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Enthält Informationen über Kredite & Verschuldung - Allgemein |
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Neu 2010-08-30:
[16:30] Leserzuschrift-AT - ich bin ein Fremdwährungskredit-Schuldsklave in Angst:
Ich habe noch Darlehen in Schweizer Franken. Leider kann ich das Darlehen nicht komplett ablösen.
Sollte ich jetzt trotzdem auf Euro umschulden oder im Schweizer Franken bleiben.
Was würde mit dem Darlehen in SFR passieren, wenn der Euro kaputt geht?
Das Haus kann ich nicht verkaufen, ich wohne ja mit meiner Familie darin. Ich wollte nur wissen, ob es besser ist (wenn es denn schon sein muss), Euro-Schulden oder
Schweizer Franken-Schulden zu haben.
Dieser Lebende Hedge Fond will einfach nicht verstehen. Auf die 1. Frage (oberer Absatz) kam meine Antwort: Haus verkaufen. Dann kam der 2. Absatz. Meine Artikel über Hypotheken und die noch viel eindringlicheren Artikel von Robert Klima haben nichts genützt, er will nicht verstehen.WE.
Wenn das Haus nicht jetzt freiwillig verkauft wird, wird es die Bank zwangsversteigern. Diese CHF-Kredite sind alle DOOMED.
[16:30] Lesernachricht für die Lebenden Hedge Fonds:
Lang hat es gedauert heute - aber die 1,3 im EURCHF sind gefallen..
Mal schauen welche Stopps getriggert werden und wie schnell es nun Richtung 1,2 geht
YOU ARE DOOMED!
[16:45] Leserkommentar-CZ zu diesem Lebenden Hedge Fond:
Bin mal gespannt ob er nach dem Durchbruch der 1,3 noch einen weiteren Absturz des Euro auf 1,2 und darunter überlebt ...
Wir reden ja nur über 8 % ... zu den 10% von vor ein paar Wochen als der Kurs noch > 1.44 war
Zumindestens einen Hedge sollte er in Erwägung ziehen.
Es gibt genug PapierDerivate mit denen er auf einen fallenden EURCHF setzen kann...
Rettet ihm evtl. etwas den Hals
Wahrscheinlich wird er nichts tun, weiterzittern, bis das Gericht das Haus versteigert.
[17:00] Leserkommentar-CH: Stop - ich hab die Lösung: Ein Schlafsack und Lagerfeuer unter der Brücke.
Neu 2010-08-27:
[17:30] Leserkommentar-DE zum Klima-Artikel mittelschichtstypische Vermögensfallen:
Sehr geehrter Herr Eichelburg, wenn jetzt Herr Klima Schaum vor dem Mund hat, will ich kurz antworten:
+++
Herr Klima warnt unter Punkt 7: "Die Rettungs-Illusion..." vor dem Durchgriffsrecht der Banken auf das gesamte Eigentum eines Kreditnehmers inklusive Schließfächer und hat soweit natürlich Recht.
Hat man die vielen GROßSCHREIBUNGEN und Unterstreichungen mühsam überwunden, (die echtes power-reading eher behindern) kommt man zu den Befürchtungen von Herrn Klima:
a) Die kreditgebende Bank weiß von den EM des Kreditnehmers. (grins)
b) Die EM sind in einem Bank-Schließfach verwahrt, am Besten noch bei der kreditgebenden Bank mit dem Durchgriffsrecht. (doppelgrins)
c) Der Kreditnehmer verkauft die EM am Bankschalter der kreditgebenden Bank. (dreifachgrins)
Für diese Punkte kann man nur hoffen, daß die Kreditnehmer ihre EM eben anderswo und anonym gekauft und gut versteckt haben, so wie wahrscheinlich die meisten Hartgeld-Leser.
d) Es wird zu einem Zeitpunkt, wo alle Banken unbedingt EM haben wollen, ein rückdatierter, sehr niedriger EM-Preis angesetzt.
Ich selbst halte das für unwahrscheinlich, es bleibt aber abzuwarten und dann sucht man eben andere Wege im In- und Ausland, um sein EM zu verkaufen. (Siehe mein Artikel.)
Schlußendlich sehe ich als einzigen berechtigten Einwand die damalige Bemerkung von Herrn Eichelburg, daß Leute mit verschuldeten Immobilien vor der Krise nicht genug EM ansparen können.
Wer jedoch genug EM hat und sich partout nicht von seiner Immobilie trennen kann oder will, kann weiterhin ruhig bleiben.
Das ist keine "Rettungs-Illusion".
Nochmals: Gaaaaaanz ruhig.
Hr. Klima geht davon aus, dass man das EM bereits für den Kredit verpfändet und dazu bei der Bank gelagert hat. Dann kann die Bank natürlich alles machen. Soetwas sollte man selbstverständlich NIEMALS machen. Das machen nur die dümmsten Schafe.
Ein weiteres Problem wäre, dass man zu wenige EM hat und der Preis nicht genügend gestiegen ist. Dann könnte man damit den Kredit nicht ablösen. Natürlich wird die Bank kaum dahinterkommen, dass man EM besitzt. Aber Nicht-Profis sollten generell in Zeiten wie diesen die Finger vom Kredit lassen.
Neu 2010-08-18:
[6:45] Leserzuschrift-DE - Der finanzierende Konsumbär, das Kreditmausi und Frau Aufschuldungsmausi - der ganz normale Wahnsinn:
dieses Wochenende dürfte ich mal wieder ein paar interessante Erfahrungen sammeln:
1. Ein noch sehr gut verdienender Konsumbär aus der Immobranche fand es ganz normal Konsumgüter zu kreditieren. Schließlich kann das Konsumgut eher genutzt werden, ein immenser Vorteil eben. Na klar, wie dumm von mir das nicht in die Argumentation einzubeziehen.
2. Auch mußte ich lernen, dass bei Frau Konsummausi keinerlei Einsparungen möglich sind. Wo soll denn auch gespart werden? In Klammern meine Anmerkungen. Die Miete (zu große Wohnung), Nebenkosten (zu hoch wegen zu großer Wohnung), Internetanschluss (privat zum Chatten), das Kfz (Cabriolet), Möbel (Sperrholzschrott - aber wenigstens teuer), das alles gehört zum Grundbedarf eines Lebens. Aha. Rücklagen? Fehlanzeige!
3. Getoppt wurde Frau Kreditmausi von Frau Aufschuldungsmausi. Weißt Du, Schulden sind doch normal und wenn es nicht mehr geht, dann schuldet Du halt um. Wie das geht? Na, dann kaufst Du mal 3 Wohnungen im Osten und schwupp die wupp ist wieder Geld in der Kasse.
Da macht es auch nichts, wenn Du mal wieder jobless bist. So so. Und die Rate für meinen fahrbaren Untersatz, Du, die ist zu packen.
MAN KANN IHNEN NICHT HELFEN! NEIN; NEIN; NEIN.
Die werden alle noch eine harte Landung hinlegen.
[6:30] Leserzuschrift-DE - Das Schaf der Kreditschafe getroffen:
ich war am Wochenende auf einem Ehemaligentreffen im grenznahen Deutschland. Da habe ich einen Schulkameraden getroffen, dessen aktuelle Finanzen nach eigener Prahlerei wie folgt aussehen (anschnallen, er ist sehr stolz auf seine Cleverness!):
150.000 EUR Kredit für Anteilskauf an einem Internet-Startup (Schwerpunkt Werbung), in dem er Key Account Manager ist.
Diese 150.000 EUR sind mit Tilgungsaussetzung, als Parallel-Tilgung hat er sich ein bemerkenswertes Konstrukt mit einer wiederum teilweise kreditfinanzierte (!!) fondsgebundene Lebensversicherung andrehen lassen (75.000 EUTR Kredit, der Rest wird "angespart"). Nebenbemerkung: wird durch MLP „beraten“.
Er freut sich tierisch, weil er so Zinsen für seine Kredite über 225.000 EUR von der Steuer absetzen kann. So zahle praktisch „der Staat“ letztlich seinen Firmenanteil ab.
Das Finale kommt noch: vor 2 Jahren hat er selbst bauen lassen, immerhin „nur“ 80% Finanzierung, natürlich PV auf dem Dach wegen der Förderung. (Schuldenstand: 380.000 EUR, 1% Tilgung, er will komplett tilgen nach dem Börsengang der Internetfirma ….)
Nebenbei hat er zusätzlich zum „Dienstwagen“ noch zwei Autos, eins davon ein Cabrio, obwohl das mit den zwei Kindern eher unpraktisch ist; es sei für die „Wochenendausflüge“ mit seiner Frau, wenn die Kinder mal bei den Grosseltern sind.
Es hat lange gedauert, bis ich meinen Kiefer wieder eingehängt hatte, so tief ist mir die Kinnlade runtergefallen!
Der wir nicht nur geschoren, nein, der wird filetiert und seine Knochen werden noch ausgekocht und anschliessend wird noch das Knochenmehl verarbeitet.
Jeglicher angedeuteter Zweifel an der Nachhaltigkeit seines „Finanzierungskonzeptes“ wurde mit dem Neid-Argument totgeschlagen. Realitätsverweigerung at its best!
Ich bin dann ungläubig in meinem 11 Jahre alten Auto zurück nach Hause in „meine persönliche Eichelburg“ gefahren und hab’s ein bisschen klimpern lassen und Ihnen in Gedanken von Herzen gedankt!
Der ultimative Kredit-Konsument.
[9:15] Lesermeinung-DE zu: das Ultimative Kreditschaf:
Diese superschlauen Leute - so lehrt das Leben - sind doch genau die, die immer wieder auf die Füße fallen...
sie haben soetwas wie einen "siebten Sinn" jedes System mit ihren Tricksereien auszusaugen, egal ob im Krieg oder im Wohlfahrtsstaat, in der Militärdiktatur oder der Aktienwirtschaft.
Wirklich treffen wird die Zukunft hauptsächlich wieder die braven Schafe, die arglos sich von solchen Prahlschafsböcken und Finanzhirten haben verleiten lassen, ja sogar regelrecht getrieben wurden.
Wer auf eine Art gerechte (göttliche) Abrechnung im oder nach dem Crash hofft wird wahrscheinlich enttäuscht werden.
Auch mir scheint es am sinnvollsten, so wie es der Schreiber des Artikels gemacht hat: sich nicht weiter kümmern (Unterkiefer wieder
einhängen...)
Ja und nein: Es gibt Leute, die wissen, wenn es genug ist und steigen rechtzeitig aus. Diese Kreditschafe dagegen wird es umwerfen, sobald die Zinsen explodieren - weil sie Schafe sind und glauben, dass es immer so weiter geht. Das sehen wir gerade in vielen Staaten.
Neu 2010-08-17:
[18:30] Leserzuschrift - das Super-Kreditschaf:
Ich kenne jemanden, der ca. 1980 einen Kredit für einen eigentlich gar nicht erforderlichen ANBAU aufgenommen hat.
Damals waren die Zinsen dramatisch höher als heute - und die Banker haben ihm eingeredet, dass die Zinsen noch deutlich weiter steigen würden. Deshalb hat er sich zu den damaligen hohen Zinsen für 30 Jahre gebunden!!! Wegen der hohen Zinsen war er die ganzen Jahre immer knapp dran. Und das wegen eines überflüssigen Anbaus!!!
Das Haus hat natürlich trotz Anbaus heute keinen nennenswert höheren Wert als damals.
Wenn alle Kreditnehmer der Banken so wären...gäbe es keine Bankenkrise. Damals waren die Hypothekenzinsen über 15%. Wie kann man nur so dumm sein und nicht umzuschulden.
Neu 2010-08-14:
[11:00] Leserzuschrift - Erfahrungsbericht aus Österreich
ich habe dank ihrer seite ende 2008 die hypothek für eine wohnung vorzeitig kpl. zurückbezahlt und die löschung im grundbuch veranlasst. im august 2010 forderte ich die rückgabe der original-pfandurkunde von bausparkasse wüstenrot zurück, die wurde mir innerhalb von 2 tagen problemlos zugesandt (mit normaler post also ohne einschreiben!!) lt. auskunft des bankberaters wird die originalurkunde seit ca. 2 jahren nicht mehr automatisch retourniert.
vielen vielen dank für ihr wertvolle seite - die ist seit jahren meine erste und tägliche lektüre.
[10:45] Leserzuschrift-DE - Zuschrift: 50-100% Zins - ultimativer Beweis (auch für Schafe):
Ich möchte zusätzlich zu den veröffentlichten (2010er) Links zu argentinischen Banken und diversen privaten Beobachtungen auch noch einen unumstößlichen Beweis bringen:
Den EMBI-Spread - EmergingMarketsBondIndex-Spread - kurz gesagt der Spread zwischen einem Schwellenland und US-Trashuries.
Details zum EMBI-Spread:
http://www.stern.nyu.edu/~msiegel/introtoembi.doc
Zu diesem Spread (Abstand) addiert man das normale Zinsniveau und den US-Treasuries-Zinssatz, dann erhält man für laufzeitgleiche Anleihen den Zinssatz (z.B. 10 Jahre). Anbei der Link für Argentinien:
http://www.latin-focus.com/latinfocus/countries/argentina/argembisprd.htm
Man erkennt gut, dass der Zins in sehr kurzer Zeit nach dem Default-Ereignis quasi SENKRECHT abgehoben ist - der Totalzusammenbruch für alle variablen Finanzierungen! Bei oberhalb von 7.000 Basispunkten (= 70% Zins ÜBER den US-Anleihen!) war dann ein Hoch und es begann eine jahrelange, volatile Phase auf diesem Niveau.
In dieser Zeit wurden alle Finanzierungen durch den Monsterzins verhindert, Anschlussfinanzierungen brachen dem Schuldner das Genick oder wurden eben mit Zinsen um die 100% abgeschlossen. Und die Immobilienpreise in Buenos Aires gingen fast auf BARZAHLER-Niveau herunter - eine Top-Wohnung in bester Lage ging für Cash(!) 25.000 Dollar(!) über den Tresen. Mieten waren übrigens im Vergleich dazu sehr hoch (ca. 300-500 Dollar pro Monat) - weil Miete "Konsum" ist und bei der Masse aus laufenden Zahlungen gespeist wird.
Conclusio: Nur wer Cash in Dollar hatte war König (Goldbesitzer waren auch damals schon Kaiser!). Vermögen in Fluchtwährung war das Gebot der Stunde!
Frage: Wenn die Fluchtwährung selbst (Dollar) dem Peso-Phänomen unterliegen würde, was bliebe als Alternative? ...Hartgeldleser wissen mehr...!
50%-100% Zins sind möglich und keine Erscheinung in Geschichten von Goldliebhabern!
Wer es immer noch leugnet tut dies offenbar, weil nicht sein kann (können sollte), was nicht sein darf! ...aber es existiert real und ist keine Glaubenssache. Punkt.
War alles schon da, wie diese Zuschrift zeigt. Aber die Kreditschafe wollen den Monsterzins erst selbst zahlen, bevor sie es verstehen.
[8:45] Leserzuschrift_DE - Grundschuld-Urkunde bei der Bank:
man muss sich wenigstens mal die Mühe machen, und das lesen, was man unterschreibt oder unterschrieben hat!
In der „Zweckerklärung für Grundschulden“ meines Vertrages heißt es beispielsweise:
Zitat Anfang
6. Freigabe von Sicherheiten
Sobald die Bank wegen aller Ansprüche – auch bedingter und befristeter - gegen den Kreditnehmer befriedigt ist, ist sie – auf entsprechendes Verlangen – verpflichtet, ihre Rechte aus den Grundschulden freizugeben.
Sie ist schon vorher auf Verlangen zur Freigabe verpflichtet, soweit sie die Grundschulden nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Kreditsicherung zur Sicherung ihrer Ansprüche nicht mehr benötigt.
Zitat Ende
Hallo, aufwachen!!! Die Bank ist zur Herausgabe verpflichtet, wenn ihre Ansprüche befriedigt sind!!!
Der Kreditnehmer muss es der Bank nur sagen. Es reicht ein Blick in´s Kleingedruckte. Sollte die Bank nicht spuren, Frist setzen. Wenn dann immer noch nichts passiert, Anwalt. Der wird aber meist nicht mehr nötig sein.
Der größte Fehler ist der, sich nicht zu kümmern
Aber die Leute lesen ja nicht, was sie unterschreiben.
Neu 2010-08-13:
[18:15] Leserkommentar-DE - Zu den angezweifelten Zinssätzen von 50 bis 100 %:
in den Jahren 1980 - 1982 boten die chilen. Banken für EINLAGEN 4 bis 5 % im MONAT, die argentin. noch mehr.
Nach den Kreditzinsen habe ich mich erst gar nicht erkundigt.
Sobald die Sparer die Banken wegen Inflation oder Crash meiden, muss man solche Zinsen anbieten - und weiterleiten.
Neu 2010-08-10:
[14:00] Leserzuschrift-AT - nochmals Pfandurkunde (Österreich):
Die Reaktion (stimmt nicht) war echt schafsmäßig. Alle Achtung. Das kriegt man nicht so schnell hin.
1. Das Grundbuchgericht weist bei Vorliegen einer Originalurkunde eine Eintragung nicht zurück.
2. Timing: Nach Empfang des Beschlusses vom Grundbuchgericht ist der Ärger bereits garantiert.
Das ist zu spät. Die Einspruchsmöglichkeit vor der Eintragung fehlt.
Wie man aus dieser Situation wieder rauskommt, wurde auf dieser Seite schon diskutiert.
3. Szenario: Niemand weiß, wie es die Ö-Banken nach dem Ostfiasko zerlegt.
Der Streßtest wurde nur für die Schafe durchgeführt.
