen. "Die" wollen offenbar jetzt die Schafe in den Aktienmarkt locken, um dann die Reißleine ziehen zu können.
Stark zusammengefaßt: Kauft Aktien und Fonds, die Unternehmensgewinne steigen weiter, wie in den vergangenen 12 Monaten. Gold wird nicht einmal erwähnt. Eine gallopierende Inflation wird nicht erwartet!

Achtung: Natürlich kann z.b. der DAX noch weiter steigen (entgegen aller Logik, aber der Aktienmarkt ist nicht logisch). Eine kritische Marke nach oben ist die 6400. Wird die durchbrochen, geht es weiter bis 6660, danach ist die 7000 in Sicht. Ein Absturz wie vor 2 Jahren sollte aber kommen, wobei das ein paar Monate dauern kann, denn man muß ja den Schäfchen Zeit zum Einsteigen geben. Scheinbar weitersteigende Aktien wären das ideale Lockmittel.

Ja, es ist ein guter Kontraindikator: wenn das so aufgemacht wird, dann heisst das für jeden richtigen Investor: raus aus den Aktien. Aber das sind angestellte Journalisten, nicht anders als Otto-Normalschaf.

PS: die dargestellte "Kursrakete" ist eine alte V2, nur anders eingefärbt.

[15:45] Leserkommentar-DE dazu:

natürlich will man jetzt die Kleinanleger noch in die Aktienmärkte locken. Geld macht man schliesslich durch die Dummheit der anderen - legaler Betrug. Die Fonds und Insider steigen schon seit längerer Zeit aus. Es zirkuliert die Vermutung der PPT Rallye mittels Futures. Die Umsätze sind sehr dünn, die Firmen stellen aus statt ein - dies trotz des "Aufschwungs". Höchste Gefahr !

Dass man die Kleinanleger gezielt hineinlocken möchte, ist möglich, aber nicht unbedingt wahrscheinlich. Vermutlich hat man einfach eine Coverstory gebraucht, die bei der Masse ankommt. Format ist nicht unbedingt das reputierlichste Medium für Finanzsachen.


Neu 2010-08-17:

[15:30] Leserakommentar-DE - der Immobilien-Restwert:

zum Thema Werthaltigkeit von Immobilien erlebe ich in der Nachbarschaft aktuell gerade ein schönes Beispiel: Ein Haus, Baujahr 1981, von außen eigentlich Top-Zustand, nicht verwittert, immer gepflegt, damals bereits moderner Architektenstil mit versetzten Ebenen, wurde von seinem Besitzer kurzerhand abgerissen!! Nach 29 Jahren: Restwert genau Grundstückspreis - Abrißkosten!!!

Grund war, dass die Renovierung, um die modernen Energiestandards einzuhalten, und von den Heizkosten auf ein erträgliches Maß zu kommen, so viel gekostet hätte, dass ein Abriss und Neubau billiger kommt. Der Eigentümer, ein wohlhabender Geschäftsmann, stellt sich jetzt einen Neubau hin (bar bezahlt), der allerdings um 30% kleiner ist als das vorherige Haus! Damit ist er, als Unternehmer, einige Schritte weiter als die Kreditsklaven im Angestelltenverhältnis, die sich mit >80%-Finanzierungen noch Paläste hinstellen, die sie in wenigen Jahren nicht mehr heizen können und die sie schlicht in den Ruin treiben!!

Man kann auch vor dem Erwerb von solchen Gebrauchtimmobilien nur warnen: wenn man so einen Abriss mal mit eigenen Augen erlebt hat (ich war richtig schockiert, als die das "schöne" Haus einfach plattgemacht haben), ist man geheilt. Damit wird einem die Werthaltigkeit der Immobilie, und aller auf Immobilien fußenden Anlageklassen, plakativ vor Augen geführt: Restwert nach 30 Jahren gegen Null! Maximal Grundstückspreis minus Abrisskosten, Notar, Grunderwerbsteuer, Maklercourtage, Käuferrisiko, etc. Kaufpreise um 30.000 Euro dürften für ältere Einfamilienhäuser bald kommen, bei Wohnblockwohnungen wohl bald unter 10.000.

Hier sieht man, wo bei Immos überall Fallen lauern.

[16:00] Leserzuschrift-DE - "Haus-Macken":

Moin aus Norddeutschland!
Heute bezugnehmend auf den Artikel ueber den Immobilien Restwert.