Ich denke, die CHF-Kredite sind tripple-doomed.
Nochmal die Kernaussage:
Ein Pfand kann mehr als einmal in das Grundbuch eingetragen werden.
Das wollte ich den Hartgeldlesern, die das vielleicht nicht gewußt haben, mitteilen.
Um sicherzugehen, muß das Original der Pfandurkunde nach der Löschung im Grundbuch von der Bank eingefordert werden.
Warum nicht auf Nummer Sicher gehen und sich die Pfandurkunde zurückkolen?
Neu 2010-08-09:
[12:45] Leserzuschrift-AT: Aushändigung Pfandurkunde Original:
In einem Gespräch mit einem Notar über Grundbucheintragung einerseits und Sicherstellung aller Forderungen aus einem Darlehen durch eine Pfandurkunde andererseits wurde mir mitgeteilt, daß der Inhaber des Originals der Pfandurkunde auch nach erfolgter Löschung des Grundbucheintrages im Grundbuch die Möglichkeit hat, ohne Wissen des Kreditsklaven das Pfand noch einmal in das Grundbuch eintragen zu lassen.
Er hat gemeint, die Aushändigung des Originals wird üblicherweise nicht gefordert, da dies als Mißtrauen gegen die Bank gewertet werden kann.
Er würde diesen Schritt nur empfehlen, wenn das Vertrauen zur Bank zerrüttet ist.
Nach meinem Einwand, daß das Original in die Hände Dritter gelangen kann, wie z.b. Hedgefonds, welche eine nochmalige Eintragung bedenkenlos ohne Benachrichtigung des Kreditsklaven veranlassen könnten, hat er mir zugestimmt, daß die Herausgabe des Originals der Pfandurkunde erforderlich ist.
Ja, liebe Schafe! Es ist schlimmer als alles Schlimme was zu diesem Thema bereits geschrieben wurde.
Daher: Original der Pfandurkunde nach Löschung des Grundbucheintrages unbedingt aushändigen lassen!
Jetzt sind also die Österreicher mit diesem Teufelszeug dran. Hat Lone Star hier schon eine Niederlassung?
[15:30] Leserkommentar-AT - stimmt nicht:
Teilweise brechen ihre Leser wirklich in Hysterie aus, ich weiß zwar nicht wie die rechtliche Lage in Deutschland ist aber das für Österreich beschriebene Szenario ist Blödsinn.
In Österreich kann man nicht so mir nichts dir nichts ein Pfandrecht eintragen und wird von Amtswegen informiert, hat also immer Zeit Gegenschritte einzuleiten (außer man ist das nächste Jahr auf Urlaub in Kirgisien und selbst dann kann man nachträglich noch einiges machen).
Das Pfandrecht einfach so zur Verwertung zu verkaufen, ist sowieso mit einigen anderen Dingen verboten (der Gesetzgeber hat hier aus der alten Vergangenheit gelernt).
Einen direkten Zugriff auf das Pfandobjekt hat der Gläubige auch nicht, eine Verwertung kann nur gerichtlich verfügt werden und auch hier muss der Gläubiger entsprechende Nachweiße führen. So mir nichts dir nichts und einem „Hallo Frau Rat, unterschreiben‘s mal schnell“ geht das hier in Österreich nicht.
Eins sei gesagt Banken werden immer zu recht- oder unrecht (und da sind mir einige Geschichten bekannt) schauen das sie zu ihrem oder fremden Geld kommen, daher jeder der sich auf das Spiel mit dem Teufel einlässt sollte den rechtlichen Rahmen und seine Möglichkeiten kennen und auch das wichtigste alle Unterlagen für spätere Probleme griffbereit haben.
Am besten jedoch man hat keine Schulden und wenn doch (meines Erachtens sind EFH nicht nur Prestigesache, die kommt bei den Gründen zum Schluss oder zeigt sich in der Hausauswahl, die bei so manchen deren Unvernunft zeigt, sondern etwas sehr menschliches), sollte man eine „Lebensversicherung“ für wirtschaftliche turbulente Zeiten haben und hier setzte ich ebenfalls auf EM.
[10:45] Leserzuschrift-DE: Jetzt ist bei mir Schluß mit Immobilien - Nie mehr Sklave!
herzlichsten Dank für Ihre kompromisslose Aufklärungsarbeit! Ich lese Ihre Seite jetzt seit ca. einem Jahr. Dabei haben Sie verschiedene Themen angesprochen, die mich zum Nachdenken angeregt haben, dabei besonders der Unterschied zwischen Schuldsklave und Investor (Gold war schon zuvor mein Thema, da mußten Sie keine Überzeugungsarbeit mehr leisten).
Ich habe 2 vermietete Objekte ,zum grösseren Teil finanziert. Jetzt habe ich mal ganz knallhart nachgerechnet und bin zu dem Erbegnis gekommen, dass ich ein Sklave meines "Eigentums" bin! Und das in einer Tiefzinsphase!!! Ich werde die Objekte jetzt verkaufen und sämtliche Darlehen (trotz Vorfälligkeitsentschädigung) zurückzahlen. Habe alles schon in die Wege geleitet (Makler, Notar, Bank
usw...)
Als schönen Nebeneffekt spare ich mir nebenbei noch ca. 900,- Euro im Monat die ich in EM investieren kann. Die Zeit für einen Verkauf ist nicht die schlechteste, da viele Investoren Ihr Geld in Sicherheit bringen wollen und die Zinsen noch tief sind, ausserdem ist die Lage der Objekte auch gut!
Ich habe mir auch meine Gedanken gemacht, wie es dazu gekommen ist, dass ich mir die Objekte zugelegt habe. Dabei haben meine Eltern eigentlich immer die Schlüsselrolle gespielt. Diese hatten auch zwei Immobilen finanziert und diese mit hohen Gewinn weiterverkauft. Ich dachte bisher immer, dass ich evtl. was falsch gemacht habe und die Schuld bei mir gesucht, da ich die Objekte seit ca.
15 Jahren finanziere, aber die Gewinne noch nicht eingefahren habe.
Nun habe ich bei Ihnen - Herr Eichelburg - gelehrnt, dass in den nächsten 20 Jahren daraus auch nichts werden kann. Und meine Eltern diese Gewinne ja zwischen 1970 und 1990 gemacht haben, ich aber erst 1995 gekauft habe, am Höhepunkt eines Kondratievzyklus!
Gratulation zur drastischen Entscheidung. Hoffentlich bleibt Ihnen noch genügend Zeit, alles abzuwickeln.
Ja, jedes Investment hat seine Zeit, die Zeit der Kredit-Immos ist es derzeit sicher nicht.
Neu 2010-08-08:
[9:15] Leserzuschrift-DE - never a lender be:
.....in meiner Familie sollte ein "Nest" erworben werden, 2006.
Bei der 100% Finanzierung halfen neben meiner Frau auch die Schwiegereltern. Trotzdem wäre das Projekt fast an einer kleinen Summe gescheitert, 5000,--Euro. Als tätiger Großkotz habe ich ausgeholfen. Klar, bekomme ich es wieder!! Jedoch habe ich Verständnis, dass es nicht sogleich funktioniert damit. Geht ja auch nicht, wenn in den Garten investiert wird, in einen Flatscreen, Videospiele und anderes bitter nötige. Habe ich was vergessen? Ach, ja. Mittlerweile ist der 3. Ableger in progress.
Eines noch. Ich habe weder Flatscreen, noch Garten, sicher kein Videospiel. Lediglich haben wir bezahlte, nicht zu große Wohnung, kleines bezahltes Auto. Fast vergessen: nahezu 100% in Gold.
Ich kann fast noch mehr über mich den Kopf schütteln:hätte besser damals Finanzierung platzen lassen sollen. Wenigstens bin ich noch lernfähig............., hoffentlich!
Das ist das Problem bei Krediten innerhalb der Familie: sie werden fast nie zurückgezahlt, ausser man wendet "Folterwerkzeuge" an. Hier ein Beispiel.
Neu 2010-08-07:
[10:45] Leserzuschrift-DE - der Kreditzins bestimmt den Immo-Preis:
In den ganzen Verschuldungs-Diskussionen zu Grundschuld, Hyposklaverei etc. kommen wir nun zum Pudels Kern:
Prestige-Haus plus Prestige-Lebensstil in Verbindung mit zu kleiner Geldbörse! Das ist das Problem!
Es gibt Menschen, die können sich sowoh V8-SUVs als auch schöne Villen oder zumindest prestigeträchtige Vorstadthäuser leisten - dann stimmt aber der Dreiklang "Vermögen-Einkommen-Verschuldung".
Ähnlich der menschlichen Dummheit und des Universums ist auch die menschliche Gier (Streben nach Macht, Materialfülle und Prestige) unendlich! Daher übernehmen sich leider viele Menschen mit den Anschaffungen und dienen dann als lebender Hedge-Fonds oder als Zinszahlschwein dem Bankensytem (und merken es nicht einmal!) - Hauptsache, die Gier und der Prestigewahn ggü. den Nachbarn, Freunden, Familienverwandten etc. kann befriedigt werden.
Der Preis? Keine Euros oder Gold, nein, der Preis ist persönliche Freiheit!!!
Man muss zwar nicht in den Schuldturm in unseren Zeiten - aber die Freiheit zu vielen möglichen Entscheidungen ist genommen - Grund dafür ist fehlender finanzieller Spielraum! Kein Geld = keine Reisen, keine Ausflüge, kein Lustkauf eines neuen Sofas/Fernsehers/Restaurant - egal was: Alles kostet Geld! Ist Das Monatsbudget mit den Kreditraten weg, fehlt die finanzielle Beweglichkeit.
Immopreise in Städten (vor allem M, HH, B, FFM) bewegen sich in den deutschfreundlichen Lagen (unter 5% Moslems) nach folgendem Schema:
mtl. Wohnbudget / Zinssatz(+Tilgungssatz) x 12 (Monate)
Zahlenbeispiel: 1.000 / 0,05 * 12 = 240.000 Euro für ein Haus
5% Zins kann man auch als 0,05 darstellen (so rechnen die Bänker).
Beispiel bei sinkendem Zins: 1.000 / 0,035 * 12 = 343.000 Euro
Also, je niedriger derr Zins, desto höher die Immopreise, denn das Einkommen der meisten Arbeitnehmer ist fix und jeder hat so eine ca. Vorstellung, was er zum wohnen ausgeben will. Der Zins bestimmt damit also den Max-Preis, den man zahlen kann. Da Arbeitnehmer sehr viele sind und damit den Markt bestimmen, bestimmt die Vorstellung vom Haus für sein monatliches Wohnbudget in Relation zum Zins dem Immo-Preis-Markt für Häuschen.
...man braucht zwar einen Knoten im Kopf, um sich diese Logik zu erschliessen - ist er aber gelöst, versteht man den Wohn-Immo-Markt bestens! Ausnahmen gibt es ausserhalb der Ballungsgebiete, wo mehr Angebot-Nachfrage herrscht.
Das ist auch der Grund, warum Häuser in CH so teuer sind:
1.000 / 0,02 * 12 = 600.000!!!
Vielen Dank für die Ausarbeitung. Drei Dinge spielen hier eine Rolle:
a) der Prestigewahn, egal ob beim Haus oder Auto
b) die Möglichkeit, diesen Wahn auf Kredit vorzufinanzieren, sowie Kreditbedingungen (Anzahlungl) und Zinsen
c) das monatliche Einkommen
Vorhang auf, wen sehen wir da: den "Monthly Payment Consumer", eine Kreatur aus den USA aber genauso in Europa heimisch. Dieser Konsument auf Kredit beurteilt alles nach der nötigen Anzahlung und ob er sich die Kreditrate noch leisten kann. Allerdings ist Konsum auf Kredit ein vorgezogener Konsum, der später nicht mehr gemacht werden kann - siehe Spanien, Lettland, etc.
[11:00] Leserzuschrift-DE - Vergleich Immobilienpreise zum Einkommen:
Wenn man bei einer Familie von zwei Durchschnittsverdienern ausgeht, kommt man auf ein Monats-Nettoeinkommen von ca. 3300 EUR Man sollte zum Wohnen maximal 30% vom Netto ausgeben, macht also 20% vom Netto für die Kaltmiete. Also geben die beiden Durchschnittsverdiener im Jahr max. 7920 EUR für die Kaltmiete aus.
Wenn man eine Mietwohnung vermietet sollte man 8% Bruttorendite erzielen, was bei 4% Abschreibung, Instandsetzung und Sonstigem, 4% Nettorendite vor Steuern ergibt.
Und wenn man nun die 8% Rendite mit den 7920 EUR Kaltmiete in Verbindung setzt, kommt man auf einen Immobilienwert von 99.000 EUR.
Schaut man sich die durchschnittlichen ETW/EFH an, so muss man feststellen, das diese um das 2-3 fache im Vergleich zum Einkommen überteuert sind!
Durch die derzeit niedrigen Kreditzinsen ist das. Der Monthly Payment Consumer zahl so viel, weil er es sich (derzeit) "leisten" kann.
[11:00] Leserzuschrift-DE - es ist nicht nur das Haus, es ist Überkonsum auf Kredit:
as die Immobilienschaf-Diskussion betrifft, wollte ich kurz die Frage aufwerfen, WER zu einem großen Teil zu denjenigen gehört, die sich eine neue Immobilie bauen:
Es sind typischerweise junge Familien, also Menschen größtenteils in der Zeitspanne zwischen ihrem 35. und 45. Lebensjahr, die sich ein "eigenes Nest" bauen wollen.
Junge Familien prägen in vielen Fällen solche Neubausiedlungen, was von den jeweiligen Gemeinden, die das Bauland anbieten, gewollt und gefördert wird. Es ist sicherlich nichts dagegen einzuwenden, sich ein neues Haus zu kaufen, sofern genügend Vermögen vorhanden ist, idealerweise so viel, daß eine Immobilienfinanzierung per Kredit entbehrlich ist. Das Problem, das ich aber sehe, ist bloß, daß der Finanzbedarf in diesem Lebensabschnitt enorm hoch ist und üblicherweise am (Ehe-) Mann hängen bleibt. Im Hinblick auf die Beziehung zur Frau will man eine "schöne Zeit" miteinander haben, so daß der Konsum (neben dem eigentlichen Haus) sehr hoch ist: "Familienkutsche", Urlaub, "angemessene" Inneneinrichtung und die Ausgaben für das oder die Kinder gehören zum üblichen Bild, was "Familie" ausmacht, während oftmals nur ein wirkliches Einkommen (das des Mannes) zur Finanzierung dieses Lebensstandards zur Verfügung steht, weil die Frau irgendwann (gewollt oder ungewollt oder "gewollt" ungewollt) schwanger wird und während der Kindererziehungszeit ausfällt und möglicherweise nicht mehr wieder in ein normales Arbeitsleben mit entsprechendem Einkommen zurückfinden kann.
Das bedeutet, daß zu diesen hohen monatlichen Ausgaben noch die Kredittilgung und die Kreditzinsen monatlich hinzukommen, was in einer Vielzahl von Fällen wohl dazu führt, daß an einen (wertmäßig einigermaßen ernstzunehmenden) Vermögensaufbau nicht zu denken ist.
Das Problem mit dem Eigenheim ist doch, daß man einfach nicht flexibel ist, weder finanziell noch emotional, denn zum einem müssen schließlich die Kreditraten stetig in gleicher Höhe weitergezahlt werden und zum anderen hängt man doch emotional am eigenen Traumhaus. Wer zur Miete wohnt, hat aber den Vorteil, flexibel zu sein, d.h. in eine günstigere Mietwohnung umziehen zu können, sofern sich die Lebensverhältnisse und/oder Lebenshaltungskosten ändern. Außerdem hat der Mieter seine finanziellen Mittel nicht in einem Haus gebunden und kann sie daher sehr wohl zum Vermögensaufbau nutzen - während das Haus, je älter es wird, im Wert sinkt - und zwar gerade in diesem wirtschaftlichen Umfeld.
Soviel meine Ansicht zu dieser Diskussion.
Ein Lob muß an dieser Stelle noch gesagt sein, obwohl ich mich sicherlich wiederhole: Ich bewundere Ihre Arbeit! Ich habe beim Lesen der Beiträge sehr viel gelernt. Machen Sie weiter so!
Neben der Hypothek kommen noch Auto-Leasingraten, Ratenkredite für Möbel und den Riesenfernseher (muss unbedingt sein, besser gleich ein ganzes Home Cinema). Richtig auch der Hinweis, dass man an den Ort und den Job gebunden ist.
[12:45] Leserkommentar-DE - Bestätigung:
Die Diskussion die auf Ihrer Webseite um des deutschen zweit liebstes Kind (das EFH) entsteht finde ich koestlich!
In unserem Umfeld ist es zu 100% genau so wie beschrieben, nur das Alter der Personen stimmt nicht.
Drei meiner Kollegen sind unter 25 Jahre alt.
Alle drei haben sich jeweils ein "eigenes" Einfamilienhaus gekauft.
Alle drei haben es jeweils mit mindestens 100% finanziert und finden es in Ordnung dafuer 30 und noch mehr Jahre zu zahlen.
Zwei von den dreien spreche ich es ab nach zehn bzw. nach 15 Jahren spaetestens eine Anschlussfinanzierung zu bekommen, falls die politisch/wirtschaftliche Situation so bleibt.
Zwei der drei Kollegen legen auch noch, da aus der Sowjetunion zugewandert und durch ihre Frauen angestachelt, sehr viel Wert auf Prestige und konsumieren demzufolge auch sehr gerne (neue Moebel auf Pump neue Autos auf Pump etc.).
Ich habe meine Kollegen jeweils vorher gewarnt das ich nicht glaube das ihr "Finanzierungsmodell" zukunftssicher ist und klappt.
Keiner wollte meinen Rat, obwohl erwuenscht, ernst nehmen.
Im Nachhinein haben sich bei dem ersten schon Probleme gezeigt, die Kfz-Kreditrate war 100 Euro zu hoch und musste umgeschuldet werden.
Wichtig noch anzumerken ist das zwei Kollegen, wie sie sagen auch
sparen: Jeweils manchmal 50 Euro im Monat.
So ticken leider sehr viele junge Leute in unserem Land die einen einigermassen bezahlten Job haben oder sollte man lieber sagen so blöken sie.
Ich bin gespannt was die Zeit bringt und falls es nicht in den naechsten Jahren zum Schwur kommt, die "Vermoegenslage" meiner Kollegen in 10 Jahren aussieht.
Echt subprime!
[12:45] Leserzuschrift-DE - Immobilienpreise MUC:
Die meisten Ihrer Leser scheinen den Wohnimmobilienmarkt zumindest von München nicht zu kennen und selbst ziemlich knapp bei Kasse zu sein. In guten Lagen von München richtet sich der Kaufpreis keineswegs nach dem Zinsniveau. Nach Auskunft einiger bekannter Makler (ich suche derzeit selbst) bezahlen seit vielen Monaten bis zu 90% der Käufer in bar, sodass sich der Preis ausschließlich durch die Nachfrage ergibt. Von Schuldsklaven also keine Rede. Übrigens muß man selbst für 6000 € pro m² derzeit viel Glück haben, um ein brauchbares Objekte zu finden. Also: "Crack Up Boom" in grandioser Ausbildung. Man scheint schon genug Goldstückchen gebunkert zu haben.
Das betrifft primär Wohnungen innerhalb von München, nicht so sehr Einfamilienhäuser im Mortgage-Belt rundherum. Was hier läuft, ist der Crack-Up-Boom und diesen gibt es erst seit einigen Monaten. Es gibt in München einfach zu viele Euros, die losgebracht werden müssen. Die Zuschrift oben - "Bestätigung" kommt aus Norddeutschland, dort ist die Situation anders - dort sind die Käufer die Subprime-Schuldsklaven.
Neu 2010-08-06:
[15:00] Leserzuschrift-AT - Beispiels-Hypothekensklave:
Hier ein Beispiel, wie man sich fuer eine recht bescheidene 80m2 Eigentumswohnung fuer 30 Jahre freiwillig zum Sklaven seiner Bank, seiner Firma und ggf auch seiner Familie machen kann:
Ueberdurchschnittliches AT - Netto - Haushaltseinkommen (angestellt): 24.000 Euro p.a.
Aufwendungen pro Jahr fuer Lebensmittel, Auto, Urlaub, etc.: 13.400 Euro (recht sparsame 1.116 Euro p.m.)
Bleiben 8.400 Euro fuer die Finanzierung des Eigenheimes im Beispiel in Wien (=700 Euro p.m.)
Kaufpreis: 80m2 x 2.650 Euro / m2 = 212.000 Euro
Nebenkosten fuer Kauf (Makler, Notar, etc.) : 22.000 Euro
Mittelbedarf: 234.000 Euro
Eigenmittel (gespart, geerbt, etc.) = 30% = 70.200 Euro
Restschuld: 163.800 Euro
Zinssatz: 5,2 % p.a. effektiv
Laufzeit zur vollstaendigen Tilgung: 30 Jahre
Zinsen und Gebuehren Gesamt: 155.643 Euro
Gesamtaufwand: 389.643 Euro
Ein einigermassen ruhiges Leben hat unser Hypothekensklave aber nur, wenn:
- sich die Zinsen und Steuern 30 Jahre lang nicht veraendern (...)
- er keinen Fremdwaehrungskredit abgeschlossen hat (Waehrungsrisiko)
- er keinen Tilgungstraeger mit Endfaelligkeit gewaehlt hat (Tilgungstraegerrisiko)
- das Netto - Haushaltseinkommen 30 Jahre lang mindestens gleich hoch bleibt
- Keine Verdienstunterbrechungen eintreten (Jobwechsel, Kuendigung, Kinder, Sabatical, etc.)
- keine sonstigen unvorhergesehenen Zwischenfaelle eintreten (Krankheit, Scheidung, weiteres Kind, Umzug, etc.)
- Keinerlei Reparaturen anfallen (unwahrscheinlich, normalerweise gehoeren 2% p.a. vom Anschaffungswert in die Reparaturreserve = ca. 4.000 Euro pro Jahr, doch woher nehmen...)
- Die Preise im Wohnviertel der Wahl nicht unvorhergesehen sinken
- Sonst keinerlei grosse Ausgaben getaetigt werden (neues Auto, teurer Urlaub, etc.)
Und im Jahr 2040 erhaelt unser braver, nunmehr ergrauter Familienvater - Sklave seine Freiheitsrechte zurueck und ist stolzer Eigentuemer einer Wohnung, um die sich dann im besten Fall die lieben Erben streiten koennen....
P.S. Ich selbst wohne zur Miete.
30 Jahre Sklaverei. Gute Nacht. Nur wird er kaum über die 30 Jahre kommen, denn die nächsten Jahre werden "turbulent".
[16:30] Leserkommentar-DE - die wahren Kosten:
Das wichtigste in den aufgestellten Kosten sind die erste und die letzte Zeile:
Kaufpreis: 212 K
Gesamtaufwand: 389,6 K
Was lernen wir daraus oder was sollten wir daraus lernen als noch unschlüssiger Häusleabbezahler?
EINE HÜTTE KOSTET NICHT SOVIEL WIE DER KAUFPREIS SONDERN SO VIEL WIE DAS DARLEHEN!! (+Nebenkosten)
FÜR DIE NÄCHSTEN JAHRE HEISST DAS: DAS DARLEHEN WIRD IMMER TEURER UND DIE HÜTTE IMMER BILLIGER!!
ABER MAN KANN ES HUNDERTMAL SAGEN, ES WIRD NICHT VERSTANDEN/GEGLAUBT!!
Wer die Grundrechenarten aus der Grundschule noch beherrscht, möge sich mal ausrechnen, was man alternativ mit den 70 K Eigenkapital
Schon bei einer lächerlichen Kapitalverzinsung von sagen wir 6% nach 30 Jahren hat. Stichwort Zinseszins..
Ganz zu schweigen von dem Leverage, den man durch niedrigere Wohnkosten anstelle von Zins und Tilgung alternativ konsumieren oder investieren könnte.
Und liebe Immobilienlemminge: Immer schön die Grundschuld unterschreiben und am besten noch vorschlagen, auf einen Sicherungsvertrag zu
Verzichten oder ihn jedenfalls nicht zu lesen, das wäre ja “unnötige bürokratische Förmelei”
Aber das verstehen diese Schafe nicht. Ausserdem bezahlen sie auf den GESAMTPREIS noch 50% Steuer, d.h. der Gesamtaufwand kommt von den übrigbleibenden 50% (Mehrwertsteuer ist schon im Kaufpreis drinnen - real 70%).
Man könnte sogar noch bösartiger sein und sagen: die Wohnungspreise werden nach dem maximalen Kreditrahmen der Zielgruppe angesetzt.
[19:15] Leserkommentar-DE - "Hypothekenschaf" gegen "Mietschaf":
Gesamtaufwand von 389,6K für 30 Jahre minus die eingesparten Mietzahlungen, ich nehme mal an, diese liegen bei 800,- Euro im Monat konstant für 30 Jahre, macht das:
389600 - (800 x 12 x 30) = 101600 Euro Nettoaufwand für die eigene Hütte. Nehmen wir an der Eigentümer lebt noch 20 Jahre und, - was in der Realität nicht zutreffend ist -, spart sich monatlich 800 Euro, so sind das ein Nettogewinn von 90400 Euro.
Natürlich blöckt das Mietschaf aus seiner Wohnung in Klein-Manhatten im 10. Hieb, die Nettodifferenz legt er gewinnbringend am Kapitalmarkt an, doch leider häufen sich die Krisleins und der Millisekundentrader an der Wallstreet und der gierige Vater Staat lassen vermeintliche Gewinnhochrechnungen leicht in die Verlustzone schwappen. Also, liebes Mietschaf - leider haben Sie die Weisheit auch nicht mit dem Löffel gefressen.
Alles zu seiner Zeit. Die nächsten Jahre sind wesentlich günstiger für Mieter. Die Chance, dass das Hypothekenschaf sein Haus abgeben muss und alles verliert, ist enorm hoch. Soviel zum "Hausbesitzerstolz" in der Depression. Ein blick in die USA oder nach Spanien genügt.
[20:30] Leserkommentar-DE dazu:
Generell ist nichts gegen ein eigenes Haus zu sagen, ggf. auch nicht auf Kredit, sofern man es mit der Sichtweise des Investors und Unternehmers macht.
1. Im Einkauf liegt der Gewinn, bedeutet z.B. auch nicht die inflationierenden Pappdeckelhäuser mit Fresswarze auf einem begehbaren Blumentopf in einer Hypothekensiedlung zu kaufen sondern z.B. ein Landgut, Hof, Dorfhaus o.ä. und zwar dort, wo es in Deutschland noch billig und schön ist - z.B. im Nordosten.(gibts auch kaum Migranten)
2. Den evtl. Kredit nicht selbst zu bedienen, sondern nach Möglichkeit ein günstiges, sanierungsbedürftiges ländliches Anwesen (Fördermittel durch Dorferneuerung möglich) erwerben, wo noch Platz für Mietwohnungen besteht samt genügend Land bei wenig Nachbarn ( kein Streß durch Knallerbsenstrauch.... Sie erinnern sich? )
Die Mieter zahlen dann das Haus ab - Miete gar unter Mietspiegelniveau möglich. Sofern man diese als Kunden betrACHTET (sollte jeder Investor) gibts auch keine Mietnomadisierung.
3. Diese Mietwohnungen durch eine Mietermodernisierungsvereinbarung ( Abgeltung durch zeitlich begrenzte geringere Miete = Steuervorteil) kostensparend durch Eigenleistung der Mieter renovieren lassen.
4.Kreditverträge mit Sondertilgungsrecht vereinbaren und parallel EM ( notfalls Bares) in Höhe der Schuld ansammeln oder besser schon besitzen, sofern man alles nicht gleich bar bezahlen kann.
5. Eigene Firma aufbauen, geht oftmals schon nebenberuflich, welche unvorhergesehene Risiken notfalls auffängt. Vorteil:Man kann heimischen Wohnraum als steuermindernden Gewerberaum deklarieren. Wer schon Erfahrungen hat, kann Teile des Hofes ( z.B. Nebengelasse) ins Firmenvermögen schreiben (z.B. GmbH wg. Verminderung des Haftungsrisiko).
6. Schon beim Kauf des Hauses eine Exitstrategie (also Notverkauf unter Verkehrswert) mit einkalkulieren.
7. Sich was einfallen lassen und Kreativität zeigen. Dann kann man auch in der heutigen Zeit beruhigt die angenehmen Vorteile eines Hauses nutzen, denn generell ist selbst erschaffenes Eigentum ja nichts Verwerfliches, oder?
Ja so ist es: der Gewinn liegt im billigen Einkauf. Aber das ist Investor-Denken garantiert nicht kompatibel mit dem Denken der Herde. Diese kauft IMMER am Höhepunkt und fährt dann mit ihrem "Investment" in die Hölle. Nur, diesesmal ist dieses auf Kredit mit persönlicher Haftung. Von Steuern und deren legaler Umgehung weiss die Herde auch nichts, denn sie kann nur konsumieren und Monatsraten vergleichen.
[20:30] Leserkommentar-DE - Stolze Eigentümer:
Wieso kommt der häufigste Grund für die Anschaffung einer eigengenutzte Immobilie nie zur Sprache: man will nicht vom Eigentümer vertrieben werden können? Natürlich kann der Staat das Eigentum konfiszieren, aber das kommt doch höchst selten vor. Außerdem: was nützen mir ein Keller voll Gold (bis zu einem 20-Jahresbedarf kann das natürlich schon ziemlich beruhigen), nur um die Erben zu beglücken? Es gibt halt Menschen, die sich in eigenen 4 Wänden sicherer fühlen. Zugegeben: Ein ziemlich archaisches, aber mächtiges Motiv, das jedoch nicht einfach "abgeschaltet" werden kann. Also zusammengefasst nochmals die Frage: Warum soll sich ein Mensch nicht für eine Wegstrecke seines Lebens ein eigenens kleines Stück Heimat gönnen, wenn er sichs locker leisten kann und Freude daran hat (mit Angabe muß das überhaupt nichts zu tun haben)? Ist es da nicht viel unverständlicher, wenn einer unbedingt 8 Zylinder für seine Selbstdarstellung braucht, um Menschen zu imponieren, die er gar nicht mag?
Jetzt kommen wir zum Kern des Immo-Wahns: Prestige. Nur leider ist der "stolze Besitzer" dieses meist nur am Papier, da das Haus real der Bank gehört. Macht nichts, herzeigen kann man das Haus ja trotzdem. Und das dicke Auto auf Leasing gehört unbedingt davor, um das Bild abzurunden.
[21:00] Leserkommentar-CH:
Ein stolzer Eigentümer mit 8 Zylinder ? Ein richtiger Landlord fährt V12 und hat nebst Immos auch EM. Die ganze Ladung halt. Nur so fühlt er sich wohl.
Und hat alles bar bezahlt.
Neu 2010-08-05:
[7:45] Leserzuschrift-AT - Kreditschafe abzocken war, ist und bleibt das beste und vorallem das stabilste Geschäft:
Praxisbeispiel mein Vater:
Er betrieb bis 1955 eine Snackbar in einer US-Kaserne und wurde gebeten den GIs Kredite zu geben
(weil die sich untereinander gestritten/beklaut haben, und so Unruhe in die Truppe brachten)
Die Zinsen wurden vom Gen. wie folgt festgelegt:
Bei Kreditaufnahme von je $10,- bis zum 15. sind am nächsten Monatsersten $ 15,- fällig
Bei Kreditaufnahme von je $10,- ab dem 16. sind am nächsten Monatsersten $ 12,- fällig
(Kreditaufnahme am 29. war nicht selten)
Diese Konditionen waren damals unter den Soldaten üblich..
Ausreichende Verzinsung würde ich sagen, da braucht es keine genaue Kalkulation.
Die Rückzahlung war gesichert und funktionierte wie folgt:
Ein langer Tisch, am Anfang wurde der Sold ausbezahlt, dann kamen div. Stationen für die Abzüge
freiwillige Spenden SOS u. a.., Zahlungen für verlorene Ausrüstung, div. Strafen (Schnellfahren etc)
Am Ende des Tisches saß die Daddy-Bank und kassierte offiziell den Rest vom Sold.
Oft wurde sofort ein neuer Kredit vergeben, da für Rückzahlung nichts übig war.
Sie brauchten aber frisches Geld weil die meisten GIs sofort zu den "Schatzis" laufen mussten.
Schlaue haben einige Tage gewartet, die konnten für einen Bruchteil die Puppen tanzen lassen.
Mein Vater hat mit den Amis ATS Mios verdient, und alle waren glücklich.
Aus dieser Zeit hat er auch noch eine goldene Breitling die ein GI weggeworfen hat
weil das Glas gebrochen war.
Die Masse kann einfach nicht mit Geld umgehen.
Das war zur österreichischen Besatzungszeit bis 1955. War aber real nur mit den Amis möglich, da nur diese genügend verdienten. Man hatte also den Kredithai bereits in der Kaserne, um für Ruhe zu sorgen.
Die Masse konnte damals nicht mit Geld umgehen und kann es heute auch nicht.
Neu 2010-07-04:
[21:45] In früheren Zeiten: Sklaven in der römischen Antike
Konnte ein Römer seine Schulden nicht mehr bezahlen, so hatte sein Gläubiger das Recht, diesen auf dem Sklavenmarkt zu verkaufen, um an sein Geld zu kommen.
Kommt es wieder?
Noch mehr dazu: Schuldknechtschaft
[21:00] Kein Wunder: Die Schuldenindustrie boomt
[17:00] Leserzuschrift-DE - Grundschuld-Verdummung:
Wie verhält es sich, wenn die Schulden einer Immobilie zwar zurückgezahlt aber die Grundschuld im Grundbuch noch nicht gelöscht wurde.
Auf eine Anfrage bezüglich Löschung der Grundschuld beim Notariat ergab folgendes.
Es wurde empfohlen, die Grundschuld nicht löschen zu lassen, da der vorhandene Grundschuldbrief "bares Geld wert wäre".
Banker und Notare geben diese Auskunft, da bei einer neuen Hypothek die neuerliche Grundbucheintragung einer Grundschuld entfällt. Aber wie gefährlich das ist, sieht man unten.
[7:15] Leserfrage-DE zu Zwangsvollstreckungsunterwerfung:
Bei mir ist die Zwangsvollstreckungsunterwerfung zusammen in einem notariellen Dokument mit der Grundschuldbestellung. Dabei ist die Zwangsvollstreckungsunterwerfung mit diesem Text geschrieben (Abschnitt 2):
"Der Eigentümer unterwirft sich wegen aller Ansprüche an Kapital, Zinsen und Nebenleistung, welche der Gläubigerin (Bank) aus der Grundschuld zustehen, der sofortigen Zwangsvollstreckung in das mit der Grundschuld belastete Grundeigentum, und zwar in der Weise, daß die Zwangsvollstreckung gegen den jeweiligen Eigentümer des
Grundeigentums zulässig sein soll."