In meiner Verwandtschaft wurde auch gebaut, das schon 1972 zu den damals unglaublichen Kosten von 210.000DM Das ganze aus einem einfachen Angestelltenverhaeltniss.
Die Finanzierung belief sich auf 9%Zins + 0,5% Tilgung über 30 Jahre.
Ab dem Jahr 1990 begannen die groesseren Macken des Hauses zum tragen zu kommen, Fenster wurden blind und mussten getauscht werden, ausserdem wurde das Heizen ja auch immer teurer.
Dann im Jahre 2004, also nach 32 Jahren, war das Haus genausoweit wie das beschriebene:
Die Heizung kaputt, die Fenster, immer noch teils einfach verglast, kaputt, von der Daemmung ganz zu schweigen.
Also wurde, da das Haus ja gerade schuldenfrei war, ein Darlehen aufgenommen.
Dieses mal aber "nur" 105.000 Euro....
Seit dem ist das Haus zwar wieder modern und auf dem Stand der Technik, jedoch sind die "Eigentümer" genau da wo sie 1972 angefangen haben.

Aber auch diese drastischen Beschreibungen helfen bei meinen Kollegen nichts, gestern hat wieder einer einen Kreditvertrag ueber 200.000 Euro zum bauen abgeschlossen, da es ja eine sichere Geldanlage ist.

Ja, die Erhaltungskosten, diese werden meist einfach vergessen. Wie es aussieht, sind deutsche Häuser nach Ende der Hypothek nach 30 Jahren genauso wie die mit dem Tacker zusammengenagelten Häuser in den USA - abbruchreif.
 

[13:30] Leserzuschrift-DE - Wenn man dann richtig investiert, braucht man nicht mehr zu arbeiten:

hallo herr eichelburg, wie sie wissen lese ich täglich ihre seite. sie liegen selten daneben, dass bewundere ich. aber jetzt bitte mal für alle erklären wie man 250.000 anlegen sollte um nicht mehr arbeiten zu müssen. ich habe einiges mehr auf der hohen kante, hab auch gut zugelegt dank der empfehlungen auf hartgeld.com, aber aufhören zu arbeiten kann ich deshalb nicht. also helfen sie uns doch bitte weiter!

€250K sind schon ein schönes Startkapital - etwa aus einer Abfindung. Wenn man nur das Kapital wertmässig erhält aber laufend aufbraucht, braucht man etwa 10 Jahre nicht mehr zu arbeiten. Man kann jetzt 2 Dinge damit machen, um vom Ertrag zu leben:
a) Traden, Zeit hat man ja genug. Aber die meisten Trader verlieren leider.
b) in die jeweils beste Asset-Klasse investieren und warten. In den 1990ern waren das High Tech Aktien, jetzt Gold und Silber.

Wer etwa Anfang der 1990er €250K in entsprechende Aktien gesteckt hat, konnte um 2000 konservativ geschätzt mit etwa dem 20fachen aussteigen, also mit stattlichen 5 Millionen Euro. Damals noch in Deutschland frei von der Abgeltungssteuer. Wer davon nicht leben kann...

Der Trick ist, die beste Assetklasse VORHER zu erkennen und dort zu investieren. Leider steigen die meisten Leute erst am Höhepunkt ein, oder werden dort von ihren provisionsgierigen Beratern hineingetrieben. Provisionen erhalten den Verkäufer, nicht einen selbst.

[16:15] Lesermeinung-DE: Wenn man dann richtig investiert, braucht man nicht mehr zu arbeiten:

250 k reichen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
- Wohnung bezahlt und mietfrei,
- Zusatzeinkommen ist verfügbar durch gelegentliche Tätigkeit
- mindestens 150 k angelegt in Gold und Silber
- eine kleine Rente ist demnächst in Sicht (bei mir 350 € ab 60, 700 € ab 65).

Die restliche Zeit mache ich Urlaub, sitze im Garten oder fahre durch die Lande.
Möglich wurde der Spaß, weil ich meine bescheidene Altersvorsorge 2005 in Gold angelegt habe und mich vor kurzem entschuldet habe.
Kann jeder nachmachen, in meiner Umgebung hat nur einer halbherzig den Sprung geschafft, obwohl ich 2005 einer ganzen Reihe von Bekannten gesagt habe, unbedingt Gold zu kaufen. Jetzt stehen sie da und sagen, dass haben wir aber vorher nicht gewusst. Reich bin ich nicht, aber arbeiten muss ich auch nicht mehr so richtig.