Ich bin kein Jurist, dennoch nach meinem Verständnis bin ich aus der Sache draußen. Die Wohnung ist Verkauft und die Grundschuld an den neuen Eigentümer abgetreten, daher bin ich nicht mehr der "jeweilig Eigentümer des Grundeigentums" sondern das ist der neue Besitzer.
Weiter heist es dann in einem neuen Abschnitt (4):
"Kreditnehmer übernimmt hiermit die persönliche Haftung für die Zahlung eines Geldbetrages, dessen Höhe der vereinbarten Grundschuld (Kapital, Zinsen, Nebenleistungen) entspricht und unterwirft sich gleichzeitig deswegen der sofortigen Zwangsvollstreckung aus dieser Urkunde in sein gesamtes vermögen. Dies gilt auch schon vor der Eintragung der Grundschuld im Grundbuch und vor der Vollstreckung in das belastete Grundeigentum sowie für den Fall des Erlöschens der Grundschuld im Zwangsversteigerungsverfahren hinsichtlich des Betrages (Kapital, Zinsen, Nebenleistungen, Kosten), mit welchem die Gläubigerin hierbei ausgefallen ist. Er beantragt beim Notar, der Gläubigerin auch insoweit eine vollstreckbare Ausfertigung dieser Urkunde zu erteilen.
Der Notar hat insbesondere auf die über die Grundschuldsicherheit hinaus übernommene persönliche Schuldverpflichtung hingewiesen und über die daraus folgende Haftung mit dem gesamten Vermögen belehrt.
Aus der unter 1 bestellten Grundschuld und der übernommenen persönlichen Haftung darf sich die Gläubigerin nur einmal in Höhe des Betrags der Grundschuld nebst Zinsen, Nebenleistungen und Kosten der dinglichen Rechtsverfolgung gem. §1118 BGB befriedigen."
Also dieser Abschnitt irritiert mich. Hier ist nirgends erwähnt wann ich aus der Haftung entlassen werde. Schließlich verweist der Abschnitt 4 nicht auf die Regel des Abschnitt 2 und müsste somit immer noch Gültigkeit haben.
Oder versteht ein Jurist diesen Text anders?
Gruß, ein dankbarer Leser. Sie leisten hervorragende Aufklärungsarbeit!
Diese Zuschrift wurde gebracht, damit alle sehen, was in diesem Teufelszeug drinnensteht. Wenn man das so liest, wird man nie aus der Haftung entlassen, bis die Grundschuld aus dem Grundbuch entfernt ist und alle Dokumente vom früheren Schuldner eingezogen wurden.
[10:00] Leserkommentar-DE - persönliche Haftung:
"Kreditnehmer übernimmt hiermit die persönliche Haftung für die Zahlung eines Geldbetrages, dessen Höhe der vereinbarten Grundschuld (Kapital, Zinsen, Nebenleistungen) entspricht und unterwirft sich gleichzeitig deswegen der sofortigen Zwangsvollstreckung aus dieser Urkunde in sein gesamtes vermögen. "
Das heißt aber auch, das Vermögen ist beim Ehepartner sicher (sofern es der Ehepartner auch ist)- ebenso hat die Bank keinen Einblick in Auslandskonten oder Auslandsdepots und auch keinen Zugriff auf verstecktes EM. Nach Gesetz dürfte selbst die dämliche Riesterrente geschützt sein -
naja, die dürfte beim Staatsbankrott ohnehin weg sein.
Wenn der Ehepartner mit unterschrieben hat, ist dort auch nichts sicher. Aber Edelmetall ist generell sicher, wenn es nirgends registriert ist (selbst eine Registrierung beim Kauf beim Händler dürfte nicht auffindbar sein) und niemand ausplaudert.
[12:30] Leserkommentar-DE - Haften tut man sowieso total:
Man wird erst DANN aus der Haftung entlassen, wenn der gesamte Kredit abgelöst, dh. ALLE Forderungen aus dem
Darlehensvertrag bezahlt sind. Punkt!
Im Falle einer Grundschuld, für die kein Sicherungsvertrag gemacht wurde, besteht aber selbst dann noch ein
Restrisiko, weil die Grundschuld eben anders als eine Hypothek abstrakt ist und nicht an den Bestand einer Forderung
geknüpft ist. Bei der Hypothek besteht diese Verbindung mit der besicherten Forderung kraft Gesetz, bei der Grundschuld
muß diese Verbindung erst durch Vertrag quasi HERGESTELLT werden. Tut man das nicht, kann die Bank zumindest formal und technisch gesehen
In voller Höhe sogar dann vollstrecken, wenn das Darlehen ungekündigt oder sogar schon bezahlt ist. Im Ernstfall muss man dann Vollstreckungsgegenklage
Erheben und auf die Gerichte hoffen. Die Chancen, dass die Gerichte das stoppen, stehen da nach meinen Erfahrungen allerdings sehr gut, alles andere
führt zu Bürgerkrieg. Deshalb waren auch die Banken hier bisher sehr zurückhaltend und werden es wohl auch bleiben, zumal auch der Gesetzgeber schon reagiert hat.
Wer sich hier aber auf gentlemen agreements verlässt, dem ist nicht mehr zu helfen! Seit wann sind Banken gentlemen?
Die Banken profitieren erheblich davon, dass die Leute den kniffeligen Unterschied zwischen Hypothek und Grundschuld nicht kapieren.
Sie würden die Schuldsklaven auch mit ihren Organen haften lassen, wenn Organhandel legal wäre. Die Ziffer 4) in der Urkunde des Lesers
Ist der beste Beweis.
Der Hintergrund für diese Klausel ist einfach: Haften tut man sowieso total-die Banken will das aber gar nicht erst EINKLAGEN müssen.
Noch ein Nachtrag: Warum wohl wird der Unterschied zwischen Grundschuld und Hypothek erst seit 2007 praxisrelevant?? Weil wir
Seitdem eine Finanzkrise haben, in der nicht nur die Kreditnehmer, sondern auch die KreditGEBER (=Banken) unter Wasser geraten!!
Vor 10 Jahren noch hat das alles keine Sau interessiert, weil man für fast jeden notleidenden Kredit Umschuldungen/Anschlussfinanzierungen bekommen
Hat, wenn die Sicherheit gestimmt hat! Und die hat eben fast immer gestimmt, siehe die Entwicklung der Immobilienpreise aufgrund Inflation.
Übersetzt: man per Grundschuld etc. mit euch Schuldsdklaven machen, was man will - wenn ihr nicht aufpasst.
[13:45] Leserzusendung-DE - TEUFELSZEUG:

Vielen Dank. Wenn man nicht aufpasst: versklavt für immer.
PS: in Italien etwa ist es viel schwieriger eine Hypothek zu bekommen, da es nicht so leicht ist, die Leute mit solchen Instrumenten zu versklaven wie in Deutschland. Je mehr Sklave um so leichter gibt es einen Kredit.
Neu 2010-08-03:
[16:00] Leserzuschrift-DE - Gefahr der Komplett Rasur:
Eine, so glaube ich, wichtige Ergänzungs- Frage, die für viele "Grundbuch Schafe" durchaus existenziell werden könnte (Gefahr der Komplett Rasur):
Mit der abstrakten sofortigen Zwangsvollstreckungsunterwerfung hat die Bank ja auch Zugriff auf alle inländischen, auf den Namen des Kreditnehmers lautenden Giro- Konten und Wertpapier- Depots.
Frage im Namen aller EM Minen Halter mit einer Grundschuld am A...:
Anstelle sein Aktiendepot nun komplett ins Ausland zu verschieben, sollte es doch auch möglich sein, seine Aktien und "Wertpapiere" auf ein Depot des Ehepartners zu übertragen. Geht das problemlos, bzw. wie verhält sich das Steuer- mäßig oder auch im Falle einer Scheidung ?
Oder gibt es hier nur die alleinige Möglichkeit: Mit allem Vermögen, das man gerade nicht zum Überleben braucht, in physisches EM gehen und so auch nicht zumindest mit einem Teil an der evtl. besseren EM Minen Entwicklung (klar, das unternehmerische Risiko ist ein anderes Thema) teilhaben können ?
Die Bank kann sich eigentlich aus dem Vermögen des Schuldners aussuchen, was sie haben möchte - falls dieser bei Fälligstellung des Kredits nicht sofort bezahlt. Wertpapiere sind ihr sicher lieber als ein Haus, das erst versteigert werden muss. Vermutlich hilft es nicht einmal, die Aktien im Ausland zu halten.
Also: ZUERST DIE SCHULDEN LOSWERDEN, BEVOR MAN MIT DEM INVESTIEREN BEGINNT!
[15:30] WIWO - passt dazu: Wie gefährlich ist Konsum auf Pump?
[15:30] Leserzuschrift-CH - Auszug aus einem Hypothekenvertrag einer Schweizer Bank:
Vorzeitige Fälligkeit:
Die Bank kann diesen Vertrag mit sofortiger Wirkung ganz oder teilweise kündigen und unabhängig von bestehenden Produktnutzungen die Rückzahlung verlangen, falls eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
- der Schuldner verletzt eine Bestimmung des vorliegenden Kreditvertrags "Hypothek"
- der Schuldner ist mit einer Zins- und/oder Amortisationszahlung mehr als 30 Tage im Rückstand
- gegen den Schuldner werden irgendwelche Zwangsvollstreckungsmassnahmen wie Pfändung, Pfandverwertung, Konkurs oder Nachlass getroffen
- die Bonität des Schuldners hat sich wesentlich verschlechtert
- eine Änderung der Eigentumsverhältnisse tritt ein
- die als Sicherheit dienenden Grundstücke werden nach Ansicht der Bank einzeln oder gesamthaft in ihrem Wert vermindert oder bieten ihr sonst nicht mehr genügend Deckung
- provisorische oder definitive Bauhandwerkerpfandrechte werden eingetragen
-> Kommentar: Die Bank findet immer einen Weg den Kredit fällig zu stellen, ist gar keine so grosse Sache
Na, wer wird hier versklavt? der Schuldner natürlich!
[12:30] Leserfrage-DE zu Zwangsvollstreckungsunterwerfung:
Ich hatte auch mal eine Wohnung auf Kredit. Nun ist der Kredit weg, Wohnung verkauft und die Grungschuld an den neuen Eigentümer abgetreten.
Damals mussten wir auch eine Zwangsvollstreckungsunterwerfung unterschreiben.
In der Zwischenzeit haben wir alle Konten und Geschäftsverbindungen der Bank gekündigt und haben keine Schulden mehr.
Aber was ist mit der Zwangsvollstreckungsunterwerfung? Können die immer noch irgend etwas vollstrecken, obwohl wir bei der Volksbank keine Kunden mehr sind?
Ich habe auf Ihrer Seite schon einiges darüber gelesen, aber keine Antwort auf diesen Fall gefunden.
Die Bank hat mir nur angeboten ein Schreiben zu erstellen, dass wir keine Schulden mehr bei der Bank haben und somit keine Forderungen in der Zukunft entstehen können, was ist von solch einem Schreiben zu haben, das auch noch 25 EUR kostet?
Es wäre schön, wenn Sie diese Frage abdrucken könnten, vielleicht weiß ein Experte auch hierüber Bescheid.
Normalerweise müsste die Bank dieses Papier an den Ex-Schuldner zurückgeben, der es dann vernichten kann. Oder geht es bei Bedarf an Lone Star weiter?
[15:30] Leserzuschrift-DE - da gibt es noch solcher Skavereipapiere:
Die Banken lassen sich zusätzlich zur Grundschuld (mit oder ohne Brief) immer auch "Vollstreckbare Ausfertigungen" erteilen.
Nach Rückzahlung des Kreditbetrages muss man sich neben dem Grundschuld/ Brief auch ALLE Exemplare
dieser vollstreckbaren Ausfertigung zurückgeben lassen.
Die Betonung liegt auf ALLE, denn nach meiner Erfahrung mit Volksbanken, wird anstandslos der Brief und EINE Ausfertigung zurückgesandt.
Eine ZWEITE wurde erst nach Aufforderung herausgegeben.
Nach Auskunft meines Notars lässt sich die Volksbank immer 2. Ausfertigungen ausstellen.
Das dahinter eine Absicht steckt, die sich dem ahnungslosen Schuldner nicht erschliesst, dürfte klar sein.
Auch bei Verkauf die vollstreckbaren Ausfertigungen (zur Anzahl den Notar fragen! ) zurückzuverlangen, kann keinesfalls schaden !
[15:45] Leserzuschrift-DE - noch mehr Grauslichkeiten:
Bei der Zwangsvollstreckungsunterwerfung handelt sich um ein abstraktes Schuldversprechenund und eben wegen der Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung auch um einen gesonderten Vollstreckuinstitelgemäß § 794 Absatz 1 Ziffer 5 ZPO. Aus der notariellen Urkunde kann damit die Zwangsvollstreckungsowohl in den belasteten Grundbesitz als auch in das gesamte sonstige Vermögen erfolgen.
Ein Urteil ist dazu regelmäßig nicht erforderlich.
Bei der Abtretung der Grundschuld geht die persönliche Vollstreckungsunterwerfung nicht automatisch mit der Grundschuld auf den neuen Gläubiger über. Vielmehr muss der selbständige Anspruch hieraus ausdrücklich mit abgetreten werden.
Eine Zwangsvollstreckungsunterwerfung in der Grundschuldurkunde muss übrigens ebenfalls in der Sicherungszweckerklärung ausdrücklich vereinbart sein, es sei denn sie ist laut den AGB der Bank wirksam als prinzipiell zu leistende Sicherheit vorgegeben; anderenfalls ist sie nichtig.
Eine Erklärung der Bank dass keine Forderungen mehr bestehen, ist nicht hinreichend, da die Zwangsvollstreckungserklärung wie auch die Grundschuld selbst ein Abstraktum darstellen und eben
nicht an das Darlehen gebunden sind, trotz Sicherungszweckerklärung und auch bei bereits getilgtem Darlehen.
Siehe dazu auch Wikipedia, von dort sinngemäß und verkürzt zitiert, ist aber rechtlich korrekt.
[20:00] Leserkommentar-DE - Zwangsvollstreckungs.....
nix für ungut, aber die Diskussion macht einen vollkommen kirre. Im grunde ist das nur noch Wahnsinn pur. Wer soll da als normaler Bürger überhaupt nur noch annähernd durchblicken. Recht was für Recht?!
Treu und Glauben, was für Treu und Glauben?! usw.
Ich dachte ich hätte es jetzt alles in Kasten nachdem die Grundschuld gelöscht ist und die Bude verkauft. Und jetzt durch die Beiträge in hartgeld, weiss man überhaupt nicht mehr, was nun "Richtig oder Falsch" ist.
Gut ok, wenn ich das nicht einschätzen kann, gehts nur so auf Nr. sicher zu gehen. Habe gerade Bank angeschrieben und die Zwangsvollstr. in Papierform eingefordert.
Wir sind wirklich in einer Zeit die ein Wahn ist.
Man muss das alles auch aus der Sicht der Bank sehen: diese gibt eine Menge Spargeld her und möchte dieses Geld wiedersehen, wie die Sparer auch. Bei den heutigen hohen Immobilienpreisen sind die Hypothekensummen so gross, dass ein beträchtlicher Teil des LEBENSEINKOMMENS des Kreditnehmers zur Rückzahlung aufgewendet werden muss - tolle Langzeitsklaverei, oft über 30 Jahre hinaus. In dieser Zeit kann viel passieren: Tod, Scheidung, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftskrise, usw. Ausserdem ist die Zinsspanne im Gegensatz zu anderen Konsumkrediten bei Hypotheken wegen der grossen Konkurrenz recht gering. Die Sparer wollen ihr Geld jederzeit abheben wollen, daher möchte die Bank das Kreditgeld sicher wiederhaben. Kein Wunder, dass sie sich so absichert. Aber niemand ist gezwungen, dieses Teufelszeug zu unterschreiben.
[21:15] Leserkommentar-DE - Ein Letztes zur Grundschuld:
Um die Klarheit weiter aufzuhellen:
Eine Grundschuld ist "abstrakt", d.h. losgelöst von einem Darlehen. Bedeutet: Ich kann als Gläubiger die Grundschuld verwerten, auch wenn mein Schuldner keine Schulden bei mir hat.
Eine Hypothek ist "akzessorisch", d.h. zwingend an ein Darlehen gebunden. Bedeutet: Ich kann nur in Höhe der Restschuld (Darlehen) die Hypothek vollstrecken. Ist das Darlehen auf NULL, ist die Hypothek nicht mehr existent. Sie kann auch nicht wieder aufleben. Man stelle sich das so bildlich vor:
Die Hypothek ist ein Baumstamm. Das Darlehen ist ein roter senkrechter Strich auf dem Baumstamm. Wenn ich das Darlehen tilge, säge ich immer eine Scheibe vom Baum weg. Wenn ich unten angekommen bin, ist der rote Strich (Darlehen) und Hypothek (Baum) weg!
...einfach mal bei der Hausbank eine Hypothek zur Besicherung bestellen - mal gucken, wie die aus der Wäsche schaun! (Wird nämlich nicht mehr auf den Berufsschulen und im Bänkerstudium explizit gelehrt!)
1. Normalerweise wird die Grundschuld BRIEFLOS eingetragen (also ohne weitere Papiere - den Grundschuldbrief). Das heißt, es gibt zwar Verträge zum Darlehen, eine Zweckerklärung (die das Darlehen an die Grundschuld bindet) und eine Menge weiteres Papier (Widerrufserklärung etc.), aber es gibt die Grundschuld NUR im Grundbuch.
2. Wenn das Darlehen abgezahlt ist, kann man die Grundschuld löschen lassen.
3. Wenn die GS gelöscht ist und die Löschung im Grundbuch eingetragen ist, GIBT ES KEINE GRUNDSCHULD MEHR und damit auch keine Zwangsvollstreckungsunterwerfung. Hierzu geben die §§ 1113ff. des BGB Auskünfte (alles zur Hypothek), die Grundschuld wird in §1192 BGB geregelt (mit dem Verweis, dass sie wie eine Hypothek behandelt wird). Wer noch tiefer in §§ einsteigen will, dem sei die GBO (Grundbuchordnung) empfohlen - Achtung: Schlafattacken durch Beamtendeutsch sind garantiert!
4. Was im GRUNDBUCH eingetragen und bekannt gemacht ist, genießt "öffentlichen Glauben", d.h. NUR was da drin steht, das gilt im Rechtsverkehr. Gibt es widersprüchliche Papiere (z.B. einen Grundschuldbrief mit Zwangsvollstreckungsklausel), so "gewinnt" immer das Grundbuch! Im Zweifel wird NIEMALS ein Richter eine Zwangsverwertung vornehmen, wenn Sie ihm eine blütenweiße Kopie des Grundbuchs vor die Nase halten!
5. Wer ein berechtigtes Interesse nachweist, kann Einsicht ins Grundbuch nehmen - also einfach mal nachschauen auf dem Amt und sich eine Kopie machen. Als Eigentümer (oder ehemaliger Eigentümer) hat man immer ein berechtigtes Interesse, z.B. um sich persönlich von der Löschung der Grundschuld zu überzeugen.
6. Wer Grundschulden oder Hypotheken mit BRIEF ausfertigen läßt, ist aus meiner Sicht nicht ganz klar im Kopp...
Merke: Grundbuch OK = Leben OK
Und: Grundbuch voll mit Grundschuld + Zwangsvollstreckungsklausel = *määäh*
So, alles klaro, Leute?!
Ein richtiges Teufelszeug, diese Grundschuld.
Es sollten sich einmal die Cartoonisten dazu Gedanken machen.
[10:00] Leserzuschrift-DE - aus der Schuldsklaverei verabschiedet:
Hauptsache man hat ein schniekes Häuschen und kann damit ein wenig protzen. Doch wem gehört es? Der Bank... In meinem Umfeld ist es wie ein Virus, man muss, auf Teufel komm raus, bauen. Die Häuslebauer wären die perfekten Verkäufer, denn da kommen Argumente, da würde sich jeder Vertrieb die Hände reiben.
Ein anderer Fall: Ein Bekannter hat vor rund 15 Jahren gebaut, guter Job, somit hat er auch alle benötigten Kredite erhalten. Seine Frau stand in keinem Kreditvertrag, aber anscheinend gehörte ihr dennoch ein Teil vom Haus. Denn als sie sich nicht mehr verstanden, zog sie keinesfalls aus, ganz im Gegenteil. Sie verstand es perfekt ihren Mann zu erniedrigen. Der Mann ging schuften, auch am Wochenende, nach Feierabend, schwarz. Doch auch der beste Sklave kann irgendwann nicht mehr buckeln und somit hat er sich dann nachts auf dem Dachboden mit Strick "verabschiedet".
[7:15] Leserzuschrift-DE - wollt Ihr die totale Versklavung? Jaaaaa!
bei dem Unsinn den einige Schafe derzeit unter der Rubrik Kredite/Verschuldung absondern, sollten Sie vielleicht nochmal meinen Beitrag vom Februar abdrucken.
Offenkundig sind viele Kreditschafe nicht nur zu blöd zu lesen sondern wollen einfach nicht verstehen:
Eine Grundschuld mit Zwangsvollstreckungsunterwerfung ist KEINE Hypothek. Sie ist ein ABSTRAKTES, SOFORT VOLLSTRECKBARES Schuldversprechen, das die Bank (und andere), wie ein Leser völlig richtig schreibt, JEDERZEIT unabhängig vom Bestehen einer realen Schuld gegen den Besteller (Schuldner) vollstrecken kann, auch wenn Sie sich nicht einen Cent geliehen haben. Darum heißt es ja auch ABSTRAKTES Schuldversprechen. Wenn irgendwelche Schafe behaupten, man müsse nur beim Notar zuhören, so ist das völliger Blödsinn. Ich habe selbst an rund 250 notariellen Beurkundungen und Grundschuldbestellungen in den letzten Jahren teilgenommen. Noch NIE habe ich erlebt, dass ein Notar dem Opfer erklärt: „Wer diese Urkunde mit Ihrer Zwangsvollstreckungsunterwerfung erhält, ggf. auch durch spätere Abtretung von Ihrer Bank, kann von Ihnen den darin genannten Betrag nebst 18% Zinsen ab heute beitreiben, auch wenn Sie keinen Cent Schulden haben OHNE dass Sie sich der Pfändung vor Zahlung des beurkundeten Betrages widersetzen können. Erst wenn Sie gezahlt oder Sicherheit geleistet haben, können Sie Vollstreckungsgegen- oder Abwehrklage führen. Es handelt sich hier um ABSTRAKTE und nicht tatsächliche Schuldversprechen“ Es sind inzwischen genug Fälle bekannt, in denen US-Heuschrecken Grundschuldpakete von deutschen Banken erworben haben und formal RECHTMÄSSIG gegen Kreditschafe vollstreckt haben, die überhaupt keine Schulden mehr hatten oder haben. Würden die Notare über diese Risiken aufklären, würde KEIN Mensch mehr eine Grundschuld bestellen, sondern jeder Kreditnehmer wie früher auf einer Hypothek beharren. Bei der Hypothek sind reale Schuldenhöhe und durchsetzbarer Anspruch des Gläubigers verknüpft. Die Grundschuld wurde nach dem Weltkrieg jedoch von Politik und Banken forciert, weil sich nur mit einer ABSTRAKTEN und ABTRETBAREN Grundschuld die Unmengen von Refinanzierungen und die damit verbundene Produktion von Luftgeld darstellen lassen.
Die Februar-Zuschrift:
Die Grundschuld mit der notariell mit beurkundeten persönlichen Zwangsvollstreckungsunterwerfung gibt der Bank einen JEDERZEIT vollstreckbaren Titel in voller Höhe der eingetragenen Grundschuld PLUS der eingetragenen Vollstreckungszinsen. Dies führt bei eingetragenen Vollstreckungszinssätzen von üblicherweise 15-18% dazu, dass sich der vollstreckbare Betrag im Schnitt alle 7 Jahre um 100% (!!) erhöht. Das heißt, bei einer Grundschuld von 100.000.- € hat die Bank nach 7 Jahren bereits einen SOFORT vollstreckbaren Titel von 200.000.- € in der Hand, völlig unabhängig davon ob Sie der Bank 100.000.- €, 10.-€ oder ÜBERHAUPTNICHTS schulden. Diesen Titel kann die Bank JEDERZEIT vollstrecken und die einzige Abwehr ist ggf. die sogenannte(teure) Vollstreckungsabwehrklage. Bis diese vom Gericht entschieden wird, hat man nur die Möglichkeit zu bezahlen, und zwar ALLES was gefordert wird. Was den meisten Bankkunden nicht bewusst sein dürfte, der Titel und die Zwangsvollstreckungsunterwerfung wirken selbst dann noch, wenn das Grundstück in dessen Grundbuch die Grundschuld eingetragen ist, längst VERKAUFT ist und einem Dritten gehört. Daher muss man nicht nur die Grundschuld löschen lassen (wenn man noch Eigentümer des Grundstücks ist) sondern auch die Herausgabe aller „Vollstreckbaren Ausfertigungen“ der Grundschuld nebst Zwangsvollstreckungsunterwerfung von der Bank verlangen. Dringend anzuraten ist dazu, sich vom Notariat schriftlich bestätigen zu lassen, wie viele „Vollstreckbare Ausfertigungen“ er (der Bank) erteilt hat. Außerdem sollte man dem Notariat schriftlich mitteilen, dass die Grundschuld gelöscht ist und dass man die „Vollstreckbaren Ausfertigungen 1,2…“ von der Bank zurückerhalten hat (wenn man sie dann endlich hat) und dass man dem Notar untersagt, etwaige weitere Ausfertigungen der Grundschuld in den Verkehr zu bringen. Dieses Schreiben liegt dann in der Grundschuldakte des Notars und verhindert normalerweise die Ausstellung weiterer „vollstreckbarer Urkunden“. Und jetzt kommt der Grund warum besonders die semikriminellen Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Sparkassen die Grundschulden so ungern löschen bzw. versuchen die Urkunden (genau so wie Bürgschaften) NIE zurückzugeben. Aufgrund der „Geschäftsbedingungen“ dieser Banken, die jeder Kunde unterschreibt, dient eine einmal überlassene Grundschuld AUTOMATISCH als Sicherheit für die gesamte Geschäftsverbindung, also alle Kredite, Bürgschaften und ähnliches und hemmt zudem die VERJÄHRUNG jeder angeblich bestehenden Forderung der Bank. Da diese Banken bevorzugt lokal und im Familienumfeld agieren, können sie damit oft noch nach Jahrzehnten (un-) berechtigte Forderungen nebst Wucherzinserträgen vereinnahmen. Der Kunde glaubt eine Angelegenheit sei längst erledigt, die Unterlagen sind seit Jahren weggeworfen und nach 15 oder 20 Jahren wird der alte Titel aus der Akte gezaubert (wenn zum Beispiel eine Erbschaft gemacht wurde) und ruck zuck ist das Geld weg. Genauso wird auch dann vorgegangen wenn man aufgrund Unvorsichtigkeit Schulden geerbt hat, weil der Verstorbene zwar das Haus hinterlassen hat, aber auf der Raiffeisenbank im Kontokorrent im Minus war. In diesem Fall hat die Bank aufgrund der alten Grundschuld für ein vielleicht längst verkauftes Grundstück plötzlich einen sofort vollstreckbaren Titel gegen den Erben und zieht bei diesem die Schulden des Erblassers ein. Ich spreche hier nicht theoretisch sondern aus eigener Erfahrung! Mit einer 1994 (!) bestellten Grundschuld auf ein Grundstück das 2005 verkauft wurde, auf die die Raiffeisenbank im übrigen nie einen Kredit gegeben hat, hat diese im Jahr 2009 (!) versucht eine völlig unberechtigte Forderung in Firmenanteile (!) zu vollstrecken. Das Raiffeisen-,Volksbank und Sparkassengesindel ist eine weit größere Verbrecherbande als die Lehmann-Brüder oder die Citibank, denn sie kommen unter der Tarnung der Nachbarschaftlichkeit und des Familienumfeldes daher, reden von Genossenschaftlichkeit und ziehen die Leute die in ihrem Dorf wohnen und seit 40 Jahren Kunden sind, gnadenlos über den Tisch. Obwohl ich seit mehr als 20 Jahren Unternehmer bin, kenne ich wesentlich mehr Fälle, in denen Bekannte ALLES durch die Genossenschaftsverbrecher VERLOREN haben, als Fälle in denen Kunden von Geschäftsbanken in den Ruin getrieben wurden. Es ist die besondere „Kunst“ der Genossenschaftsverbrecher auch noch möglichst alle Verwandten auszusaugen und zu ruinieren, in dem man den Verwandten angebliche „Lösungen“ präsentiert und (angeblich zeitlich begrenzte) Bürgschaften oder Grundschulden abschwatzt, die später GNADENLOS und entgegen sämtlich getroffenen Absprachen liquidiert werden.
Solche Sachen unterschreiben die Idioten. Warum nicht auch gleich ihre Verbringung auf eine Galeere?

[9:45] Leserkommentar-DE - Die Gesetzeslage sieht seit 2008 so aus:
Im Rahmen des Risikobegrenzungsgesetzes wurde 2008 gesetzlich festgeschrieben, dass es keinen gutgläubigen einredefreien Erwerb der Sicherungsgrundschuld geben kann. Wird der Kredit verkauft, kann der Darlehensnehmer dem neuen Gläubiger diese Sicherungsabrede entgegenhalten.
Ein bisher – mangels Kenntnis der Sicherungsabrede – nach § 1157 Satz 2 BGB dennoch möglicher gutgläubiger einredefreier Erwerb der Sicherungsgrundschuld wird durch die neue Regelung nach § 1192 Abs. 1a BGB ausgeschlossen.
Wenn das Darlehen getilgt wurde ist es vorbei mit der möglichen Zwangsvollstreckung
Quelle: Wikipedia
Aber solange der Kredit läuft kann mit dem Kreditnehmer gemacht werden, was der Kreditgeber will.
[15:45] Leserkommentar-DE - Klarstellung zur notariellen Beurkundung beim Notar:
kurze Anmerkung zu"wollt Ihr die totale Versklavung? Jaaaaa!"
In Bayern ist es üblich, dass der Notar die komplette Beurkundung vorzulesen hat und bei allen meinen Terminen wurde das auch so gehandhabt. Wer ein wenig Grips hat, dem sollte schon alleine beim Aussprechen des Wortes ZWANGSVOLLSTRECKUNGSUNTERWERFUNG durch den Notar klar sein, was er da unterschreibt. Alle Alarmglocken sollten angehen.
SCHON DER GROBE WORTLAUT BEIM VORLESEN IM NOTARZIMMER SCHRECKT AUF UND SOLLTE DEN KÜNFTIGEN SCHULDSKLAVEN NACHDENKLICH STIMMEN.
Auf die feinen Unterschiede zwischen Hypothek und Grundschuld kommt es da gar nicht mehr an. Das kommt ergänzend noch obend drauf. Insofern stimme ich dem Schreiber voll zu. Aber das war nicht - wie zu erkennen- die Intension meiner Zuschrift.
Der übliche Häuslebauer hat auch keine 250 Notartermine, sondern i.d.R. nur einen einzigen. Anders verhält es sich natürlich bei Profis die regelmäßig Termine bei einem kleinen Pool von Notaren haben, man kennt sich und erspart sich die ständigen Wiederholungen. Das ist mir bekannt und üblich.
TROTZDEM: KEIN SCHULDNER KANN SICH SEINER VERANTWORTUNG GEGENÜBER SICH UND SEINER FAMILIE ENTZIEHEN, WENN ER SOETWAS UNTERSCHREIBT.
Insofern sollte man den Worten des Notars schon gut zuhören können (genauer: den Sinngehalt der deutschen, sehr präzisen Sprache) und bei Unklarkeiten auch nachfragen - das ist erlaubt.
[15:45] Leserkommentar-DE - Da blicken die Notare garantiert selbst nicht durch:
die ganze Diskussion um die Grundschuld ist doch sehr erhellend und gleichzeitig verstörend.
Ich habe selbst einige Grundschuldeinträge in jüngster Vergangenheit löschen lassen - das mit den weiterhin vollstreckbaren Ausfertigungen bei der Bank ist mir dabei neu und zeigt eindeutig:
1) Aufklärung beim Notar = Fehlanzeige. Bei jedem Löschungsantrag war das einzig "Wichtige", dass eine kostenpflichtige Unterschriftsbeglaubigung erforderlich war. Ansonsten Null Hinweise, ob und was ggf. noch zutun ist, um meine Rechte zu schützen. Da blicken die Notare garantiert selbst nicht durch.
2) Die ganze Komplexität der Grundschuldthematik, bei der offensichtlich selbst Fachleute unterschiedliche Auffassungen haben macht richtig Angst und zeigt auch hier den unendlich längeren Hebel der Bankenbranche. Wehe den Schafen, die zu Ihrer Beruhigung davon ausgehen, sich ggf. auf den Rechtsstaat verlassen zu können...
3) Mal eben im BGB nachschauen, was eigentlich Sache ist, bringt auch weiter. Da liest man z.B. WÖRTLICH:
§ 1192 (1) BGB - "Auf die Grundschuld finden die Vorschriften über die Hypothek entsprechende Anwendung, soweit sich nicht daraus ein anderes ergibt, dass die Grundschuld nicht eine Forderung voraussetzt."
Im "bürgerlichen" Deutschaufsatz würde man dafür eine "5" kassieren.
Weitere Anmerkung in diesem Zusammenhang: die Berechnung von Vorfälligkeitsentschädigungen bei vorzeitiger Tilgung ist genauso undurchsichtig...
Ideal wäre ja, wenn die Bank als Vergleichszins für die Berechnung griechische Staatsanleihen nähme... dann hätte das Euro-Debakel wenigstens für bekehrte Schafe noch etwas Gutes.

Neu 2010-08-02:
[10:30] Leserzuschrift-DE - noch ein PV-Kreditschaf:
hier noch eine Frage, wie es wohl kommen wird.
Wir haben vor kurzem eine Photovoltaikanlage auf unserem Dach installiert. Natürlich auf Pump. Momentaner Stand ist ja der, dass DE für 10 Jahre die Vergütung des Stromes garantiert. Stichwort eEG. War ganz einfach, nach 10 Jahren ist die Anlage finanziert, durch Vater Staat. Mit was muss ich rechnen, sollte wirklich der Zusammenbruch inkl. Währungsreform kommen?
Diese Sache wurde schon x-mal beschrieben. Es gibt auf hartgeld.com einfach keine Kredit-Absolution, schon gar nicht für solche Schafe.
Wenn Sie diesen Kredit nicht aus flüssigen Mitteln zurückzahlen können (dürfte nach der Währungsreform schwierig sein), sind Sie erledigt: YOU ARE DOOMED. Sie haften mit Ihrem GESAMTEN VERMÖGEN für diesen Kredit, also auch mit Ihrem ganzen Haus. Selbst wenn sonst kein Kredit drauf ist, kann man es Ihnen wegen dieser PV-Gläubigkeit jederzeit wegnehmen. Verstanden?