Die meisten Leute würden das nicht schaffen, weil sie a) nicht mit Geld umgehen können, wenn sie es haben und b) nicht investieren können.


Neu 2010-08-16:

[12:45] LV, Riester & co: Den Deutschen droht der nächste Rentenschock

Die Versicherungen konnten glaubhaft machen, dass diese Form der Altersvorsorge sicher sei. Heute schlummern in deutschen Schubladen und Aktenordnern fast 100 Millionen Lebenspolicen mit einer Versicherungssumme von sagenhaften 2,5 Billionen Euro. Nun folgt der nächste Rentenschock. Mit jedem neuen Kontoauszug, den die Assekuranzen verschicken, bekommen die Kunden schwarz auf weiß: Auch hier sind die einst in Aussicht gestellten Rentensummen alles andere als sicher.

Leute, schreibt diese Billionen ab. Sie stecken in PIGS-Papieren, meist Anleihen verschiedenster Art.

Leserkommentar-DE: Nun steh ich da, ich armer Tropf,- hätt ich doch WE schon früher zugehört, der wusste das, ganz ohne Glaskugel.

Noch kann man raus.

PS: es ist ein absoluter Wahnsinn, mehr als das halbe Volksvermögen in eine Anlageform zu stecken, die total undurchsichtig ist, von einer MBA-Affenherde verwaltet wird und aus der man nur schwer raus kann. Nur der "aktive Vertrieb" durch Provisionsgeier machte es möglich. 1923 hat man nach 20 Jahren Einzahlung den Gegenwert von einem Laib Brot wieder herausbekommen. Diesesmal wird es ähnlich werden.

Nationalhymne des Schafvolkes: Günter Grünwald - Idiotenlied

[13:45] Doppelt abkassiert: Abkassiert mit Fondspolicen
 

[12:15] Nur für Banken und Vermittler: Ist Fondssparen noch rentabel?

Die Banken wollen nicht nur Neukunden fürs Fondssparen gewinnen. Doch ist das immer die beste Anlagewahl? Biallo.at sagt Ihnen, mit welchen Kosten und Extraspesen Sparer rechnen müssen.

Die Vermittler kassieren die Provision gleich beim Abschluss, das Risiko bleibt beim Anleger.

[13:00] Leserkommentar-DE - hierzu ein kleine Anekdote während meiner Zeit als "Controller" bei einer kleinen Kapitalanlagegesellschaft:

Bei meinen Kontrollaufgaben hinsichtlich der Performance mehrerer Spezialfonds für institutionelle Anleger
in dieser Gesellschaft fiel mir bei einem Fonds auf, dass der Fonds im Jahresverlauf in manchen Monaten
zu einem bestimmten Zeitpunkt schlagartig einen Wertverlust von ca. 5% aufwies. Nachfragen bei der
Geschäftsführung ergaben, dass der Fonds "nach oben wertgesichert" sei und zwar in der Form, dass bei Unterschreiten
(sie lesen richtig) eines bestimmten Aktienmarktniveaus die Reissleine bei den dahinterstehenden Derivaten gezogen würde.
Aus dieser Konstruktion heraus würde dann ein Verlust realisiert. Das heisst nichts anderes als das man über
Derivate extra long gegangen war und irgendwann mussten bei fallenden Kurse die Verluste realisiert werden.
Wichtig war das Niveau der Eindeckung und wenn es nur einmal im Monatsverlauf erreicht wurde schnappte die Falle zu.

Auf meine Frage nach der Funktion dieser "nach oben gerichteten Wertsicherung" und eventuellen Verlusten bei
fallenden Kursen in Bezug auf die Performance des Fonds wurde mir mitgeteilt, dass die Performance des
Fonds eigentlich nicht so wichtig sei, wichtig sei die "PRODUKTIDEE"!

So muß man also die Funktion dieser "Papierprodukte" sehen. Es geht primär nicht um eine wertsteigernde
Geldanlage für den Kunden. Es geht um die "Produktidee"! Also um das optimale Abschöpfen der Wertschöpfungs-
kette eines Finanzprodukts, egal ob das ein Investmentfonds oder ein Zertifikat ist. Und Möglichkeiten derer, gibt es viele
und wenn es sie nicht gibt, werden sie in das Produkt hineinkonstruiert.