[10:30] Leserzuschrift-DE (erfahrener Unternehmer & Investor) - Kreditler:
jeder Kreditler der nicht versteht was er unterschreibt oder mit der Bankersprache nicht zurecht kommt, erfährt beim NOTAR ganz genau, was eine Grundschuld oder Hypothek für IHN bedeutet und welche Konsequenzen sich bei
einem Zahlungsverzug ergeben. Selbstverständlich wird auch der Zinssatz in Höhe der üblichen 15 % im Falle der Zwangsvollstreckung AUSDRUECKLICH erwähnt. Natürlich auch die Unterwerfungsklausel mit seinem gesamten Vermögen für seine
Verbindlichkeiten zu haften.
Dieses PROZEDERE INCL. BELEHRUNG muss jeder NOTAR leisten.
Es kann somit kein Schuldner, ich wiederhole KEINER behaupten, dass er sich über seine eingegangenen Verpflichtungen nicht im Klaren war.
Es bedarf also keines prozessualen Wissens iSd. ZPO um dies beurteilen zu können. Einfaches ZUHOEREN beim Notar genügt völlig.
Also hören die Sklaven lieber weg.
[10:45] Leserzuschrift-DE - "Dieses PROZEDERE INCL. BELEHRUNG muss jeder NOTAR leisten"
Muss vielleicht. Aber machen tun es nur sehr wenige und wenn in ganz ganz kurzer Form,
mit der Erläuterung: "ist nur reine Formsache" kommt aber sowieso nicht zum tragen.
Das habe ich selbst oft genug erlebt, denn ich habe an sehr vielen Notarterminen teilgenommen.
Einfaches ZUHOEREN beim Notar genügt völlig. Wenn das mal wirklich so wäre.
Und wenn Sie dem Notar nachweisen können, dass er was falsch gemacht hat, dann stehen Sie
auch alleine da. Denn z.B. Rechtsschutzversicherungen übernehmen es nicht, da der Notar eine
Person öffentlichen Rechts ist. Habe ich nämlich auch schon erlebt.
Meine Erfahrung mittlerweile, dass viele Notare sich zwangsläufig beim Beurkunden auskennen aber
sonst bei den Immobilien, da sage ich nur Vorsicht.
[10:30] Leserzuschrift-DE - ja, ich bin gerne Schuldsklave:
Was wird denn da für ein Mist geschrieben, evtl. müssten sie manche Beiträge intensiver prüfen. Sowas zieht die Glaubwürdigkeit Ihrer Seite runter.
Natürlich war mein Sparkassenhauskredit über eine Grundschuld abgesichert.
Die Bank kann meinen Kredit nicht fällig stellen, ich habe einen Vertrag über zehn Jahre mit festem Zinssatz, den ich vertragsgemäß bediene. Die Bank hat keine Möglichkeit hier rauszukommen. (solange ich meinen Vertrag erfülle).
Natürlich habe ich nicht meine Grundschuld löschen lassen, das Haus ist abbezahlt.
Wenn ich dringend Geld benötige (AUTO , Hausausbau) dann hole ich mir eben über diese Grundschuld wieder billiges Geld ohne neue Kosten zu verursachen.
Ich bekomme doch keinen Kredit für 0,1 % mehr Zinsen und die Bank verzichtet auf die Eintragung der Grundschuld. Die Bank will Sicherheiten sonst gibt’s gar nichts.
Was ist denn das für ein Unsinn: “ Erkenntnis: Ob ich tatsächlich Schulden habe oder alles abgezahlt ist, ist egal, denn die Bank kann die Grundschuld (und den Paragrph 800 ZPO) auch OHNE MEINE SCHULDEN verwerten!!! Mein Kredit muss im schlimmsten Fall gar nicht mehr bestehen!!!“
Wenn die Bank keine Forderung hat kann Sie auch nichts verwerten.
Ach so, die Bank hat keine Möglichkeit, den Kredit zu kündigen, solange die Raten bezahlt werden. Bei solchem Gottvertrauen in die Banken empfiehlt es sich deren AGBs und die Kreditverträge zu lesen. Wenn die Bank den Kredit zurück will, wird sie immer einen Vorwand dafür finden.
[12:30] Leserkommentar-DE - noch ein Schaf welches schreiend auf seine Schur wartet !!!
Bitte aufmerksam den Beitrag der ARD "Und plötzlich ist das Haus weg" anschauen:
http://www.youtube.com/watch?v=NZTL6pwg2Ng&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=gI2wK90-NOw&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=4v8w8FHiFmQ&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=5nGzfb5176A&feature=related
Meine Kollegen, die sich bei Banken versklaven ließen und sich devot aus Angst über Arbeitsplatzverlust von Ihrem Arbeitgeber ausbeuten lassen, haben den Bericht damals übrigends weit von sich gewiesen. Ich für mein Teil war danach bezüglich Hauskauf auf Pump kuriert.
Soweit ich es noch aus dem Bericht in Erinnerung habe, ist die getrennte Verwertung von Kredit und Grundschuld seit 2003 durch die damalige SPD Regierung erst ermöglicht worden.
[9:45] Leserzuschrift-DE (Anwalt) - Grundschuld:
Was die Leserzuschrift nicht erwähnt: Auch eine Grundschuld wird ja nicht “einfach mal so bestellt”,
sondern sie dient zur Absicherung der Darlehensrückzahlung.
Deshalb gibt es in den meisten Fälllen ja auch Sicherungsverträge, die die Handhabung/Geltendmachung der Grundschuld durch die
Bank regeln.
Ganz so einfach und willkürlich geht es also nicht.
Richtig ist, dass es zur Vollstreckung in das Grundstück und zur Zwangsversteigerung grundsätzlich nur der Vorlage der Urkunde und
der Stellung eines Zwangsversteigerungsantrages bedarf.
Die Leute sollten sich aber besser mal überlegen, was sie so für Darlehensverträge und Sicherungsverträge unterschreiben.
DAS sind die eigentlichen Sklavenverträge, nicht die Grundschuld.
Wer seinen Kredit nicht mehr bedienen kann, ist auch ohne Grundschuld oder Hypothek am Arsch. So oder so.
Die meisten kapieren überhaupt nicht, was sie ihr Darlehen überhaupt kostet.
Der typische Kreditsklave will nämlich nur zwei Sachen wissen:
-
Wieviel muß ich monatlich insgesamt zahlen, dh was bleibt mir noch an Spielraum für Konsum bzw. weitere Kredite für Auto, Urlaub etc.?
- In wie vielen Jahren bin ich fertig mit abbezahlen?
Er geht dabei davon aus, bis zur Rente ununterbrochen zu arbeiten und sein worst-case-szenario ist ein stagnierendes Einkommen, wenn überhaupt.
Zwangsvollstreckung, Privatinsolvenz, Scheidung, Krankheit, systemische Risiken tauchen in seinem Denkuniversum nicht auf, sowas passiert ja nach
Auffassung der meisten Kreditsklaven nur “loosern”.
Also zusammengefasst: die Sklaven wollen nur die Kreditrate wissen, aber nicht, wie sie sich rechtlich dafür versklaven - mit ihrem gesamten Vermögen natürlich, nicht nur mit dem Haus. Und ihrer zukünftigen Arbeitskraft.
Und das "Schöne" an der Sache ist: die Banken brauchen gar keine Sklaventreiber beschäftigen, nur im Ernstfall diese Instrumente auspacken.
[10:00] Leserzuschrift-DE (Anwalt) - Inquisition & co:
Ich bin Rechtsanwalt (selbstständig) und daher ein wenig mit der Materie vertraut...
Richtig ist, daß Grundschulden sich nicht akzessorisch zu einer Forderung verhalten. Das ist auch der Grund, warum sie die Hypotheken verdrängt haben:
Sie sind abstrakt, d.h. losgelöst von dem konkreten Darlehen, dessentwegen sie eingetragen worden sind.
Dies bedeutet, daß in dem Moment, in dem das zugrundeliegende Darlehen an BankXY zurückbezahlt worden ist, die Grundschuld gegenüber der BankXY sich automatisch
umwandelt zugunsten einer Grundschuld zugunsten des jeweiligen Grundstückseigentümers, des früheren Darlehensnehmers der BankXY, eben weil sie abstrakt und nicht an das getilgte Darlehen gebunden ist. Dies nennt man dann Eigentümergrundschuld, aus der keine Bank vollstrecken kann (in Östereich heißt es nicht Vollstreckung, soweit ich weiß, sondern "Inquisition", was, wie ich finde, eine sehr interessante Wortwahl darstellt ) die der Eigentümer jederzeit beim Grundbuchamt löschen lassen kann, was er aber aus guten Gründen oft nicht tut.
Eben weil k e i n e Bank daraus vollstrecken kann und die Löschung Gerichtskosten verursacht. Die Eigentümer belassen die Grundschuld (EIGENTÜMERgrundschuld) deshalb auch
im Grundbuch, um ggf. bei einer erneuten Kreditaufnahme (Dachsanierung oder was auch immer...) keine neue Grundschuld bestellen zu müssen, was wieder mit Kosten (Notar, Grundbuchamt) verbunden wäre.
Generell gilt:
Die Bank kann aus der Grundschuld nur vollstrecken, soweit sie valutiert ist, m.a.W., soweit der Kunde ihr noch Geld schuldet u n d er sich wegen dieser Schulden in Verzug befindet,
also seine Raten nicht bezahlt hat u.s.w.
Ich habe in zwanzig Jahren Berufserfahrung noch keinen Fall erlebt, daß eine Bank aus einer Grundschuld heraus eine Zwangsvollstreckung betreibt, ohne daß der Darlehensnehmer - das
Schaf - Zahlungen schuldig geblieben wäre. Dies würde weitreichende Schadensersatzverpflichtungen der Bank nachsichziehen, u U. auch strafrechtliche Konsequenzen und von Seiten des Darlehensnehmers eine sofortige Vollstreckungsgegenklage ( nun komme bitte niemand mit dem Einwand, ja, aber wenn doch...Ja, das wäre eine Geschichte..., aber diesen PR - Gau tut sich keine Bank an...)
Die Grundschuld ist daher nicht das eigentliche Thema. Dieses ist vielmehr, mit welchem grenzwertigen (um es vorsichtig zu formulieren) Vorgehen die Banken im V o r f e l d die
Darlehensnehmer attackieren, um die Zahlungsunfähigkeit ihrer "Kunden" herbeizuführen, um die Immobilie zu "verwerten", natürlich ohne jedes eigenes Interesse, man handelt ja
nur nach den zwingenden ( in der Praxis längst ausgehebelten) Vorgaben des KWG...
Zum Zins:
In Bayern werden im Grundbuch 18% festgeschrieben. Aber das ist im Ernstfall nicht der geschuldete Zins. Nach Darlehenskündigung liegt dieser max. bei 4% über dem Basiszins.
Sollte allerdings der so hoch sein, nun ja, dann vielleicht doch 15 oder 18%.
Fazit:
Wer seine dinglich gesicherten Schulden bezahlt hat, kann ruhig schlafen. Egal, ob er seine Grundschuld gelöscht hat oder nicht. Er kann sie beruhigt im Grundbuch lassen oder aber löschen lassen, was mit - nicht sonderlich hohen - Kosten verbunden ist.
Nur Grundschulden kann man verkaufen - etwa an den Lonestar. Und Gesetze können sich ändern - besonders im Ausnahmezustand.
[12:15] Leserkommentar-DE - juristischer Ausnahmezustand:
Wir haben in der Bundesrepublik seit mehr als zwanzig Jahren juristischen Ausnahmezustand. Das scheint den juristischen Kollegen mit ihrem Gottvertrauen in die korrupte Bananenrepublik Deutschland bisher verborgen geblieben zu sein. Ich bin in der Lage ganze Bücher über menschenrechtswidrige Enteignungen durch die Deutsche Justiz zu schreiben. Das ist natürlich nicht so interessant wie das hier vorgetragene Loblied auf die Rechtsstaatlichkeit und das schöne Leben auf Kredit. Herr Eichelburg ist voll zuzustimmen. Wer in Deutschland die Dummheit besitzt Geld zu investieren, muss zumindest damit rechnen mit unrechtsstaatlichen Mitteln sein Eigentum zu verlieren oder wie er so schön schreibt: you are doomed! (... and a very foolish gay).
Wenn es heute schon so schlimm ist, wie wird es dann im wirklichen Ausnahmezustand, etwa nach einer Währujngsreform.
Neu 2010-08-01:
[20:00] Leserzuschrift-DE: Fällige Kredite und so weiter:
Was der brave Deutsche nicht weiss (wissen will, wissen darf, wissen soll):
Wer ein Häusle in DE kauft, braucht meist einen Kredit - die Preise sind einfach zu viel, um es "bar" zu zahlen... Im gewissen Rahmen (in Abhängigkeit zum eigenen Einkommen) ist ein Hausbaukredit aus meiner Sicht vertretbar.
ABER: Wer einen Bankkredit bekommt, der hat dann eine Grundschuld im Grundbuch als Sicherheit stehen. Und FAST ALLE haben die "Unterwerfung unter den Paragraphen 800 der Zivilprozessordnung (ZPO) drin. Was heißt das?
Ich zitiere hier Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Grundschuld):
"Ferner ist üblich, dass der Eigentümer sich gemäß § 800 ZPO in der Weise der sofortigen Zwangsvollstreckung in das Grundstück unterwirft, dass die Zwangsvollstreckung gegen den jeweiligen Eigentümer zulässig sein soll, was allerdings auch der Eintragung ins Grundbuch bedarf. Somit ist die Zwangsvollstreckung in das Grundstück auch nach einem Eigentumswechsel möglich, ohne dass vorher ein Vollstreckungstitel gegen den neuen Eigentümer erwirkt werden muss."
Erkenntnis: OHNE DASS EIN VOLLSTRECKUNGSTITEL VORLIEGEN MUSS (sprich: Geht alles ganz schnell, ohne Gericht, ohne Grund, quasi einfach so)!!!
Weiteres Zitat aus Wikipedia zur Grundschuld allgemein (http://de.wikipedia.org/wiki/Grundschuld):
"Im Gegensatz zu Hypotheken sind Grundschulden nicht akzessorisch zu einer Forderung, d.h. sie sind nicht von Bestand und Umfang der gesicherten Forderung(en) (beispielsweise Darlehen) abhängig und können für sich allein übertragen oder genutzt werden."
Erkenntnis: Ob ich tatsächlich Schulden habe oder alles abgezahlt ist, ist egal, denn die Bank kann die Grundschuld (und den Paragrph 800 ZPO) auch OHNE MEINE SCHULDEN verwerten!!! Mein Kredit muss im schlimmsten Fall gar nicht mehr bestehen!!!
Erkenntnis ist Gänze:
Das System läuft derzeit auf Vertrauen in die Bank, weil (fast) nie jemand bisher beschubst wurde. Aber es gibt einige Fälle dazu (einfach mal googlen oder auf youtube nachschauen).
Will die Bank Kredite fällig stellen, so kann sie dieses! Ab dann greift der 15% dingliche Zins aus dem Grundbuch und der 800 ZPO sorgt für eine schnelle Abwicklung - sprich: Verlust der Immobilie durch Zwangsversteigerung!
Was tun, wenn man ein Haus will (hat) und keine 800ZPO im Grundbuch will? Ganz einfach: Mit dem Banker reden und notfalls 0,10% mehr Zinsen "als Bonbon" für die Bank zahlen. Oder eben kein Haus kaufen (was für Viele keine Alternative ist)
Wer noch eine Grundschuld hat, aber den Kredit abgezahlt hat: GRUNDSCHULD LÖSCHEN LASSEN!!! Kostet ein paar Euros, läßt aber sicher schlafen
Und das unterschreiben die Leute, sorry, Schuldsklaven? da kommt einem das Grauen. Nicht einmal ein gerichtlicher Vollstreckungstitel ist notwendig, um einem alles wegzunehmen.
PS: was nach der Währungsreform mit den Schuldsklaven passiert, wurde heute schon beschrieben. "Geomarketing" und Google Earth werden eingesetzt, um die besten Immobilien zur Fälligstellung des Kredites auszusuchen. Aber wahrscheinlich kann dann fast niemand mehr die Horrorzinsen bezahlen.
[20:30] Leserzuschrift-DE - wie die Banken wirklich agieren:
ganz so schlimm wie es Ihr Leser da beschreibt, ist es zumindest in Deutschland nun auch wieder nicht.
Auch wenn man sich pro Forma der sofortigen Zwangsvollstreckung unterwirft dauert es mehrere Monate, bis eine Immobilie gerichtlich verwertet wird. Da gibt es ein Prozedere, das eingehalten werden muß.
Gefährlich wird es nur für sonstiges Vermögen, auf das man schnell zugreifen kann (Konten usw.).
Findet die Pfändung zu unrecht statt (die zugrunde liegende Forderung ist bereits bezahlt), hat man einen Anspruch auf Rückerstattung. Notfalls muß man Klagen. Das Gericht prüft also nicht im Vorfeld, ob die Forderung zurecht besteht, sondern erst auf Klage des "Schuldners".
Sollte trotz nicht bestehender Forderung aus anderen Gründen eine Verwertung der Immobilie stattfinden, hat der "Grund-Schuldner" einen Anspruch auf Erstattung des Erlöses. Derzeit handhaben es Banken und Versicherungen so, dass sie im Verwertungsfall eine Verzichtserklärung beim zuständigen Amtsgericht vorlegen. Für eine Bank oder Versicherung entstehen bei ungerechtfertigten Forderungen durch Grundschulden unnötige Kosten, die diese gern vermeiden.
Ich hatte diesen Fall vor zwei Jahren bei einer Teilungsversteigerung. Da war noch eine längst bezahlte Grundschuld eingetragen. Die Versicherung hätte theoretisch Anspruch auf die eingetragene Summe gehabt, hätte diese aber sofort wieder zurückzahlen müssen, da die Forderung vor über 20 Jahren bereits beglichen wurde. Die haben gern eine Verzichtserklärung vorgelegt um Kosten zu sparen.
Wie es sich allerdings verhält, wenn das System kippt, das Geld zuerst an ein marodes Institut fließt und von dort direkt zum Insolvenzverwalter, das steht auf einem anderen Blatt.
Insofern ist es immer sinnvoll, nicht mehr bestehende Grundschulden zu löschen.
Allein schon wegen des unnötigen Aufwands im Fall der Fälle.
Also: die Bank kann einem alles sofort wegnehmen, nicht nur das Haus, bei dem es länger dauert. Man kann NACHHER dagegen klagen, wenn man will. Richtiges Teufelszeug, so eine Hypothek. Wenn die Banken wirklich Geld brauchen, werden sicher nicht auf die Kosten schauen, sondern auf das Geld, das sie so eintreiben können - egal wie.
Achtung für alle Kreditler, die sich mit Gold absichern wollen: die Bank wird dann sicher lieber das Gold haben wollen, als das Haus. Zu welchen Goldpreis ist eine andere Frage. Es muss genügend Gold da sein. Das Gold verschweigen, nützt gar nichts, da man ja mit dem gesamten Vermögen, auch dem Gold für den Kredit haftet.
Neu 2010-07-31:
[17:45] Foren für Schuldsklaven:
Hier mit Berichten über gescheiterte Unternehmer in Österreich: http://www.unternehmer-in-not.at/
Hier Foren für Privat- und Unternehmerschulder in Deutschland: http://www.f-sb.de/forumneu/
Wie üblich: Firmengründungen ohne Eigenkapital nur auf Kredit, zu hohe Kosten, zu rasche Expansion auf Kredit, private Streitigkeiten, usw. Was werden diese Leute machen, wenn es keine Folgekredite mehr gibt und die Zinsen über 50% sind?
Noch ein Detail aus diesen Geschichten: Wenn ein Kreditbürge pleite geht, dann kann der Kredit gekündigt werden, obwohl der Kreditnehmer selbst nicht in Zahlungsverzug ist. Und Blankowechsel für Kreditbürgschaften werden ohne eine Ahnung darüber zu haben, bereitwillig unterschrieben.
Neu 2010-07-30:
[16:45] Leserzuschrift-DE: 50%+ Zins sind locker drin:
Der Skeptiker, der sich keine 50% bis 100% Zinsen vorstellen kann, wird sich wundern, wenn er es schafft, irgendwo eine Kredithistorie aus Argentinien zu bekommen:
Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie bei Banken der Aushang 53% für Kreditkarten und 38% für Hypotheken-Darlehen ist/war!!! Und das war lange nach dem Crash im Jahre 2008! 2005 beim ersten Aufenthalt dort war es schlimmer - aber da gab es meist nur funktionierende Auslandsbanken (also EUR und USD-Kredite) - die Einheimischen haben alles auf PESO verschmäht!
Also: 50%+ Zins, das gibt's in der Wirklichkeit!!!
Aktueller Hypothekenzins in Argentinien:
15 Jahre fest: 18%!!!
https://www.bancofrances.com.ar/tlal/jsp/ar/esp/individu/producto/prestamos/hipoteca/adquisi/index.jsp#0
effektiv geht's dann auf 22% zu - und jetzt ist relative Ruhe in Argentinien!
Also, Kredithasen: Anschnallen und ab geht's!
Vielen Dank für die Erinnerung an die Schuldsklaven!
[19:45] Leserzusendung - bei weiteren Fragen nach Kreditabsolution verweisen Sie doch einfach auf diesen Link: baaaa.
Neu 2010-07-22:
[6:30] Leserkommentar-CH zu "was will die Bank von den Kreditsklaven"?
Die Bank ist nicht daran interessiert sich die Häuser einzuverleiben. Die Bank will, das die Kreditsklaven schön brav ihre Zinsen und Amortisationen pünktlich bezahlen und die Zinsmargen möglichst hoch sind.
Die Bank hat selbst Gläubiger in Form von Sparern und Bondholdern, die genau das Gleiche wollen.
Wenn diese massenhaft ihr Geld zurückhaben möchten, dann wird die Bank rabiat und wird Kredite fälligstellen.
[6:30] Leserkommentar-DE zum Artikel von Anonymus:
ich lesen nun schon seit geraumer Zeit täglich Ihre Website und ich muss sagen der Artikel von Anonymus hat mich "aufatmen" lassen... nicht weil ich ein Kreditschaf bin dessen letzten Tage bereits gezählt sind und dem jetzt zehn Kilo Geröll vom Herzen gefallen sind. Sondern weil ich in den letzten Wochen eine "Veränderung" an Ihrer Website bemerkt habe.
Am Anfang ging es darum möglichst viele Leute aufzuwecken, sie zu sensibilisieren und ihnen klar zu machen, das wir stürmischen Zeiten entgegen gehen. Es ging darum, Leuten die lange und hart gearbeitet haben, zu helfen nicht "komplett rasiert" zu werden, auch wenn Sie vielleicht in der Vergangenheit Fehler gemacht haben und daher nicht die optimale Ausgangslage haben.
In letzer Zeit war der Ton aber teilweise ein anderer... die Leser wurden als "Schafe", "Zitterer" usw. beleidigt, anstatt hilfreiche Tipps zu geben und den Leuten Hilfestellungen zu geben, wurden reißerisch formulierte Texte veröffentlicht in denen jedes dritte Wort unterstrichen war und jeder zweite Satz mit einem Ausrufezeichen endete. Beiträge dieser Art sind (aus meiner Sicht) extrem kontraproduktiv und rücken die Website auch in ein Licht, das dafür sorgt, das immer weniger Neuleser zu regelmäßigen Lesern werden. Denn die lesen in der Regel zu erst die letzen Beiträge und die machen nicht gerade einen "objektiven" Eindruck (auch wenn Sie vielleicht inhaltlich korrekt sind).
Ich würde mich freuen, wenn Sie zu Ihren Wurzel zurückfinden und der Website wieder verstärkt einen "hilfreichen" Charakter geben anstatt die Angst und Unsicherheit der Leute noch zu verstärken.
Auch wenn ich jetzt mal etwas Kritik ablassen musste, ändert das natürlich nichts daran, das ich großen Respekt vor Ihrer bisher geleisteten Arbeit habe. Außerdem bin ich Ihnen für meine "persönlich Aufweckung" sehr dankbar, sonst wäre vielleicht auch ich blind ins Verderben gerannt.
Dieses CEO-Kreditschaf sieht also wieder "neue Hoffnung". Vorsicht, hartgeld.com ist eine FINANZ-WEBSITE und lässt selbstverständlich im Rahmen des Themas zu, dass dieses von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. Hartgeld.com sowie einige Autoren (Klima, Finkbeiner) geben aber mit Recht keinerlei Kredit-Absolution.
Neu 2010-07-21:
[17:15] Leserkommenar-DE - Artikel von Anonymus:
Der Beitrag von Anonymus zu den Kreditschafen zeigt die realistischen Möglichkeiten
von "Immobilienkreditschafen" auf und hebt sich wohltuend von den Ergüssen eines
Herrn Klima ab. Glückwunsch an Sie, Herr Eichelburg. Ich hätte nicht gedacht, daß Sie
einen Beitrag, welcher im absoluten Gegensatz zu Ihrer eigenen Meinung steht, ver-
öffentlichen. Oder haben Sie ihn noch gar nicht gelesen?
Selbstverständlich wurde der Artikel gelesen. Der Autor ist bekannt.
Auf hartgeld.com kommen auch gegensätzliche Meinungen vor, solange sie vom Thema hierher passen.
PS: der normale Kreditsklave wird nicht entsprechend vorgesorgt haben, um den Kredit ablösen zu können.
[7:00] Leserkommentar-DE - "Eigenheim":
Wann rafft es endlich der letzte Kreditsklave, dass das "Eigenheim" bis zum letzten verdammten Cent der Bank gehört und dass er damit nicht mobil ist?! Wann kapiert man, dass die Kreditverträge nur zu Gunsten der Bank gestaltet wurden?! Die Bank will euer Bestes und zwar eurer Geld, bzw. eure mit Fiat-Money erbauten Häuser.
Ist eben eine Eigenart des neuen Sklaventums.
[9:30] Leserkommentar-DE - die Hirnlosen vom Protzhügel:
Nachdem ich Anfang dieses Jahres Ihre Seite entdeckt habe kaufe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten EM. Ihre Ausführungen zu den Schuldsklaven möchte ich hier kurz kommentieren. Ich habe vor 8 Jahren meine ETW verkauft und ein bescheidenes Haus gebaut. Auf unserem Hypotheken Hügel stehen viele Protzbauten erworben von mittleren Angestellten. Viele dieser Idioten finanzierten ihre Eigenheime mit bis zu 90% Fremdkapital. Es braucht gar keine Zinsen von 50% und mehr um diese Kartenhäuser einstürzen zu lassen. Nur eine Verdoppelung der Zinssätze auf das Niveau von 1990 würde schon reichen und die Buden gehen reihenweise in die Zwangsversteigerung!!!! Wenn man mit diesen Fachleuten ins Gespräch kommt wird man nur mitleidig belächelt und verspottet. Die zahlen gern Zinsen. Zusätzlich wird dann noch das ein oder andere Auto geleast und Urlaub auf Pump gemacht. Herr werfe Hirn vom Himmel. Abschließend möchte ich Ihnen noch für die vielen Infos auf der Internet Seite danken.
Die müssen erst einmal auf die Nase fallen, oder besser vom Protzhügel herunter, bevor sie es verstehen.
[7:00] Passender Song zum Schuld + Lohnsklaven: Lasst mich euer Sklave sein
[21:30] Leserzusendung-DE - SKLAVEN FRÜHER UND HEUTE:
Kredite sind die modere Art der Fussfesseln.
Neu 2010-07-20:
[12:30] Begleitinfo zum Artikel von Robert Klima: Gute Nacht, Schuldsklaven oder THE ULTIMATE WARNING FOR ALL DEBT
SLAVES:
Die aufgezeigten Entwicklungen werden das Runterkrachen der Immo-Kreditler enorm beschleunigen. Nach meiner Einschätzung werden viele der Kreditschafe in ca. 18 Monaten bis 24 Monaten max. erledigt sein und die Häuser und Wohnungen werden dann in Deutschland und Österreich und auch in der Schweiz mit ihrer Immo-Blase sehr, sehr günstig hergehen!
Wußten Sie übrigens, dass die meisten Schweizer nicht mehr als 51 % ihrer Immos abbezahlen, weil sonst die Steuern auf die Immobilien wesentlich höher ausfallen? Liegen jedoch noch hohe Restschulden auf dem Objekt, soll die Grundsteuer erheblich niedriger ausfallen. Genaue Zahlen hierzu habe leider derzeit nicht an der Hand.
Da werden sie aber blöd schauen, unsere geliebten "Kreditschafe"! Ich muss gestehen, je mehr Informationen mir zu dieser Thematik Schulden zugänglich werden, umso mehr erfüllt mich auch ein gewisses Maß an nichtchristlicher Schadenfreude. Denn viele meiner Mitmenschen, die ich vor überzogenen Immobilienschulden mit 300.000 oder 400.000 Euro bei etwas über dem Durchschnitt liegenden Einkommen gewarnt hatte, taten mich als österreichischen Apokalyptiker oder schlichtwegs als Spinner ab! Now Reckoning Day is coming nearer and nearer for those future galley slaves!
Dieser Artikel ist ein ABSOLUTE MUST READ für alle Schuldsklaven. Aber sie werden es trotzdem nicht verstehen wollen. Auch bei Hrn. Klima fragen sie inzwischen nach "Kredit-Absolution". THEY ARE DOOMED!
[13:45] Leserzuschrift-DE - Verschuldung oder Miete:
Entschuldigen Sie meinen Einwurf. Mit großem Interesse verfolge ich seit Jahren täglich mehrmals hartgeld.com und die Warnungen bezüglich Krediten. Ich möchte mich vorab für Ihre Informationen sehr bedanken.
Habe mich meiner Immobilie vor Jahren schon entledigt jedoch damals aus eher praktischen Gründen verkauft und den Kredit zurück gezahlt.
Mein Fazit: ich werde mir in Deutschland keine Immobilie mehr kaufen.
Erstens zu teuer und für Ottonormalverbraucher ohne Kredit im Normalfall nicht finanzierbar. Zweitens ist man der Steuer- und Abgabengewalt des Staates ausgeliefert..... auch den Renovierungsescapaten der Eigentümergemeinschaft.
Der Vorteil einer Mietwohnung liegt einfach darin die Wohnung zu wechseln wenn sie einem zu teuer, zu groß, oder einfach nur den Ort wechseln möchte und vor allem hat man in Deutschland als Mieter mehr Rechte als der Vermieter. Wenn was nicht funktioniert, rufe ich an.
In Bezug auf die Berichte "Verschuldung" muß ich allerdings sagen daß ich seine Ausführung bzw. Ausdrucksweise als sehr zynisch und schadenfroh empfinde, ja es fast schon naive Schadenfreude ist( im Sinne.... ha ha ha ich habe es schon immer gesagt ihr Kreditler werdet aaaallllle in der Hölle schmoren. ha ha ha bluuutig am Haken ha ha ha dooomed, dooooomed!).
Diesen Zynismus der immer wieder durchkommt finde ich in beschränktem Rahmen förderlich um den Menschen die Gefahr zu zeigen aber darüber hinaus erscheint es mir unsachlich.
Fakt ist daß die Mehrheit der deutschen Bevölkerung überschuldet ist, Häuslebauer über beide Ohren. Versetzen Sie sich in die Lage einer Familie welche der Politik und den Banken auf den Leim gegangen sind? Unter Verlust verkaufen und danach trotzdem Schulden am Hals haben, wenn sie überhaupt aus dem Kredit vorzeitig herauskommen? Jetzt schon auf die Straße ziehen? Die Realität für diese wird schlimm genug sein wenn die Währungsreform kommt, da muß ich nicht noch schadenfroh mit peitschenartigem Zynismus darüber herziehen.
Im Endeffekt wenn man eines Tages nichts mehr zu verlieren hat bleibt es einem nur noch sich mit Genuß am Staat zu rächen - sei es in die Kriminalität zu gehen oder sein geschäftliches Glück in der Patentierung und Vermarktung mobiler Hinrichtungsmaschinen für die Verantwortlichen zu suchen. Was hat der Schuldner mehr zu verlieren als sein Leben?
Zynisch? Hypotheken für den Haus-Prestige-Konsum (das ist es wirklich) in der heutigen Reichhaltigkeit wird es erst wieder im nächsten Kondtratieff-Herbst, also um 2060 geben. Die Schafe kommen immer zu spät, auch bei den Krediten.
[14:30] Leserzuschrift-DE - zum Klima Artikel über Schuldsklaven:
Ich bewohne ein Reihenhaus, das abbezahlt ist, schuldenfrei. Wollen Sie nicht wenigstens hier Absolution aussprechen?
Ich habe in meinem leben in vielen Mietwohnungen gewohnt - immer störte mich der Lärm der Nachbarn. In einer Wohnung habe ich sogar gehört, wenn der Nachbar über mir seine Nase geschneutzt hat oder mit seiner Freundin rumgehurt hat. In einer anderen Wohnung hörte ich die Oma in der Wohnung unter meiner Wohnung, wenn sie sich im Bett umgedreht hat. Auch hörte ich die Nachbarn links von mir, wenn sie beim Frühstücken waren. Das alles ging mir auf den Keks.
Ich kenne hier in der Stadt einige Mieter. Ein Bekannter von mir zahlt über 700 Euro monatlich Miete, ist hochverschuldet, selbständig und denkt daran, bald Insolvenz anzumelden.
Ich selbst habe bei meinem Reihenhaus auch einen kleinen Garten, indem ich mein eigenes Gemüse anbauen kann.
Nochmal: Wollen Sie hier nicht doch Absolution aussprechen?
Es gibt hier keine Schulden-Absolution auszusprechen, da es in diesem Fall keine Schulden gibt.
PS: es gibt auch Miets-Häuser.
[14:30] Leserzuschrift-DE - ...ein ganz anderes Problem eines Schuldsklaven:
Ich habe mir vor 4 Jahren (aus heutiger Sicht evtl. leichtsinnig) den Luxus eines Eigenheimes aus einer Zwangsversteigerung "gegönnt".
Glücklicherweise hat sich in der Zwischenzeit meine wirtschaftliche Lage so gut entwickelt, dass ich EM in Höhe meiner Darlehensumme ansammeln konnte (beim Kurs von ca. 1000 EUR pro Unze).
Rein rechnerisch könnte ich also meine Darlehen "jederzeit" tilgen.
Nun ist das aber nicht so einfach, weil die Darlehensverträge nicht einfach so zu kündigen sind.
Die Bank will nicht auf Zinszahlungen verzichten und macht bei der Rückzahlung von mini Restdarlehen von 5000,- schon Zicken, obwohl diese nächstes Jahr fällig sind.
Was wäre hier eine gute Strategie?
Muss man Kurssprünge wie jetzt auch einrechnen? Immerhin würden mir momentan durch den Kursverfall einige 1000 EUR abgehen.
Soll/kann man die Bank verunsichern (z.B. Arbeitslosigkeit?) so dass die Bank die Verträge kündigt?
In diesem Fall hat man natürlich ganz andere Optionen, als der typische Hypothekensklave ohne Reserven. Das Problem ist hier, dass einen die Bank nicht aus dem Kredit rauslassen will.