Übrigens, das kann bei einer physischen Unze Gold oder Silber die man in Händen hält nicht passieren.

Die Kundenschafe sind uninteressant.


Neu 2010-08-15:

[9:45] Leserzuschrift-AT - Papierscheiss:

Seit einiger Zeit fällt mir auf, dass die Leute mit Papierwerten aller Art reich werden wollen anstatt produktiv und Werte schöpfend zu arbeiten. Dieser Papierramsch wird einem dann als "Produkt!!!!" verkauft. Bei solchen Angeboten bin ich dann immer total ausgerastet, da ein Produkt eine Ware oder Gegenstand, etc. darstellt. Welche absolute Dekadenz und Verschmähung, einen Papierscheiss mit einem Erzeugnis, wo menschlich geistige und schöpferische Leistung dahintersteckt zu vergleichen. Sind diese Erscheinungen in den Kontratief - Spätherbst oder Kontratief - Winter eizureihen ?

Die Kreatoren und Verkäufer dieser "Papierprodukte" werden über Provisionen schon reich, oder leben zumindstet gut davon. Der Käufer wird selten reich, trägt aber das gesamte Risiko. Daher nennt man es auch "Finanz-Retail-Produkte" - für den Endkonsumenten, das Schaf.
 

[9:30] Leserzuschrift-DE - von Sparer-Schafen und Spar-Bienen:

Gerne werden die unwissenden Lohnsklaven mit Schafen verglichen. Gestern beim Rasenmähen kam mir der Gedanke, dass es im Tierreich vielleicht noch etwas gibt, was noch besser passt. Jeder kennt die Tierchen, die fleißig auf der Wiese bienen und die Pollen sammeln und dabei dafür sorgen, dass überhaupt irgend etwas wächst. Daraus machen andere den Honig. Nicht das, was sie sammelt, darf die kleine Biene behalten, sondern nur das, was die Königin (das Management) ihr zuteilt. Macht aber nichts erklärt man ihr. Einen Anteil am Honig wird sie erhalten, nur fleißig weitersammeln, der Winter (das Alter) naht, und da will man doch wohl versorgt sein.

Nun kommt der böse Rasenmäher - ich meine die große Wirtschaftskrise - und die Wiese (die klassische Wirtschaft mit ihren sklavenhalterischen Beschäftigungsmehtoden) wird abgemäht. Nun ist es aus mit dem Sammeln. Macht aber nichts, denn noch sind ja die Anteile am Honig (Aktien, Rente, Riesterrente, Erspartes) da, erklärt man der Biene.

Nur dummerweise kommen nun die Imker (die Politiker) und klauen der Biene ohne jede Gewissensbisse den gesammten Honig. Die Hyperinflation/Währungsreform kennt kein Erbarmen. Oder vielleicht doch? Ein klein bißchen Zuckerwasser als Ersatz für den geklauten Honig, schließlich sind wir Imker ja doch so was von human. Und wenn das der armen Biene nicht reicht, dann darf sie ableben - bitte möglichst sozialverträglich, denn in den nächsten Frühling (Kondratieffzyklus) starten wir mit einem Bruchteil an Lohnsklaven, diejenigen die wir dann brauchen werden, wenn es wieder wärmer wird, werden wir uns schon zu ziehen verstehen.

Oh, arme, kleine aber auch dumme Biene, hättest Du doch nur Deine Pollen gleich in Honig eingetauscht und sicher verwahrt. Denn dieser glänzt goldig, ist haltbar und nahe unbegrenzt lagerfähig.

Bis vor ca. 25 Jahren gab es in Österreich eine Sparkasse: Erste Österreichische Sparkasse, deren offizielles Logo war die Biene. Inzwischen ist daraus die Erste Bank geworden, einer der berüchtigten Ostbanken in Österreich. Anfang 2009 wäre mit der Ostkrise der Imker schon fast gekommen und hätte sich den "Honig" = die Spareinlagen geholt.


Neu 2010-08-12:

[19:00] Ausländische Lohnsklaven nicht erwünscht: Als Jugendlicher auswandern? Sinnlos!

Im europäischen Vergleich haben es junge Deutsche, trotz des starken Anstiegs der Erwerbslosenquote, noch gut. In vielen Ländern, darunter Großbritannien, Frankreich und Griechenland, kämpfen Jugendliche oftmals um die blanke Existenz. Einige ernüchternde Beispiele.

Dabei hat die Depression erst begonnen. Jedes Land hat zu viele eigene Arbeitslose, besonders in der Jugend und will nicht noch mehr. Bald werden die zwangsweisen Repartrierungen ausländischer Arbeitskräfte und besonders Arbeitsloser kommen, EU hin oder her. Die eigenen Wähler werden es fordern und bekommen.

Wer im Ausland einen Job finden will, kann das in Zukunft vergessen, da die Zustände am Arbeitsmarkt überall ähnlich düster sein und sicher verschlimmern werden. Auswandern kann nur, wer sich selbst an anderen Quellen erhalten kann.


Neu 2010-08-11:

[11:15] Wenn ein Skandal hochgeht, kommen die Prozesse: Madoff-Nutznießer bestehen auf ihr "verdientes" Geld

Ein Richter hatte im März dem Bernard-Madoff-Treuhänder Irving Picard Rückendeckung gegeben. Er sprach den Nutznießern ihre Gewinne ab, um mit dem Geld die anderen Anleger für deren Verluste zu entschädigen. Die Anwälte der Investorengruppe gingen nun mit einer Eingabe vor dem Berufungsgericht in Manhattan gegen die Entscheidung vor.

Das muss man genau durchlesen: was hier ein US-Gericht versucht, ist allen jenen ihr Geld wegzunehmen, die den Madoff-Schwindel rechtzeitig bemerkt haben und ausgestiegen sind. Das heisst im Umkehrschluss: kein Kapital, das in einem Fond investiert und wieder abgezogen wurde, ist sicher. Könnte überall passieren, nicht nur in den USA.

Leserkommentar-AT: Mit der richtigen Portion EM im sicheren (physischen Besitz) kann man sogar darüber herzlich lachen, worüber andere wohl massig Tränen vergießen ....


Neu 2010-08-10:

[10:00] Leserzuschrift-DE - Wer sind die Schafe?

Wer sind die Schafe? Es wurden im ersten Halbjahr 2010 5,9 Milliarden € in Rentenfonds und 2,3 Milliarden in offenen Immobilienfonds investiert obwohl die meisten offenen Fonds wegen der schlechten Marktlage vorübergehend geschlossen wurden. Bei den Rentenfonds dürfte ein sich abzeichnender Crash der Anleihemärkte ebenfalls für höchstes Risiko stehen. Was passiert hier? Villeicht gibt es ja nachvollziehbare Erklärungen?
Für plausible Erklärungen wäre ich dankbar.

Hier sieht man die Schafe bei der Vorbereitung zu ihrer Schur. Mit beiden Anlageformen kann man nur verlieren. Gekauft wird, was die Provisionsgeier empfehlen oder verkaufen müssen.

Nachdem man den Sparern ihre Scheinvermögen noch nicht offiziell gestrichen hat, laufen sehr viele Leute mit viel Geld, aber null Ahnung von Investments herum. Diesen kann man alles verkaufen. In den Banken gibt es wöchentliche Pläne dafür, was zu verkaufen ist. Von den "Anlageberatern" der Pyramidensystem wollen wir lieber gar nicht reden.

PS: nach Crash und Währungsreform wird das übriggebliebene Geld bei denen sein, die sich auskennen und die unabhängig entscheiden können - dort wo es hingehört.

Hier ist auch so ein Loch, wo das Sparergeld massenhaft verschwinden wird: Lebensversicherer umgarnen Sparer – und verprellen Altkunden

Warum wohl wollen die Versicherungen unbedingt diese Einmalbeiträge? weil sie dringend Geld zur Verlustabdeckung brauchen - Löcherstopfen.


Neu 2010-08-09:

[19:00] Leserzuschrift - Bücher von Robert Kiyosaki:

Ich habe neulich in Bücher Rober Kiyosaki und dem Investment Punk investert. Sehr lohnenswert und man macht schon beim Kauf Gewinn. Herrlich zu lesen, doch beim Investment Punk werden die Schafe wohl abblocken, da treffend und hart die Schafe angesprochen werden! Als ob jemand ständig den Kopf nimmt und einen in die Scheiße drückt, die man unterschrieben hat. Ein Muss zum aufwachen und vielleicht noch den Schaden zu begrenzen.