Also abwarten, bis die Bank Geld haben will. Vermutlich gibt sie dann noch Rabatt für die vorzeitigige Rückzahlung, so wie in USA/UK geschehen.
[15:45] Leserzuschrift-DE - Grundsätzliches zum Thema "Schadenfreude":
Zunächst mal ist festzuhalten, dass diese Leute, sofern sie nicht über Rücklagen verfügen oder dem Zyklus entsprechende
Assets verfügen tatsächlich doomed sind. Das ist eine völlig nüchterne Feststellung.
Das Ganze ist doch wohl albern: Eichelburg und Klima (auch noch andere) bieten seit Jahren kostenlos die erforderlichen Informationen,
sich zu wappnen. Einige Schäfchen haben sich aber lieber auf die Loyalität von Banken und dem System verlassen.
Und jetzt sollen ausgerechnet die Herren Eichelburg und Klima hergehen du sagen: “Oooh ihr armen Schäfchen, das konntet ihr doch
alles nicht wissen!”
Bitte mal kurz nachdenken: Die einzig angemessene Reaktion ist ja wohl “Lass mir meine Ruhe, MIR brauchst du nichts vorzujammern,
bei mir gab es alles, was du gebraucht hast. Du warst loyal zu Banken und zum System, jetzt geh und fordere die Loyalität auch dort ein und nicht
bei mir”
Alles andere ist nur gefühlsduseliges Geschwätz-hört sich zwar gut an, steckt aber sowieso nichts dahinter und bringt auch niemandem was.
[15:45] Leserzuschrift-DE - Firmen-Verschuldung:
um Thema Verschuldung finde ich es sehr interessant, dass nur die Häuslebesitzer aufs Korn genommen werden?!? Ich kenne aus meiner beruflichen Betätigung unzählige Bilanzen von Unternehmungen und was sehe ich da in 98% der Fälle - Bankkredite!
Komischerweise macht sich jeder über Häuslebauer lustig, weil die doch so blöd waren Kredite aufzunehmen für ihr Eigenheim.
Was denken dann diese Menschen über die Unternehmer? Sind die Unternehmer nun schlau oder bescheuert?
Nehmen wir mal an die Unternehmer tilgen von heute auf morgen alle ihre Kredite. Das würde heißen sie verkaufen einen Großteil ihrer Aktiva. Mit was sollten die dann arbeiten? Und wenn sie nicht ihre Kredite tilgen? Was passiert mit denen dann, wenn der Tag X kommt? Genau das gleiche wie mit den Häuslebauern!
Jetzt sagen bestimmt viele, dass die Unternehmer ihre Preise nachziehen werden und sich dadurch retten werden und dass ein Haus nur ein Prestigeobjekt ist mit dem nichts zu erzielen ist, da Mieten nicht steigen werden im Gegensatz zu den anderen Einnahmenquellen.
Einige Unternehmen können ihr Preise erhöhen, welche dadurch aber überleben ist ungewiss. Was ist aber mit dem Rest? Was ist mit den Jobs, die an den Unternehmungen hängen? Wie war es ende der 1920ern?
Also ich wäre an Stelle der meisten Zyniker ein wenig vorsichtiger mit den Aussagen, denn sind wir nicht alle Schafe, egal ob mit oder ohne Edelmetalle im Portfolio?!?
Da kommen viele Firmen unter das Messer - oder zu einem neuen Besitzer.
[16:15] Leserkommentar-DE - zurück in die Platte:
Ich war immer dagegen, dass jeder Dummkopf gebaut und die Landschaft verschandelt hat und dafür noch Steuergelder/ Steuervorteile erhalten hat.
Alles nur der Zinnsknechtschaft geschuldet!!
Zurück in die Platte.
[19:45] Leserkommentar - Beitrag Robert Klima:
Herr Klima scheint ein zynischer Zeitgenosse zu sein, der selbst vermutlich eine Gartelaube bewohnt, weil er es nie zu
einem s c h u l d e n f r e i e n Eigenheim gebracht hat.
Daß "Kreditsklaven mit Mühlsteinkrediten für ihre Maßlosigkeit jetzt nach seiner Auffassung jetzt büßen müssen" bringt
ihm wohl besondere Genugtuung. Dabei vergißt er ganz, daß er vom Kreditsystem seit seines Lebens profitiert hat.
Seine Fantasien, wie sich Banken und Staat bei 50 - 100% Hypothekenzinsen (grober Unsinn) an den Häusern der Schuldsklaven schadlos halten werden, zeigt seine ausgeprägte Schadenfreude gegenüber diesen Menschen, die es wegen ihrer "dekadenten Lebensführung" nicht anders verdient haben. (Das jüngste Gericht läßt grüßen) Zum Schluß kommt es dann ganz dick: Nur durch schnelles handeln kann man sich von der " Todsünde des Kredites" erlösen. Amen!!!!!!!
Liebe Kreditsklaven: Vergeßt diesen Unsinn schnell, er ist die Tinte auf dem Papier nicht wert.
Guten Tag Herr Eichelburg. Ich weiß, daß Ihnen dieser Beitrag nicht gefällt, bitte Sie aber trotzdem ungekürzt und unverfälscht zu veröffentlichen. Sie können mich ja in Ihrem Kommentar zerreißen.
Was haben wird denn da? vermutlich einen versteckten Kreditsklaven, der vom schuldenfreien "Eigenheim" träumt, aber noch nicht so weit ist und sich daher selbst die Kredit-Absolution gibt.
Das Wort "Eigenheim" strotzt nur so von Prestigedenken. Denn es sagt "Ich bin der Besitzer und daher mehr wert". Auf jeden Fall im Vergleich zu diesen "minderbemittelten" Mietern, die es nicht einmal zu einer Gartenlaube bringen. Wir wünschen alle viel Spass bei 100% Kreditzinsen.
[20:00] Leserkommentar-DE - wie weit die Blödheit im System verankert ist:
angesichts dieser Zuschrift kann man nur feststellen, wie weit die Blödheit im System verankert ist. Diese depperten Kredithanseln erkennen doch noch nicht einmal, dass sie mit Sachen angeben, die ihnen zum einen nicht gehören (siehe Inhaber der erstrangigen Grundschuld) und die sie zum anderen doppelt (Zinsen) abzahlen müssen und damit anderen Leuten ihre mühsam erarbeitete Kohle in den Rachen schmeißen. Und das alles ohne jede Flexibilität (sklavische Bindung an Kredit) und nur um des Status willen. Wie kann man nur so blöd sein! Und: Selbstverständlich darf wer will auch über diese Leute lachen, wenn es schiefgeht. Das ist die Kehrseite der Status-Angeberei der Kreditsklaven bis zu diesem Zeitpunkt.
Aber der obige Beitrag zeigt sehr schön, warum es wirklich geht: Prestige um jeden Preis, auch der eigenen Versklavung.
Statt Ketten haben die heutigen Sklaven Häuser umgebunden (sie das Bild aus dem Harpers-Magazin) und erfreujen sich ihres Schein-Prestiges.
[20:30] Leserzuschrift - Verschuldung:
So langsam geht mir der Hut hoch wenn ich das lese.
Es geht auch ohne Schulden, wir sind der Beweis dafür. 2 Jahre Geld gespart als ich Soldat war, danach die Meisterschule selbst finanziert. Danach 1994 mit 4000,- DM Restguthaben selbstständig gemacht und zwischendurch noch nen Meister gemacht. 10 Jahre allein gekämpft und heute mit einem Mitarbeiter im super aufgestellten schuldfreien Betrieb, der auch in der Krise gefragt sein wird. Ich habe nicht mal nen Steuerberater, den kneif ich mir, das Geld SPARE ich und mache es auch selbst. Ein 7 Parteienhaus gekauft, bar bezahlt und Vermieter geworden. Wohnen natürlich mietfrei und sind 6 stellig in EM. Man, mein Handy iss 10 Jahre alt, funktioniert super. Bah, wenn ich das schon sehe..............für was fürn Schei** Schulden gemacht werden.
Weiter so ihr Schuldsklaven, ich bedaure euch nicht!!! Wir haben10 Jahre zwischendurch äusserst Basic gelebt, das geht in einer guten soliden Partnerschaft alles ganz locker von der Hand, wir halten nämlich zusammen!
Es MUSS doch jedem klar geworden sein, wie unser "francional money supply" funktioniert und wer das nicht verstehen will, wird mit Schulden untergehen. Wir hatten eben schon immer den richtigen Instinkt, auch als wir das noch nicht wussten.
Absolution bekommt ihr auch von mir nicht. Klagt nicht! Kämpft! Und um es mal in meiner einfachen Handwerkersprache deutlich sagen darf: "Alles selbstgemachte Scheisse!"
Neu 2010-07-14:
[17:45] Etwas für Schuldsklaven: Lebensfalle Schulden – keine zweite Chance im Leben
Und nicht vergessen - den Finkbeiner-Artikel: Kreditsklaven an die Ruder
Neu 2010-07-12:
[21:00] Zu hohe Schulden machen arm: Raus aus der Privatinsolvenz
[15:30] Leserkommentar-DE: Kredite:
Lese seit einiger Zeit hartgeld.com, danke für die Arbeit und die Sensibilisierung!
Eine Anmerkung zu Krediten:
„You are doomed“ ist doch recht drastisch ausgedrückt. Sicherlich werden v.a. Hausbesitzer Probleme bekommen, zwangsenteignet werden usw. Jedoch muß man dabei immer beachten, dass es durch die schiere Menge der Problemfälle gewissen Spielraum gibt:
1. In den Städten wird wahrscheinlich rigoroser zwangsenteignet, als auf dem Land, auch, weil auf dem Dorf sowieso nicht so viel zu holen ist.
2. Schon jetzt gehen bei Fälligstellung und Enteignung Monate ins Land, ein Jahr ist eher die Normalität. Wenn es zu Crash kommt, muss zumindest der Anschein von Rechtsstaatlichkeit bewahrt werden, also „einfach“ mal enteignen und dann holterdipolter aus der Bude raus, wird wohl nicht so einfach werden, ganz einfach aus dem Grund, dass das Versteigerungsprozedere eingehalten werden muss. Hier eine Veränderung vorzunehmen, bei der die Schuldner sich total beschissen fühlen würden, ist sehr gefährlich – zumal die Leute ja konditioniert wurden, dass die Banker böse sind.
3. Die Frage, ob man eher Kredit abzahlen oder EM kaufen sollte, ist ganz einfach zu beantworten. Im Falle eines Kollaps werden EM im Kurs steigen, kreditfinanzierte Assets mangels Nachfrage in den Keller fallen und die Kreditverbindlichkeiten wahrscheinlich steigen (variabler Zins u.ä.).
4. So, wie bei Assets von einer Abwertung in der Krise i.H.v. 80 bis 90% ausgegangen wird (dafür sollen ja die EM sein, um danach wieder richtig durchstarten zu können), muss ebenfalls beachtet werden, wie wahrscheinlich ein Gläubiger auf einen Teil der Forderung verzichtet, wenn er einen anderen Teil einbringt. Ergo: Wer genug EM hat, um deutlich mehr als den Versteigerungserlös der kreditfinanzierten Assets zu erwirtschaften UND eine Einkommens/Unterhaltssituation, die im Rahmen der Privatinsolvenz die Differenz zwischen EM-Wert und Versteigerungserlös nicht erreicht, hat gute Chancen, Gläubiger zu einem Deal zu überreden. Dazu ist es jedoch wichtig, dass nicht in die EM hineingepfändet werden kann, die müssen jemandem anders „gehören“ bzw. dem Zugriff der Gläubiger entzogen sein. (Rechtslage beachten! StGB betrügerischer Konkurs!!!)
5. Ob man nun die Assets verliert oder nicht, ist sicherlich von vielen Faktoren abhängig. Jedoch wird in jedem Fall, solange es einen Rechtsstaat gibt, der Privateigentum schützt, es Möglichkeiten geben, Werte zu sichern. Ob diese nun direkt oder indirekt (unterlassene Abzahlung) kreditfinanziert sind, sei dahingestellt; wichtig ist, dass die unpfändbar sind. Dass bedeutet in der Konsequenz, dass jemand, z.B. aus der Familie, z.B. EM sicherheitsübereignet bekommt. Wichtig ist, dass der „Vermögende“ keine Schulden hat, durch die er gepfändet werden kann.
Dass es zu Fällen wie „Schuldknechtschaft“ kommt, denke ich nicht. Dazu ist die Masse zu linksindoktriniert und wartet nur darauf, Ackermänner zu lynchen oder Bankiersfrauen zu entführen.
Ergo: wer Familie und Freunde hat, und denen vertrauen kann, ist sicherer, als jemand, der auf sich alleine gestellt ist.
Kreditspielchen mit EM sind nur für Profis zu empfehlen. Aber niemand kann genau vorhersagen, welche Methoden angewendet werden, wenn es jahrelang keinen Kredit mehr gibt.
[16:30] Leserkommentar-DE - Schuldknechtschaft:
Den –wenn auch vorsichtigen- Optimismus des Lesers teile ich nicht.
Allen überschuldeten Konsumenten, dh. Luxusurlaubern, Leasing-Fahrern und Immobilien-Abbezahlern (=Großteil des Mittelstandes)
wird man kalt lächelnd vorwerfen, dass sie sich eben fahrlässig übernommen haben. Der Staat wird es wie immer schaffen, den Leuten entsprechende
Schuldgefühle einzupflanzen. Die Banken werden natürlich auch geächtet werden, aber die kommen
selbstverständlich besser weg beim Reset, wie bisher ja auch.
Freiheit des Individuums wird –wie ja jetzt auch schon- genauso wenig gewünscht sein.
Schuldsklaverei gehört meines Erachtens durchaus zum Konzept des angestrebten sozialistischen Staats- und Kontrollkapitalismus,
und zwar international.
Übrigens: Vermögensverschiebungen innerhalb der Familie sind in den wenigsten Fällen insolvenzfest, besonders wenn sie unentgeltlich
Erfolgen und wenn die Pleite bis zu 2 Jahren später eintritt (Anfechtungsgesetz).
Bei Immobilien geht sowieso nichts ausserhalb des Grundbuchs. Und für Aktien und
EM´s gibt es sicher elegantere Lösungen, als den Zugriff Dritten zu überlassen.
[21:30] Leserkommentar-DE - 50..60% verschuldet:
Naja, optimistisch ist was anderes. Der Punkt ist, dass jede Entwicklung nicht nur Risiken, sondern auch Chancen bringt. Unbelasteter Grundbesitz, keine Schulden und ausreichend Vorräte und EM sind besser, ohne Frage. Der Punkt aber ist, dass man aus dem Umstand, dass man Hauskredit u.ä. an der Backe hat, nicht ableiten sollte, dass EM-Käufe keinen Sinn machen: Das machen sie sehr wohl, man muss sie nur in jedem Fall den Gläubigern entziehen.
Schuldknechtschaft mag den „Eliten“ durchaus ins Konzept passen. Nur wird das nicht funktionieren, man muß sich nur anschauen, wie viele davon betroffen sind: ich schätze, dass gute 50 bis 60% der Gesellschaft Kredite an der Backe haben, die sie dann nicht mehr bedienen könnten. In Deutschland 50 Mio. in die Knechtschaft? Garantiert nicht. Die Masse schwenkt auch nicht so einfach um: der Zorn wird sich gegenüber den üblichen Verdächtigen entladen – Ausländer, HartzIV, EU, Politik, Banken (Reihenfolge mag variieren).
Im Moment schreit die Soziallobby am lautesten, wenn die Wirtschaft crasht und 10 oder 15 Mio Produktive auf der Strasse stehen, die, die jetzt noch den Mund halten, weil sie Auswirkungen von Stammtischreden auf ihren Arbeitsplatz befürchten; und wenn danach es den Rentnern ans Geld geht, dann wird Tacheles geredet. Wieso sollen sich denn Leute, die konditioniert worden sind, einen Haufen Kredite aufzunehmen und zu verkonsumieren, die den Lockrufen nachgegeben haben, wieso sollten sich diese Leute nun gegenseitig zerfleischen und bei sich selbst die Schuld suchen? Verbraucherkredite sind ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, JEDER hat das in der Familie. Und die derzeitigen Leistungsträger werden schon sehr laut und sehr genau darauf hinweisen, wem das Land die Scheisse zu verdanken hat.
Ich bleibe dabei: Ein Grundstock an EM sind für jeden Pflicht. Wer seine Schulden problemlos abbezahlen kann, soll das tun, wer das sowieso nicht schafft, weil im ersten Drittel der Laufzeit, soll EM kaufen (lassen) und die Sache aussitzen. Geht nicht anders.
Neu 2010-07-01:
[20:15] Leserzsuchrift-DE - Haftentlassung:
Dank der Informationen von Hartgeld.com habe ich ein noch nicht ganz abbezahltes Mietshaus verkauft. Der Notar brauchte zum Überrollen der Restschulden an den neuen Eigentümer, für mich, eine „Schuldhaftentlassungserklärung“ der Bank.
Dieses Wortungetüm sagt alles darüber aus, was eine Unterschrift unter einen Kreditvertrag bedeutet. Man begibt sich in „Haft“, in „Schuldhaft“.
Heute war der Tag der Haftentlassung und ich bin nach 25 Jahren wieder ein freier Mensch.
Gratulation zur Freiheit! Nachmachen! In den USA hat man früher aus diesem Anlass eine grosse Party veranstaltet - Mortgage Burning Party.
PS: diese Juristensprache ist erstaunlich präzise und zeigt genau an, was ein solches Dokument bedeutet wie "Zwangsvollstreckungsunterwerfung". Nur niemand will das verstehen.
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