Kiyosaki schreibt sehr gut, sodass es jedes Schaf verstehen sollte. Aber die Welt des "Sophisticated Investors" ist mental sehr weit weg von den Schafen.
 

[11:30] Wenn Sachversicherer pleite gehen: 50 000 Autofahrer verlieren Versicherungsschutz

Autofahrer mit Verträgen der Internetversicherer Ineas und Ladycaronline sind ab 1. September ohne Versicherungsschutz. In Deutschland sind davon 50 000 Kunden betroffen, berichtet Stiftung Warentest. Betroffene sollten sich schnellstmöglich um Abschluss eines neuen Vertrags kümmern.

Viele Versicherer werden noch untergehen. Bei Autoversicherungen ist es noch relativ harmlos. Aber langlaufenden Verträgen, wie Berufsunfähigkeitsversicherungen mit einer Art "Ansparkomponente" ist es kritischer. Niemand kann sicher sein, dass eine solche Versicherung auch noch in 20 oder 30 Jahren zahlen kann. Anspar-Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen sollte man sowieso meiden.
 

[7:00] Weil sie Promi-Schafe sind: Warum es so viele Pleite-Promis gibt

Viele Stars gehen trotz eines Millionenverdienstes pleite. Für den Ruin machen sie gerne ihren Anlageberater verantwortlich. Dabei begehen die Promis die gleichen Fehler wie Normalverbraucher: Sie beschäftigen sich zu wenig mit ihren Finanzen - und sind auch noch gierig.

Sie haben nur ein höheres Einkommen und meist einen massiven Hang zum Luxus. Investoren sind sie sicher keine. Mit Geld können sie vermutlich noch weniger umgehen als "Otto-Normalschaf".

[10:00] Leserkommentar: "Otto-Normalschaf" !!! Der ist Super !!!

Die Promis sind dann die Superschafe.

[11:30] Leserkommentar-DE: Weil sie Promi-Schafe sind

Das Wichtigste in Sachen Finanzen, Geldanlage und Investment ist, dass man sich selbst darum kümmert, sich selbst genau informiert und auch selbst investiert. Ich habe selbst 10 Jahre sog. Vermögensberatern vertraut. Dies war einer meiner größten Fehler, die ich je begangen habe. Ich habe nämlich in all den Jahren immer weniger Geld herausbekommen als ich ursprünglich investiert hatte. Seit ich diese Berater hinausgeworfen habe und mich um meine Anlagen selbst kümmere, verdiene ich gutes Geld mit meinem Kaptial. Diese ganzen Vermögensberater verkaufen einem nämlich nicht die optimale Anlagemöglichkeit, sonderen nur die Möglichkeit zum eigenen besten Boni für den Berater. Was mit den Kundeneinlagen passiert ist diesen Leuten letztlich egal. Das sollte jeder Anleger wissen, der sich in diese Hände begibt. Dank physischem EM muss ich mir heute keine großen Sorgen mehr machen, dass mein Vermögen den Bach runter geht. Und mein Kapital arbeitet für mich und nicht für den Boni des Anlageberaters.

So ist es: diese Berater sind nur an der eigenen Provision interessiert. An den "Promis" hängen ganze Trauben von diesen Typen. Jeder Profi-Fussballer hat seinen persönlichen Geldvernichter. Danach kommen gleich die Ärzte, die auch gnadenlos abgezockt werden - weil sie viel verdienen, aber von Geld eigentlich nichts verstehen wollen (sie sind ja "Heilkünstler").


Neu 2010-08-06:

[8:45] Leserfrage-DE - wie in Agrarrohstoffe investieren:

ich habe Ihr Interview für biallo.at gelesen.

Welche Möglichkeiten habe ich als Kleinanleger sinnvoll und einigermaßen krisensicher in Agrarrohstoffe zu investieren - neben Gold und Silber selbstverständlich?

Für den Kleinanleger gibt es praktisch gar keine Möglichkeit, dort zu investieren, da er weder die Möglichkeit hat, wirkliche Investments zu machen (Bauernhöfe kaufen, Beteiligungen eingehen), noch das Know How besitzt. Es macht auch wenig Sinn, etwa Weizen zu lagern, wenn man nicht die Lagerflächen und die nötigen Kenntnisse dazu hat. Von "Investment-Angeboten" in diesem Sektor ist wie immer abzuraten, da hier nur die Vermittler kassieren.

Neu 2010-08-04:

[12:00] Leserzuschrift-DE - Wer will da noch Vermieter sein?

Letzten Monat gab es eine Fülle von Gerichtsurteilen - alle zulasten der Vermieter und zugunsten der Mieter. Mieter sind genauso eine geschützte Gruppe wie Hartz IV-Empfänger, vor allem, wenn sie beides zugleich sind:

- Räumt der Vermieter wegen Zahlungsrückstands des Mieters eigenmächtig die Wohnung, haftet er, wenn Sachen des Mieter abhanden kommen, mehr noch: Er muss im Prozess beweisen, dass die abhanden gekommenen Sachen weniger Wert waren als der Mieter behauptet! (BGH v. 14.07.2010).

- Der Vermieter haftet für Abfallentsorgungsgebühren des Mieters, egal ob der Vermieter eine Eigentumswohnung oder ein Haus vermietet. In einem Fall war der Mieter eine Familie auf Hartz IV, welche die Abfallgebühren nicht zahlen konnten (VG Koblenz vom 24.06.2010).

Also wer hier in Deutschland noch vermietet, dem ist nicht mehr zu helfen.

Dazu kommen noch so grausliche Sachen wie die "Zwangsvollstreckungsunterwerfung", die auch Vermieter für den Kredit auf der Immobilie unterschreiben müssen - ausser die ganz Grossen.

Also muss es wohl das vermeintliche Prestige des "Hausherrn" sein.

[12:30] Leserkommentar-DE - wann ist diese Mieterbegünstigung entstanden?

......zur Erinnerung, wann wurden die tiefgreifensten Erleichterungen für die breite Masse, auch Mieter, eingeführt?
Na?--- Klar nach 1933, unter den Nazis. Da hatten Vermieter auch nichts zu lachen. Gehört zu 'Brot und Spiele-Taktik'.....

Auch Diktatoren geben sich populistisch. Das Eigentum ist ihnen ohnehin egal.


Neu 2010-08-01:

[20:00] Der Platin-Investor - Tschechenkrone als Rettung?

- Ich empfehle niemandem CZK als Investment, das gegen Systemzerfall oder EUR- Kurssturz schützt. Da ist EM und ein Wenig CHF unvergleichlich besser, auch weil die CNB kaum Gold hat.

- Ich rechne persönlich (auch weil nicht betroffen, dahr nicht nachforschend) nicht mit einer Währungsreform mit Haircut in DE zu einem Zeitpunkt vor Ende 2010 und eigentlich auch dann zuerst mit einer Rückumstellung ohne Haircut (ich täte einen Upcut 3 DEM:1 EUR bei Einzug von 1 DEM machen à la Roosevelt) und das das Grauen in Raten (die DE- liten mögen Grauen in Raten)

Für alle, die sich für das Thema aber interessieren, hier ein Hinweis zu einem Frühindikator für das AUSEINANDERBRCHEN des EUR (nicht für seinen Sturz), also zur "DEM 2. Klasse", der CZK die ohne Manipulation als DE- Werkbank von 1990 bis zum EUR den Wechselkurs zur DEM immer konstant hielt (und dabei netto exportierte):

Die CZK ist in den letzten Tagen unerklärlich stark und grundlos gestiegen (Anlage). Für Fluchtgeld von Finanzeliten, Total Return Investoren, Smart Money, Big Money ist die CZK völlig uninteressant. Für Industrieliten aber nicht, die wollen mit Teilen von Geldern Kurskongruenz zur DEM, die der CHF nicht bieten kann.

DE wird von Industrieeliten regiert. Die müssten eine Währungsumstellung vorher kennen und würden mit Teilen von Firmengeld CZK kaufen (privat sicher nicht, wozu auch). Jemand tut das derzeit. Das ist eine Zutat unter vielen, ein Frühindikator von vielen (der im Mai nichts anzeigte, jetzt schon- eben der ZERFALLSindikator).

Mehr weiß ich nicht, ich werde übr den Frühindikator aber weiter berichten zur Verwendung derer, die es interessiert.
 

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